Erste Wohnung

Umzugscheckliste: So gelingt der Umzug ohne Stress

Aufregend ja, nervenaufreibend nein – wer schon mal umgezogen ist weiß, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist, damit am großen Tag alle Kisten gepackt, beschriftet und nach Räumen sortiert bereitstehen. Hier findest du wertvolle Tipps und Tricks für einen stressfreien Wohnungswechsel. Außerdem kannst du dir eine praktische Checkliste zum Umzug herunterlanden, auf der alle wichtigen Punkte übersichtlich aufgelistet sind. So laufen die Vorbereitungen (fast) wie von alleine und der Umzugstag kann kommen.

1. 2–3 Monate vorher

Für den Umzug: Checkliste zum Ausdrucken

Auf der Checkliste sind alle wichtigen To-dos für deinen Umzug aufgelistet. So weißt du genau, was wann erledigt werden muss und kannst deinen Umzug entspannt angehen. Druck die Umzugscheckliste ruhig mit genügend Vorlaufzeit aus. So hast du ausreichend Zeit, die einzelnen Punkte auf der Checkliste zu erledigen und abzuhaken.

Hier geht’s zur Umzugscheckliste zum Ausdrucken!

Neuen Mietvertrag unterschreiben, alten Mietvertrag kündigen

Wenn du einen Umzug planst, solltest du rechtzeitig schauen, welche Kündigungsfrist dein Vermieter im Mietvertrag angegeben hat. Formuliere deine Kündigung formgerecht und schicke sie fristgerecht (Poststempel und -eingang beachten) ab.

Telefon- und DSL-Vertrag: Kündigen oder mitnehmen?

Erkundige dich bei deinem Anbieter, ob sich eine Übernahme deines Vertrages in die neue Wohnung lohnt. Andernfalls gilt auch hier, die Kündigungsfristen zu beachten, damit die Vertragslaufzeiten pünktlich zum Auszug enden.

Ausmisten: Schränke, Dachboden, Keller

Ein verregnetes Wochenende? Wunderbar, der ideale Zeitpunkt, um mit dem Ausmisten anzufangen. Nimm dir Schränke, Dachboden und Keller vor, um zu schauen was du nicht mehr benötigst und entsorgen kannst. Am besten gehst du nacheinander die Räume durch, damit ein Anfang, und noch wichtiger, ein Ende in Sicht ist. Dazu kannst du dir eine Aufräumliste anlegen und die Räume nacheinander abhaken. Viele Sachen wie Möbel, Metalle und Matratzen kannst du übrigens kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr beim Wertstoffhof abgeben.

Umzugsfirma und/oder Helfer organisieren

Wenn du für den Umzug eine Firma beauftragst, solltest du dich rechtzeitig mit dem Unternehmen in Verbindung setzen, damit du deinen Wunschtermin bekommst. Außerdem erhältst du so im Voraus eine gute Übersicht über die Kosten für den Transport.

Wenn Familie und Freunde mithelfen, kannst du dich frühzeitig um einen Transporter kümmern und die Helfer so einplanen, dass möglichst wenige Fahrten gemacht werden müssen. Bei Freunden mit Kindern solltest du allerdings im Hinterkopf behalten, dass sie als Helfer gegebenenfalls ausfallen können. Frag zwischendurch bei deinen Helfern noch einmal nach, ob sie für den Termin wirklich zur Verfügung stehen. In vielen Städten bieten sich Studenten als private Umzugshelfer an – in den sozialen Medien oder auf lokalen Internetseiten wirst du meist schnell fündig.

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Nimm dir für den Umzug am besten ein bis zwei Tage Urlaub. Du kannst deinen Arbeitgeber fragen, ob für solche Anlässe ein Sonderurlaub vorgesehen ist.

Strom-, Gas- und Wasserstand ablesen

Wenn du innerhalb einer Stadt umziehst, aber im Versorgungsgebiet deines Anbieters bleibst, kannst du meist über ein Onlineformular einfach die Zählerstände selbst eintragen. Der Vertrag wird nach Angabe aller erforderlichen Daten auf die neue Wohnung übertragen. Fotografiere die Zählerstände am besten ab, damit du eventuelle Nachforderungen nachvollziehen kannst. Zieht es dich in eine andere Stadt, musst du die Verträge bei Strom-, Gas- oder Wasseranbietern in der Regel frist- und formgerecht kündigen. Das gilt übrigens auch für die Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder in Vereinen. Meist gilt hier die so genannte Kilometer-Klausel: Liegt zwischen Austragungsstätte und neuem Wohnort eine bestimmte Kilometerzahl, kannst du meist vor Ablauf der Vertragslaufzeit kündigen.

Renovierungsarbeiten

Falls du laut deinem Mietvertrag vor dem Umzug zu Renovierungsarbeiten verpflichtet bist, solltest du am besten jetzt damit anfangen. Alles, was du nicht selbst erledigen kannst, sollte ein Handwerker erledigen – sprich dich mit deinem Vermieter, ob und welche Kosten dabei auf dich zukommen. Fotografiere entstandene Schäden an Wänden und Boden, vielleicht benötigst du die Angaben für die Versicherung.

Wenn du beim Auszug die Wohnung streichen musst, bietet es sich natürlich an, das zu erledigen, wenn die Kisten gepackt sind. Wenn du nicht bis kurz vor dem Umzug warten möchtest, rückst du einfach die Möbel von der Wand ab und streichst nacheinander die Räume.

2. 3–4 Wochen vorher

Etwa einen Monat vor dem Umzug solltest du anfangen, dich um folgende Dinge auf der Checkliste zu kümmern:

Kartons und Verpackungsmaterial besorgen

So langsam kannst du beginnen, dir einen Grundstock an Umzugskartons und Verpackungsmaterial zuzulegen. Teller, Tassen und Co. lassen sich am sichersten in speziellen Geschirr-Kartons verstauen.

Gepackte, gestapelte Umzugskartons mit Beschriftung und Klebeband-Roller

Transport-Tipp: Mit einer Sackkarre, Rollbrettern oder einem Transportwagen kannst du Kisten und Co. leichter von A nach B transportieren.

Hier findest du eine kleine Auswahl an nützlichen Dingen für den Umzug:

Adressänderungen vornehmen

Beantrage bei der Post einen Nachsendeantrag an deine neue Adresse. Denk auch daran, bei deinem Arbeitgeber, bei der Versicherung, der Bank und überall dort, wo deine Kontaktdaten hinterlegt sind, deine neue Adresse anzugeben.

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Wenn du ohnehin mit deiner Versicherung sprichst, frage am besten gleich nach, ob deine Hausratversicherung mit der neuen Wohnung einer Änderung bedarf.

3. 1–2 Wochen vorher

Termin zur Schlüsselübergabe vereinbaren

Schau nach, ob du alle Schlüssel aus deiner alten Wohnung beisammenhast und vereinbare mit dem Vermieter einen Termin zur Schlüsselübergabe. Bei diesem Termin wird der Vermieter mit einem Übergabeprotokoll durch die Wohnung gehen und eventuelle Schäden notieren.

Halteverbot-Schild beantragen

Damit am Umzugstag der Transporter in unmittelbarer Nähe zur alten und neuen Wohnung parken kann, kannst du bei der Stadt gegen eine Verwaltungsgebühr ein Halteverbot für die Zeit des Umzugs beantragen. Wenn du eine Firma mit dem Umzug beauftragt hast, gehört dieser Punkt oft zum Leistungsangebot und wird übernommen – sprich das Thema aber sicherheitshalber noch einmal an. Organisierst du den Umzug privat, solltest du dich mindestens zwei Wochen vorher um das Halteverbot kümmern.

Auch das Aufstellen der Halteverbotsschilder fällt in deinen Zuständigkeitsbereich und sollte in der Regel zwei bis vier Tage vor dem Umzug passieren, damit deine Nachbarn sich darauf einstellen können und bereits parkende Autos umstellen können. Plane lieber etwas mehr Platz ein, damit der Wagen ausreichend Rangiermöglichkeiten hat und problemlos be- und entladen werden kann.

Kühlschrank und Gefrierfach leeren

Ein wichtiger Punkt, der oft vergessen wird: der Kühlschrank! Zum einen wiegt ein voller Kühlschrank wesentlich mehr als ein leerer, zum anderen taut er  ohne Stromzufuhr ab. Versuch also, in den letzten Wochen vorm Umzug möglichst viel aus dem Kühlschrank und vor allem aus dem Gefrierfach aufzubrauchen.

Abtau-Tipp: Damit während des Umzugs kein Wasser aus dem Gefrierfach läuft, solltest du es bereits 2–3 Tage vor dem Umzug abtauen.

Kisten packen

Jetzt geht es los: die ersten Kisten können gepackt werden! Alles was du jetzt nicht mehr benötigst, kannst du nach und nach verpacken. Stehen in den kommenden Tagen noch ein wichtiger Termin, eine Verabredung oder ähnliches an? Dann leg dir die Sachen dafür am besten schon bereit, damit du nicht mehr danach suchen brauchst.

So packst du Kisten richtig:

  • Gewicht: Ein Karton sollte nicht mehr als 20 kg wiegen.
  • Verteilung: Nach unten kommen die schweren Sachen, nach oben die leichteren.
  • Handgriffe: Achte darauf, dass die Trageschlitze frei bleiben.
  • Papier: Zeitungen können bei Feuchtigkeit abfärben, verwende lieber Packpapier oder Folie.
  • Bücher: Für Bücher gibt es spezielle Bücherkartons mit verstärktem Boden.
  • Sortieren: Am einfachsten ist es, wenn du Kartons nach Räumen sortierst und beschriftest.
  • Etiketten: Bring an den Türen der neuen Wohnung Zettel wie „Wohnzimmer“, „Schlafzimmer“ etc. an, damit Umzugshelfer wissen, wohin sie die entsprechend beschrifteten Kartons bringen sollen.
  • Notfallkartons: Irgendwas wird immer übersehen. Mit ein bis zwei zusätzlichen Kartons bist du auf der sicheren Seite.

4. 1–3 Tage vorher

Jetzt sind es nur noch wenige Tage und der Umzug steht vor der Tür. Wenn du bereits gut vorgeplant hast, sind es jetzt nur noch Kleinigkeiten auf deiner Umzugscheckliste, die erledigt werden müssen.

Uhrzeit bestätigen

Schicke deinen Helfern eine nette Nachricht, bedank dich im Voraus für ihre Hilfe und teile ihnen noch einmal die Uhrzeit mit, wann sie wo gebraucht werden. Sage ihnen auch, dass du für ausreichend Getränke und Verpflegung gesorgt hast.

Verpflegung besorgen

Wer Kisten schleppt, bekommt Hunger! Damit deine Helfer ausreichend verpflegt sind, solltest du vorher noch einkaufen gehen. Mit einer Mischung aus etwas Süßem und Herzhaftem, Wasser, Saft und Softdrinks liegst du garantiert richtig. Häng in der Küche außerdem einen großen Müllsack auf. Musik sorgt für gute Stimmung, ein paar Begrüßungsworte und eine „Wir schaffen das“-Mentalität sorgen für den Rest. Es schadet auch nie, die Nummer vom Pizza-Lieferservice zur Hand zu haben …

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Im Badezimmer freuen sich deine Helfer über ausreichend Handtücher, Seife und ein Deodorant.

Bargeld besorgen

Etwas Bargeld parat zu haben schadet nie, falls noch ein schneller Gang zum Supermarkt oder Kiosk anstehen sollte. Auch die Mitarbeiter der Umzugsfirma freuen sich bestimmt über ein kleines Trinkgeld.

Werkzeug und Reinigungsmittel bereithalten

Egal ob Umzugsfirma oder Freunde, über einen gut sortierten Werkzeugkasten freut sich jeder. Für den letzten Wohnungsputz sollten Besen, Staubsauger, Handfeger, Allzweckreiniger und Putztücher bereitstehen.

Wichtige Dokumente

Deine persönlichen Dokumente solltest du selbst in die neue Wohnung bringen – vielleicht auch schon kurz vor dem Umzug, wenn die neue Wohnung nicht zu weit weg liegt.

5. Am Umzugstag

Dreh das Radio an und deck den Küchentisch ein – jetzt kann es losgehen!

Helfer instruieren

Wenn jeder weiß, was er zu tun hat, wird Chaos vermieden. Instruiere deine Helfer daher möglichst genau und erkläre ihnen den groben zeitlichen Ablauf. Ob sie ihre Aufgaben später untereinander tauschen, ist ihre Sache – die Aussicht auf ein Feierabendgetränk lässt Kisten und Kartons im Nu im Umzugswagen landen.

Die letzten Sachen im Wagen …

… sollten die ersten in der Wohnung sein. Die Stehlampe sorgt für gute Sicht beim Schrankaufbauen und ohne Werkzeugkasten geht sowieso nichts. So muss keiner nach Schraubenzieher, Zange und Co. suchen.

6. Umzugscheckliste zum Download

Auf der praktischen Checkliste zum Umzug findest du alle wichtigen Informationen noch einmal kompakt zusammengefasst!

Viel Spaß in deinem neuen Zuhause!