Schlafzimmer

Besser schlafen: Tipps für einen erholsamen Schlaf

Guter Schlaf ist unverzichtbar für Laune, Gesundheit und Wohlbefinden – das ist kein Geheimnis. Aber manchmal ist es gar nicht so leicht, abends zur Ruhe zu kommen. Die richtige Schlafumgebung in einem gemütlichen Schlafzimmer kann dir helfen, den Alltag von dir abfallen zu lassen und besser zu schlafen: Hier erfährst du, wie’s geht.

1. Wie viel Schlaf ist genug?

Schlafbedürfnis und Müdigkeit werden sehr subjektiv empfunden. Es gibt Menschen, die behaupten, mit wenigen Stunden Schlaf pro Nacht auszukommen, und solche, die am liebsten jede Nacht 12 Stunden schlafen würden. In der Regel gelten sieben bis acht Stunden als ideale Schlafdauer für Erwachsene. Fakt ist aber: Um morgens ausgeruht zu sein, musst du nicht nur lange genug, sondern vor allem gut schlafen. Denn während du schläfst, regeneriert sich dein gesamter Organismus. Nachts läuft die Zellerneuerung auf Hochtouren – so werden deine Abwehrkräfte gestärkt und die Funktionen sämtlicher Organe gefördert.

2. Eine gute Schlafumgebung schaffen

In einer ruhigen, klaren Umgebung kommst du leichter zur Ruhe – und fühlst dich wohler beim Aufwachen. Entscheidend für die Atmosphäre in deinem Schlafzimmer sind vor allem die Farbgestaltung, die Einrichtung und die Beleuchtung. Helle Pastell- oder Cremetöne lassen dein Schlafzimmer freundlich und ausgeglichen wirken und sorgen für Weite. Kühlere Farbtöne wie Blau, Grau oder Petrol vermitteln Ruhe und Gelassenheit. Damit kleine Schlafzimmer nicht noch kleiner wirken, solltest du hier nicht alle Wände in einem dunklen Farbton streichen – hier reicht es, wenn du ein oder zwei Wände in Dunkelblau oder Grau streichst und die restlichen Wände hell gestaltest.

Schlafzimmer mit hellen Holzdielen, hellblauen Wänden, grauen Gardinen, blauem Sessel und weißem Bettüberwurf
Warme Farben vermitteln Geborgenheit? Stimmt – aber kühle Farbtöne wie Grau und Blau wirken beruhigend und geben deinem Schlafzimmer eine klare, moderne Note (Vorhänge „Solana“ von MyHome bei OTTO).

Möbel

Die Einrichtung deines Schlafzimmers darf ruhig zurückhaltend sein. So reduzierst du gezielt die optischen Reize und kannst besser einschlafen. Konzentriere dich auf das Wesentliche – Bett, Kleiderschrank und Nachttisch – und versuche, die Möbel optimal an den Grundriss anzupassen. Ist zum Beispiel kein Platz für einen großen Kleiderschrank, weichst du vielleicht auf Regale oder auf eine Kleiderstange und schöne Kommoden aus. Wenn möglich, solltest du im Schlafzimmer auf offene Regale für Kleider und Accessoires verzichten: Unordentliche Regalfächer bringen Unruhe in den Raum und lenken ab.

Ausrufezeichen
Ein kuschliger Teppich neben dem Bett sorgt auch nach dem Aufstehen für warme Füße und macht dein Schlafzimmer gemütlicher.
Holzkommode mit verschiedenen Steingutvasen, Schale und Edelstahl-Gießkanne
Auch eine kleinteilige Deko kann Ruhe vermitteln: Kombiniere verschiedene Stücke mit organischen Formen und gedeckten Farben zu einem schönen Deko-Stilleben (Vasen von Blomus bei OTTO).

Dekoration

Die Deko gibt deinem Schlafzimmer Persönlichkeit – zu viele Deko-Elemente oder -Stile lassen es aber schnell überladen wirken. Für eine ruhige, ausgeglichene Schlafzimmer-Atmosphäre suchst du am besten einige wenige Lieblingsstücke, die du zum Beispiel auf der Fensterbank, dem Nachttisch oder einem Wandregal arrangierst. Gleiches gilt für Bilder: Wähle ein bis zwei großformatige Bilder, die du allein hängst, oder gruppiere mehrere kleine Bilder nach Art der Petersburger Hängung. Besonders ruhig wirkt dein Schlafzimmer, wenn du Bettzeug, Dekokissen und Vorhänge auf die Wandfarbe abstimmst.

Pflanzen

Pflanzen machen dein Schlafzimmer lebendiger und schaffen eine einladende Atmosphäre. Gleichzeitig haben viele Pflanzen eine luftreinigende Wirkung – ideal, um gut zu schlafen. Mit einem Bogenhanf, einem Einblatt oder einer Kentiapalme holst du dir pflegeleichte und dekorative Pflanzen ins Schlafzimmer, die den Raum wohnlicher machen und ein gesundes Schlafklima fördern.

Beleuchtung

Besonders gemütlich wird dein Schlafzimmer, wenn du mehrere warmweiße Lichtquellen in unterschiedlichen Intensitäten miteinander kombinierst. Eine helle Deckenbeleuchtung erleichtert das Aufstehen und Anziehen am Morgen. Neben dem Bett bietet sich eine Tischleuchte oder eine kleine Wandleuchte mit direktem Licht zum Lesen an. Zusätzliche Geborgenheit schaffst du mit einer warmweißen Stehleuchte in der Zimmerecke oder einer Tischleuchte auf der Fensterbank. Das weiche Licht hilft dir, abends zur Ruhe zu kommen und besser einzuschlafen.

Runde Tischleuchte mit Büchern und Vase auf Sideboard
Ein paar ausgesuchte Dekostücke reichen aus, um deinem Schlafzimmer Persönlichkeit zu verleihen. Neutrale Wandfarben und mehrere warmweiße Lichtquellen machen es einladend.

Feng-Shui-Tipps fürs Schlafzimmer

Im Feng Shui, der traditionellen chinesischen Harmonielehre, ist das Schlafzimmer einer der wichtigsten Räume der Wohnung: Hier regeneriert sich der Körper und tankt neue Kraft. Das funktioniert am besten, wenn die Energieflüsse im Raum möglichst wenig gestört werden. Nach den Regeln des Feng Shui sollte das Kopfende deines Bettes an einer soliden Wand und nicht direkt neben einem Fenster stehen. Zudem sollte das Bett nicht in der Linie zwischen Fenster und Tür stehen, um den Energiefluss im Raum nicht zu blockieren. Ein Bett mit Blick auf die Tür und auf das Fenster vermittelt Sicherheit und lässt dich besser schlafen.

Nach den Regeln des Feng Shui wirken grelle Farben störend im Schlafzimmer. Besser sind sanfte, gedeckte Farbtöne und natürliche Farben von Holz, Wolle und Leinen. Möbel und Deko mit scharfen Kanten solltest du vermeiden, da diese die Harmonie im Raum unterbrechen können.

Weißes Bett und Vintage-Sessel vor Tapete mit Palmen-Print
Auch im Feng Shui spielen Pflanzen eine wichtige Rolle bei der Schlafzimmergestaltung – sie wirken ausgleichend und lebendig. Da sich auf den Blättern schnell Staub ablagert, stellst du deine Zimmerpflanzen am besten nicht direkt neben das Bett und wischst die Blätter regelmäßig feucht ab.

Schlafzimmer-No-Gos: Was deine Nachtruhe stört

  • Elektrosmog
    Verzichte auf Elektrogeräte in Kopfnähe, wie das Smartphone oder den Wecker auf dem Nachttisch.
  • Arbeit im Schlafzimmer
    Laptop, Schreibtisch, Bügelbrett und andere Dinge, die du mit Arbeit verbindest, solltest du aus dem Schlafzimmer verbannen.
  • Unordnung
    Eine chaotische Umgebung erschwert das Abschalten am Abend. Dekorative Körbe oder Textilboxen sorgen für Ordnung.
  • Kaltes Licht
    Kaltweißes Licht wirkt anregend – im Schlafzimmer wirkt es schnell ungemütlich.
  • Starke Gerüche
    Stark riechende Pflanzen und künstliche Raumdüfte können den Schlaf stören. Wenn du Düfte magst, verwende lieber dezente Duftkerzen.
Graues Polsterbett mit Dekokissen und Beistelltisch vor rosa Wand im Schlafzimmer
Ein Fernseher oder ein Schreibtisch im Schlafzimmer mögen praktisch sein – die Entspannung fördern sie aber nicht gerade. Stelle lieber das Bett in den Mittelpunkt und ergänze es mit Pflanzen und wenigen ausgesuchten Accessoires (Polsterbett im skandinavischen Landhausstil von Meise Möbel bei OTTO).
Accessoires und Deko für ein ruhiges Schlafzimmer:

3. Entscheidend für guten Schlaf: das Bett

Klar, meist entscheidet bei der Wahl des Bettes vor allem die Optik. Es lohnt sich aber definitiv, auch Kriterien wie Größe und Höhe, Lattenrost, Matratze und Bettzeug genauer unter die Lupe zu nehmen: Denn in einem Bett, das genau deinen Bedürfnissen entspricht, kannst du mit Sicherheit besser schlafen.

Breite und Länge

Betten mit 90–100 cm Breite sind selten geworden. Auch alleinschlafende Erwachsene haben heute in der Regel ein Bett mit mindestens 120–140 cm. Das bedeutet mehr Bewegungsfreiheit und selteneres Aufwachen, weil ein Fuß oder Arm über die Bettkante hängt. Für Paare sollte das Bett mindestens 160 cm breit sein, damit beide komfortabel schlafen können. Bei einer Körpergröße über 1,85 m kann außerdem ein Bett mit Überlänge sinnvoll sein. Breite Bettgestelle (180–200 cm) sollten eine zusätzliche Mittelstrebe haben, damit Lattenrost und Matratze nicht durchhängen.

Blaues Polsterbett mit Leinenkissen in Rosa und Grau.
Klar, dein Bett wählst du immer auch nach Optik aus. Eine gute Matratze ist aber mindestens ebenso wichtig wie das Design des Bettes – schließlich verbringst du Nacht für Nacht darauf (Polsterbett von Meise Möbel bei OTTO).

Gut gebettet

Wer bequem liegt, schläft besser – und das fängt nicht erst bei der Matratze, sondern schon beim Lattenrost an. Bei Boxspringbetten und vielen Polsterbetten musst du dir um den Lattenrost keine Gedanken machen. Ein Bettgestell aus Holz oder Metall kauft man aber in der Regel ohne Lattenrost und Matratze. Idealerweise ist der Lattenrost stabil, belastbar und auf die Art und Dicke deiner Matratze abgestimmt. Für eine Federkernmatratze z. B. sollte es ein fester Lattenrost sein, für eine Kaltschaummatratze geht auch ein verstellbarer Lattenrost.

Graues Polsterbett mit Lattenrost in hell eingerichtetem Schlafzimmer
Man sieht ihn zwar so gut wie nie – aber der Lattenrost ist für guten Schlaf ebenso wichtig wie die Matratze. Bei einem verstellbaren Lattenrost lässt sich der Härtegrad individuell einstellen, er eignet sich allerdings nur für Schaum- und Gelmatratzen (Lattenrost ``XXL Luxus Supra`` von Beko bei OTTO).

Die richtige Matratze für dich

Die Wahl der richtigen Matratze ist von deinem Gewicht, deiner Größe und deinen Schlafgewohnheiten abhängig. Ist die Matratze zu weich für dich, sinkst du ein, sodass deine Bewegungsfreiheit eingeschränkt und die Wirbelsäule unnötig belastet wird. Ist die Matratze zu hart, kann es zu Druckstellen und Rückenschmerzen kommen. Am gesündesten schläfst du, wenn deine Wirbelsäule auf der Seite liegend eine Gerade bildet.

Welches Kissen für welche Schlafposition?

Viele Kissen im Bett sehen schön aus, für einen guten Schlaf sind sie aber unnötig. Dein Kopfkissen sollte nicht zu groß sein, da sonst die Schultern mit auf dem Kissen liegen und der Nackenbereich nicht mehr gestützt wird. Für Rückenschläfer ist ein relativ flaches Kissen optimal. Als Faustregel kann man sagen, dass die Nase in Rückenlage nach oben statt nach vorn zeigen sollte. Für Seitenschläfer darf das Kissen etwas höher sein, um die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Form zu halten. Wenn du morgens oft mit Nackenschmerzen aufwachst, kann ein spezielles Nackenstützkissen vielleicht Abhilfe schaffen.

Ausrufezeichen
Bei härteren Matratzen kann das Kissen höher sein, bei weicheren Matratzen lieber etwas flacher.
Graues Boxspringbett mit Hochflorteppich in hell eingerichtetem Schlafzimmer
Boxspringbetten sind für ihren Komfort bekannt. Damit du in deinem Boxspringbett auch langfristig gut schlafen kannst, solltest du Härtegrad und Qualität des Bettes unbedingt vorher testen – anders als bei einem Bettgestell kannst du Lattenrost und Matratze hier nicht austauschen (Boxspringbett inkl. ``Topper und Kissen`` bei OTTO).

Bettzeug und Bettwäsche: Welches Material fördert guten Schlaf?

Hast du auch schon mal eine unruhige Nacht verbracht, weil dir unter der Bettdecke zu warm war? Schwitzen oder Frieren stört deinen Schlaf – daher solltest du wenn möglich eine Sommer- und eine Winterdecke aus atmungsaktiven Materialien verwenden. Was das Bettzeug angeht, so sind Naturmaterialien wie Baumwolle und Leinen nach wie vor optimal. Sie sind nicht nur atmungsaktiv und angenehm auf der Haut, sondern lassen sich anders als viele Kunstfasern auch bei 60 Grad waschen. Moderne Mikrofaser-Bettwäsche ist ebenfalls atmungsaktiv und wunderbar seidig. Wenn du es etwas edler magst, ist Seidenbettwäsche eine tolle Option. Sie ist leicht, geschmeidig und gleichzeitig atmungsaktiv, sodass sie sich sowohl im Sommer als auch im Winter eignet.

Betten zum Träumen:

4. Simple Einschlaf- und Durchschlaftipps

  • Iss am besten spätestens 2–3 Stunden vor dem Schlafengehen zu Abend – so ist dein Magen zur Einschlafzeit nicht mehr mit Verdauen beschäftigt.
  • Ein kleiner Snack vor dem Schlafengehen kann helfen, deinen Blutzuckerspiegel über Nacht konstant zu halten und besser durchzuschlafen.
  • Größere Mengen an Alkohol lassen dich vielleicht gut ein-, aber schlecht durchschlafen: Alkohol und Nikotin deshalb vor dem Schlafen lieber nur mäßig konsumieren.
  • Schalte Fernseher und Handy am besten eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen aus – das hilft deinem Gehirn, zur Ruhe zu kommen.
  • Schlafe nicht zu warm: 16–18°C sind die optimale Temperatur im Schlafzimmer.
  • Ein geregelter Tagesablauf mit regelmäßigen Schlafens- und Aufstehzeiten fördert einen guten Schlafrhythmus.