Grün fürs Zuhause: Urban Gardening in der Stadtwohnung

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Ihr möchtet gerne blühende Pflanzen um euch herum, habt aber keinen Garten? Macht doch nichts – wieso nicht auch mal in der Stadt­woh­nung in der Erde wühlen und ein biss­chen aus­pro­bieren? Wenn ihr zu den Glück­lichen zählt, die einen Balkon ihr Eigen nen­nen, dann habt ihr sowieso ganz viele Möglichkeit­en, aber selb­st auf den Fen­ster­bret­tern lässt sich einiges anbauen, wenn man weiß wie: Urban Gar­den­ing ist der Schlüssel!

Zuhause gärtnern

Urban Gardening – so startet ihr!

Am besten ist man dabei auf dem Bauern­markt berat­en. Am Stand kann man viel darü­ber erfahren, welche Sorten sich entsprechend der eige­nen Möglichkeit­en eignen und worauf man acht­en sollte. Außer­dem weiß man dann ein­fach, wo die Samen und zarten Pflänzchen genau herkom­men. Es gibt außer­dem in vie­len größeren Städten Jungpflanzen­märk­te. Dort bekommt man von heimis­chen Bauern und Gärt­nereien fast alle ange­set­zten Pflänzchen, die man sich wün­schen kann und hat meist einen Tag Zeit, durch das Grün zu schlen­dern und sich mit den Verkäufern auszu­tauschen. Infos, wann solche Märk­te stat­tfind­en bekommt man etwa über Arche Noah, die Gesellschaft für Kulturpflanzenvielfalt.

Kräutertöpfe

Was sollte ich Zuhause anbauen?

Schilder für Pflanzen

Es gibt ein paar Dinge, die sich beson­ders ein­fach anbauen lassen. Dazu gehören natür­lich vor allem Kräuter. Beina­he alle heimis­chen Gartenkräuter lassen sich in Blu­menkästen vor dem Fen­ster ziehen. Ab Mitte/Ende April kann man zum Beispiel Samen von Basi­likum, Peter­silie, Schnit­t­lauch und Dill anset­zen. Auch Kräuter­triebe gibt es häu­fig auf Märk­ten. Nur auf aus­gewach­sene Kräutertöpfe sollte man nach Möglichkeit verzicht­en, da sie meist nur eine kurze Lebens­dauer haben.

Salatpflanze
Salat anpflanzen

Ähn­lich unkom­pliziert ver­hält es sich mit Salat. Rauke lässt sich sehr ein­fach aus Samen ziehen und auch junge Salatpflänzchen ver­schieden­ster Sorten lassen sich in Blu­menkästen ziehen. Regelmäßig gegossen wach­sen sie auch ohne viel Platz sehr rasch. Wenn man immer nur von außen nach innen ern­tet, kann die Pflanze außer­dem sehr lange weit­er wach­sen und man hat lange Zeit etwas von einem Trieb. Wer hat noch eine aus­gewach­sene Zwiebel im Vor­rat überse­hen? Auch sie lässt sich genau wie Knoblauch einpflanzen und spendet Würze zum Beispiel für einen som­mer­lichen Kräuterquark.

Königsdisziplin Gemüse anpflanzen

Gemüse anpflanzen

Die Königs­diszi­plin ist natür­lich das Gemüse. Hier sollte man sich auch etwas mehr Gedanken zur Pla­nung machen. Fast alle heimis­chen Gemüs­esorten brauchen viel Sonne und müssen sehr regelmäßig gegossen wer­den. Außer­dem ver­tra­gen viele Sorten keinen Wind. Zum Anset­zen nimmt man am besten spezielle Anzuch­ter­de, später kann man in Kom­pos­ter­de umpflanzen oder die nicht rand­vollen Töpfe ein­fach mit Kom­pos­ter­de auffüllen.

Blumentopf

Ide­al­er­weise nutzt man hier den Balkon oder einen großen Fen­ster­vor­sprung. Etwas mehr Platz kann man schaf­fen, indem man sich einen großen Holzkas­ten als Pflanzen­balkon baut oder eine hölz­erne Obstk­iste umfunk­tion­iert. Allerd­ings sollte man sich vorher gut über­legen, wie sich das Holz anbrin­gen lässt und wie die Töpfe auf dem Kas­ten sich­er unterge­bracht wer­den kön­nen. Unter dem Fen­ster­brett kann man unter Umstän­den fast unsicht­bar bohren und so sich­er­stellen, dass der Wind keinen Schaden anrichtet.

Holzpalette

Von der Tomate etwa gibt es mit­tler­weile Sorten der Cock­tail­to­mate, die nicht so hoch wach­sen. Trotz­dem brauchen die Pflanzen einen sehr tiefen Topf (ab ca. 20 Zen­time­ter), einen möglichst süd­seit­i­gen Stan­dort und unter Umstän­den eine kleine Stütze, dass sie auch kleineren Wind­stößen stand­hal­ten. Es gibt auch viele Paprika- oder Chilisorten, die anspruch­s­los sind und nicht so groß wer­den. Sie benöti­gen außer­dem nur ver­hält­nis­mäßig kleine Töpfe.

Die besten Erfahrun­gen habe ich bish­er mit Zuc­chi­ni gemacht. Wie die meis­ten Kür­bis­gewächse, brauchen auch sie etwas Platz zu allen Seit­en hin, da sie nicht in die Höhe son­dern am Boden wach­sen. Dafür sind sie sehr robust und spenden leckere Zuc­chiniblüten oder aber später Zuc­chi­nis, die das Gärt­ner­herz stolz machen.

Monat­serd­beeren brauchen keinen großen Topf. Es bietet sich daher an, sie in einen Hänge­topf zu pflanzen. Allerd­ings möcht­en auch sie einen Son­nen­platz, viel Wass­er und soll­ten regelmäßig gedüngt wer­den. Dann allerd­ings liefern sie beständig Erd­beer­ernte. Es gibt natür­lich noch weit­ere geeignete Sorten, man kann ein­fach ein biss­chen ausprobieren.

Hängender Pflanzentopf

Urban Gardening Projekte in der Stadt

Das Gärt­nern ist heute auch in den großen Städten angekom­men. Was in New York schon in den 70er-Jahren ange­sagt war, haben sich mit­tler­weile auch viele deutsche Städte zur Auf­gabe gemacht und Urban Gar­den­ing Pro­jek­te (auch Urban Farm­ing genan­nt) ins Leben gerufen. Öffentliche Flächen in der Stadt oder Pflanzenkü­bel, die son­st mit Blu­men bepflanzt sind, wer­den genutzt, um Kräuter und einige Gemüseart­en anzupflanzen. Zu fest­gelegten Ern­tezeit­en, dür­fen meist alle Bürg­er ern­ten was sie brauchen kön­nen oder haben wollen. Infos zu einzel­nen Pro­jek­ten find­et man zum Beispiel bei den Garten­pirat­en. In mein­er Stadt Graz wird das Pro­jekt von Stu­den­ten mitor­gan­isiert und -umge­set­zt. Auch die gemein­schaftliche Arbeit ste­ht hier im Vorder­grund. Etwas großflächiger wer­den solche Pro­jek­te zum Teil umge­set­zt, indem Bürg­er Paten­schaften für gewis­sen Flächen übernehmen. So wird das Bewusst­sein für die Herkun­ft unser­er grü­nen Lebens­mit­tel und die Freude am Garten­bau der Stadt­be­wohn­er angeregt und gefördert.

Zuhause anpflanzen

Selb­st Kräuter und Gemüse anbauen macht Spaß und ein biss­chen Aus­pro­bieren gehört dazu. Die Beloh­nung sind schließlich nicht nur das Grün vor den Fen­stern, son­dern auch die Freude an frischen Gartenkräuter oder der Stolz auf die erste, selb­st­ge­zo­gene Cock­tail­to­mate! Die Devise lautet: ein­fach losle­gen! Eine kleine Grun­dausstat­tung dafür find­et ihr auch bei OTTO: Dill // Basi­likum // Pflanzkas­ten // Blu­menkelle // Blu­menga­bel // Oregano

Familienausflug: Blogger-Mamis zeigen ihre Lieblingsplätze

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Ich habe einige Mamas nach ihren Lieblingsplätzen mit ihren Kindern bei sich in der Region gefragt, denn wer kann denn bitteschön bessere Ausflugstipps geben, als die Einheimischen selbst ?! Gertrudenhof in Hürth Lieblingsplatz von Jana Jana lebt in Bonn und fährt mit ihrem kleinen Sohn gerne auf den Gertrudenhof in Hürth, der etwa 25 Minuten von Bonn entfernt ist. Der Bauernhof vertritt Höfe aus der Region, verkauft deren Produkte sowie die eigenen im Hofladen. Es gibt Blumen und Pflanzen, Molkereiprodukte, Obst und Gemüse, Fleischwaren, Weine und andere Drinks, wie auch Eingemachtes. Es gibt aber auch eine Art „ländlicher Food Court“ mit…

Es ist viel nachhaltiger, in das zu investieren, das wir lieben, als diese Leidenschaft durch falsche Ideale und Konsum zu ersetzen. Hi, ich bin Vera und blogge seit 2012 auf...

Zum Autor

Helen
Donnerstag, 21. Mai 2015, 12:56 Uhr

die Namenss­child­chen kön­nt Ihr auch auf große Steine mit einem per­ma­nent Mark­er schreiben…sieht klasse aus…finde ich

Gruß

Mittwoch, 13. Mai 2015, 14:02 Uhr

Echt inspiri­eren­der Artikel. Ger­ade wo ich mich selb­st sehr mit Zero Waste auseinandersetze!

Danke für die Tipps!

Freitag, 8. Mai 2015, 16:45 Uhr

Ein toller Beitrag! Es ist so ein­fach auf dem Balkon tolles Gemüse anzubauen. Einige Sorten gibt es extra in klein­er Größe, sodass man nicht allzu große Töpfe braucht. Man glaubt gar nicht, was sich alles dafür eignet. Unser Balkon wird jedes Jahr voller und voller und es ist so ein schönes Gefühl auch ohne Garten sein eigenes Gemüse ern­ten zu kön­nen. Ich hoffe der Beitrag regt viele Men­schen dazu an, es ein­fach ein­mal selb­st zu ver­suchen! Mich macht es jeden­falls sehr glück­lich die kleinen Pflänzchen jeden Tag wach­sen zu sehen.

Sophie
Freitag, 8. Mai 2015, 16:28 Uhr

Ohhh Vera, was für ein schön­er Beitrag mit wun­der­baren Fotos! Das macht Lust auf den Frühling 🙂