So wäschst du Bettdecke und Kissen richtig

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Graues Boxspringbett mit weißer Bettdecke vor grauer Wand
Manchmal ist das Bett einfach der beste Platz auf der Welt. Damit du mit einem guten Gefühl die Decke über den Kopf ziehen kannst, solltest du deine Bettdecke regelmäßig waschen und auch die Kissen auffrischen und von Schmutz und Schweiß befreien. Das kannst du zuhause ganz einfach mit einer Waschmaschine und einem Trockner erledigen. Wie du dafür sorgst, dass die Füllung schön flauschig bleibt und dich auch nach dem Waschen gut wärmt, erfährst du hier.

Inhaltsverzeichnis

Tipps, mit denen dein Bettzeug lange schön bleibt

  • Täglich lüften: Morgendliches Aufschütteln und Zurückschlagen der Decke sorgt dafür, dass über Nacht aufgenommene Feuchtigkeit verdunstet. Also besser nicht “ordentlich das Bett machen” und die Decke glatt auf die Matratze legen, sondern aufgeschlagen liegen lassen.
  • Sonne meiden: Bettzeug mit Feder- oder Daunenfüllung sollte nicht in der prallen Sonne liegen, dadurch verlieren die Federn ihre Elastizität und sie werden hart und brüchig.
  • Besonderheiten? Ein Blick auf das Herstelleretikett gibt Auskunft darüber, ob es für Decke oder Kissen bestimmte Waschvorgaben gibt. Verwende keinen Weichspüler, das verklebt die zarten Federn. Wasche Kissen und Decken einzeln, damit sie Platz in der Waschtrommel haben.
  • Auf Risse und Löcher überprüfen: Überprüfe vor dem Waschen dein Bettzeug auf Risse und Löcher und nähe diese zu, damit sich die Füllung von Decke und Kissen nicht in der Waschmaschine verteilt.
  • Waschgewicht: Das Fassungsvermögen der Waschtrommel sollte ausreichend groß sein, damit das Bettzeug nicht unnötig gepresst wird. Zusätzlich ist das Höchstgewicht der Waschtrommel zu beachten, denn nasse Decken und Kissen wiegen ein Vielfaches mehr.
  • Tennisbälle mit in den Trockner geben: Die Bälle sorgen dafür, dass insbesondere Daunen- und Federfüllungen im Trockner nicht verklumpen und aufgelockert werden.
  • Professionelle Hände: Wer unsicher ist, gibt Decken und Kissen in die Reinigung.

weiße gefaltete Bettdecke

So wäschst du dein Bettzeug richtig

Mit einem Blick aufs Pflegeetikett bist du auf der sicheren Seite, denn hier gibt der Hersteller Infos dazu, wie die Decken und Kissen gewaschen werden sollen. Außerdem erfährst du dort, um welchen Ober- und Unterstoff es sich handelt und woraus die Füllung besteht.

Das Gewicht ist dort ebenfalls aufgelistet, dabei handelt es sich meist um das Trockengewicht. Im nassen Zustand wiegen insbesondere Daunen- und Federbettdecken wesentlich mehr, da die Naturmaterialien viel Wasser aufnehmen. Wenn du dein Bettzeug zu Hause wäschst, solltest du darauf achten, dass deine Waschmaschine ein Fassungsvermögen von mindestens sieben Kilogramm hat. Zur Orientierung: Frontlader haben circa zehn Kilogramm Fassungsvermögen, Toplader meist nur zwischen fünf und sieben Kilogramm.

Je nachdem, welches Symbol durchgestrichen ist, heißt das, dass du dein Bettzeug nicht waschen bzw. schleudern, bleichen, bügeln, reinigen oder trocknen solltest. Wenn das Etikett keinen Aufschluss zum Waschen gibt, wäschst du deine Decken und Kissen im Schonwaschgang bei 30 Grad und mit einem Wollwaschmittel oder einem speziellen Daunenwaschmittel (Drogeriemarkt).

Heutzutage sind die meisten Bettdecken übrigens mit Steppungen erhältlich. Die Nähte sorgen dafür, dass die Füllung an ihrem Platz bleibt und so überall gleichmäßig wärmt. Steppbettdecken lassen sich ganz normal waschen. Wähle bei der Waschmaschine und beim Trockner niedrige Drehzahlen und schonende Waschtemperaturen und -programme, so bleiben auch die Nähte in Form.

Tipp: Bei Bettzeug mit Naturhaarfüllung reicht es, wenn du die Decken und Kissen regelmäßig aufschüttelst, da die Füllung Feuchtigkeit und Nässe nicht gut verträgt.

Bettzeug mit Daunenfüllung waschen

Kissen und Decken mit Daunen sind besonders weich, denn sie werden aus dem Unterkleid von Gänsen und Enten gewonnen. Sie wärmen stärker als Federn, da sie sich zu allen Seiten ausbreiten und dadurch besonders viel Luft einschließen können. So halten die Decken angenehm warm und sind sehr kuschelig.

Naturdaunen reinigen sich in der Regel von alleine – dennoch schadet es nicht, das Bettzeug in Abständen von ein bis zwei Jahren in die Waschmaschine zu geben. Im Woll- oder Feinwaschprogramm bei maximal 40 Grad waschen. Ein spezielles Daunenwaschmittel sorgt dafür, dass die Daunen sanft gereinigt werden. Daunen-Bettzeug kannst du im Trockner auf der niedrigsten Stufe trocknen. Spezielle Trocknerbälle oder saubere Tennisbälle sorgen dafür, dass während des Trockenvorgangs die Füllung schön fluffig bleibt und nicht verklumpt. Wichtig: Keinen Weichspüler verwenden, auch das würde die Füllung verkleben lassen.

Trocknerbälle und weitere Wäsche-Helfer:

Bettdecken und Kissen bei

Bettzeug mit Federfüllung waschen

Für Kissen und Decken mit Federfüllung werden die gröberen Deckfedern verwendet. Sie machen mit ihren langen Kielen das Bettzeug besonders griffig. Für ein gutes Wärmeverhalten wird den Decken oft ein geringerer Teil Daunen beigemischt.

Genauso wie Daunen haben auch Federn eine selbstreinigende Wirkung. Schüttle deine Kissen und Decken regelmäßig auf, damit sich die Federn im Inneren gut verteilen können.

Federbetten sollten jedes zweite Jahr in die Waschmaschine gegeben werden. Im Wollwaschgang bei maximal 60 Grad und mit einem milden Vollwaschmittel werden die Federn von Rückständen wie Hautschuppen und Schweiß befreit. Im Trockner dauert es zwischen vier bis sechs Stunden, bis die Federn wieder richtig trocken sind. Stelle hierzu die niedrigste Temperatur ein.

Bettzeug aus Baumwolle waschen

Baumwolldecken und -kissen sind sehr strapazierfähig und robust, was sie besonders in Kinderzimmern beliebt macht. Die Füllung fällt weniger dick als bei einem Federbett aus, im Sommer sind die Decken dann eine leichte und angenehme Alternative.

Baumwollbetten kannst du bei maximal 60 Grad mit einem Fein- oder Wollwaschmittel waschen. Die unempfindlichen Decken solltest du jährlich in die Waschmaschine geben, zum Trocknen kannst du entweder auf den Trockner zurückgreifen oder die Decke auf einem Wäscheständer ausbreiten und dort trocknen lassen.

Bettzeug aus Mikrofaser waschen

Mikrofaser zählt zu den synthetisch hergestellten Fasern, die auch zu Watte, Polyester oder Schaumstoff verarbeitet werden können. Für Allergiker und starke Schwitzer empfiehlt es sich, das Bettzeug öfter zu waschen. Mikrofaser ist zwar sehr formstabil, kann sich bei sehr häufigem Waschen aber auch verformen.

Mikrofaser-Bettzeug lässt sich bei 60 Grad problemlos in der Waschmaschine reinigen, manche Decken vertragen auch Temperaturen bis 90 Grad. Im Trockner werden die Decken wieder schön bauschig.