5 Fakten, die jeden zum Umdenken bewegen sollten

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So viele Men­schen acht­en wed­er die Umwelt noch ver­suchen sie einen nach­halti­gen Lifestyle zu leben. Hier find­est du 5 Fak­ten, warum jed­er von uns kli­mafre­undlich und ökol­o­gisch han­deln sollte.

Wenn wir die Bilder von Eis­bären betra­cht­en, die verzweifelt auf ein­er Scholle zwis­chen den Wasser­massen bal­ancieren oder die Unter­wasser­fo­tos von Schild­kröten, die durch Plas­tik­massen schwim­men müssen, dann sollte kein­er von uns auch nur eine Sekunde zögern an unserem Lifestyle zu drehen. Aber viele scheinen gar nicht zu wis­sen, inwiefern wir das alles mit unserem Kon­sum und unseren Lebens­ge­wohn­heit­en bee­in­flussen. Oder sie wollen es nicht wis­sen. Höch­ste Zeit, um umzu­denken. Denn, wenn wir das nicht tun, ver­brauchen wir gnaden­los und ego­is­tisch die Welt unser­er Kinder und Kinde­skinder.  Aber das bedeutet eben auch, dass wir nicht immer alles genau­so machen kön­nen, wie wir wollen. Dass wir acht­samer leben müssen und mehr Geld in Klei­dung, Essen und anderes investieren müssen. Bringt uns das in die Bre­douille? Nein! Hier kom­men 5 Fak­ten, die wirk­lich jeden sofort zum Umdenken brin­gen soll­ten.

Zeit zum Umdenken – warum wir jetzt handeln müssen:

1. Zu viel Plastik in den Weltmeeren

STrand Voller Plastikmuell

Laut der Deutschen Umwelthil­fe über­fluten wir die Ozeane jedes Jahr mit rund 10 Mil­lio­nen Ton­nen Plas­tik­müll. Das sind unfass­bare Massen. Dazu kommt, dass das ganze Plas­tik nicht richtig abge­baut wer­den kann. Es wird lediglich durch UV-Strahlung und Rei­bung immer klein­er und klein­er und klein­er und gelangt dann als Mikro­plas­tik in die Tiere und Pflanzen. Let­ztlich kommt es so auch wieder zu uns in die Nahrungs­kette. Aus dem Plas­tik lösen sich natür­lich auch Chemikalien. Laut dem BUND kön­nen einige dieser Stoffe gravierende Gesund­heitss­chä­den aus­lösen. Wir reden da von Allergien, Fet­tleibigkeit, Unfrucht­barkeit und sog­ar Krebs oder Herz­erkrankun­gen. In Hawaii und Ital­ien wur­den an einzel­nen Küsten sog­ar schon neue, gestein­sar­tige Gebilde und Krusten aus Plas­tik ent­deckt, die sich gebildet haben. Die Forsch­er nan­nten sie Plas­tiglom­er­at – eine Art Plastik-Gestein. Wenn das nicht reicht, um zu schock­ieren und den Plas­tikkon­sum gewaltig einzuschränken, weiß ich auch nicht. Du kannst zum Beispiel auf Plas­tik­tüten verzicht­en, so einkaufen, dass du Plas­tikver­pack­un­gen mei­dest oder Klei­dung aus nach­halti­gen Stof­fen kauf­st.

2. Der Klimawandel ist real

Duerre Trockenheit Wueste

Gletsch­er schmelzen weltweit, am Nord­pol sitzen die Tiere zwis­chen Wasser­massen statt im ewigen Eis, in eini­gen Teilen der Erde sor­gen Fluten und mon­sunar­tige Regen­stürme für Prob­leme, in anderen Teilen der Erde lei­den die Men­schen an Dürre und Trock­en­heit, kön­nen sich nicht mehr ernähren und es fehlt an Trinkwass­er. Bei uns vertrock­nen die Wälder, Tiere ster­ben aus, weil sie den Kli­maverän­derun­gen nicht mehr stand­hal­ten kön­nen. Vor kurzem hat fast ganz Aus­tralien gebran­nt und auch in Kali­fornien kämpfen die Men­schen gegen immer heftigere Wald­brände. Das alles sind Fol­gen des Kli­mawan­dels. Es ist wis­senschaftlich belegt, dass wir Men­schen an dieser ras­an­ten glob­alen Erwär­mung schuld sind. Reicht das nicht alles alleine aus, um endlich etwas zu ändern? Du kannst beispiel­sweise auf deine Heizung acht­en, mit Strom sparsam umge­hen, deinen Fleis­chkon­sum ein­schränken, deine Aut­o­fahrten ein­schränken soweit es geht und das Fliegen ver­mei­den wann immer es dir möglich ist.

3. Unser Fleischkonsum hat negative Auswirkungen

Fleischkonsum

Neben der Tat­sache, dass unser west­lich­er Fleis­chkon­sum ein­fach nicht mehr zeit­gemäß ist und dass Fleisch viel zu bil­lig ist, geht es auch um das Tier­leid, das wir durch die Hal­tung und den Umgang mit Tieren verur­sachen. Ich bin Veg­e­tari­er. Aber ich erwarte das nicht von anderen. Was ich aber erwarte ist, dass die Fleis­chess­er bewusst einkaufen, bere­it sind Geld für das zu bezahlen, was da auf ihren Teller kommt und durch einen acht­samen und nach­halti­gen Kon­sum art­gerechte Tier­hal­tung unter­stützen. Die Massen­tier­hal­tung ist so ziem­lich das Schlimm­ste, was man einem Tier antun kann. Das tun wir aber mit ein­er Selb­stver­ständlichkeit, nur um jeden Tag die gün­stige Scheibe Wurst oder das Schnitzel auf dem Teller haben zu kön­nen. Wir reden von riesi­gen Hallen ohne Tages­licht, schlim­men, hygien­is­chen Bedin­gun­gen, grausamen Tötung­sprak­tiken und ein­er lebensver­ach­t­en­den Umgangsweise mit den Tieren. Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber es ist eigentlich unfass­bar, dass wir so mit anderen Lebe­we­sen umge­hen und das auch noch nor­mal find­en. Das Ganze sub­ven­tion­ieren wir Steuerzahler – Dank der Agrar­poli­tik – mit unseren Steuergeldern. Wir unter­stützen es aber auch aktiv, indem wir täglich Fleisch kon­sum­ieren und auf­stöh­nen, sobald es auch nur ein biss­chen teur­er wer­den. Ich sage, dass Fleisch gar nicht teuer genug sein kann, damit die Men­schen wieder ler­nen wertzuschätzen, was sie da auf ihrem Teller haben und am besten nicht öfter als ein­mal pro Woche Fleisch kon­sum­ieren.

4. In Entwicklungsländern verhungern Menschen

Welthunger

Wir ste­hen jeden vor über­vollen Theken, während in anderen Län­dern die Men­schen ver­hungern. Allein dieser Fakt sollte aus­re­ichen, um über unseren Kon­sum nachzu­denken. Die Lebens­mit­telver­schwen­dung ist erschreck­end groß: Wir Deutschen sind die Lebensmittelverschwender-Meister. Jed­er Einzelne von uns wirft jährlich rund 85 Kilo­gramm Nahrungsmit­tel weg. Ins­ge­samt lan­den in Deutsch­land jedes Jahr knapp 13 Mil­lio­nen Ton­nen Essen in den Müll­ton­nen. Laut Schätzun­gen der Welt­ge­sund­heit­sor­gan­i­sa­tion (WHO) ver­schwen­den wir weltweit „rund 1,3 Mil­liar­den Ton­nen Lebens­mit­tel pro Jahr. Gle­ichzeit­ig hungern 821,6 Mil­lio­nen Men­schen.“ Sind das nicht Zahlen für die wir uns ganz drin­gend schä­men müssten? Du kannst beispiel­sweise bewusster einkaufen, dir einen Wochen­plan für dein Essen machen oder Lebens­mit­tel auch dann noch essen, wenn das Min­desthalt­barkeits­da­tum abge­laufen ist. 

5. Fast Fashion ist ein schmutziges Geschäft

Fashionindustrie

Wer ein T-Shirt für zwei oder drei Euro kauft, darf sich nicht über Kinder­ar­beit beschw­eren. Aber das gilt nicht nur für die gün­sti­gen Bil­liglabels – auch die ganz großen Namen und Marken­her­steller lassen zum Teil unter extrem zweifel­haften Bedin­gun­gen in Entwicklungs- oder Schwellen­län­dern pro­duzieren. Ger­ade in Asien und Indi­en sind Kinder­ar­beit und Arbeit unter schlimm­sten Bedin­gun­gen an der Tage­sor­d­nung. Die Men­schen in diesen Län­dern bezahlen für unsere Kon­sum­freude mit ihrem Leben. In Asien, Haup­t­ex­por­teur für Tex­tilien, arbeit­en sieben Prozent aller Kinder und damit ins­ge­samt 62 Mil­lio­nen Kinder unter aus­beu­ter­ischen Bedin­gun­gen. Laut der Inter­na­tionalen Arbeit­sor­gan­i­sa­tion ILO geht es dabei vor allem um Tätigkeit­en, welche die kör­per­liche oder seel­is­che Entwick­lung der Kinder schädi­gen und sie ihrer Grun­drechte berauben. Also: Es gibt viele Gründe, warum wir keine Fast Fash­ion mehr kaufen soll­ten. Eine gute Möglichkeit darauf zu verzicht­en, ist es auf nach­haltig pro­duzierte Mode oder Sec­ond Hand zu set­zen. Außer­dem schmeißen wir nicht nur zu viele Lebens­mit­tel weg, son­dern auch zu viele Klei­dungsstücke. Ein Tipp lautet deswe­gen: Repari­eren statt weg­w­er­fen.  So ist Fair Fash­ion auch mit kleinem Bud­get möglich.

Warum Ausreden nicht helfen

There Is No Planet B

Aber wie oft begeg­nen mir trotz all dieser Infor­ma­tio­nen Men­schen, die einen unre­flek­tierten Lifestyle pfle­gen ohne nach rechts oder links zu blick­en. Sätze, die ich immer wieder höre und bitte nie mehr hören möchte:

  • „Da muss die Poli­tik ran und etwas ändern.“ ➔ NEIN, denn jed­er von uns bes­timmt mit seinem Kon­sum, was die Indus­trie uns liefert. Was wir nicht kaufen oder boykot­tieren, wird nicht mehr pro­duziert. Es liegt an uns bewusst und nach­haltig einzukaufen und auf Labels zu set­zen, die auf art­gerechte Tier­hal­tung und umwelt­fre­undliche Pro­duk­tion acht­en.
  • „Wir kön­nen im Kleinen doch ohne­hin nichts verän­dern.“ ➔ NEIN, denn jed­er von uns leis­tet im Kleinen seinen Anteil an der Umweltver­schmutzung. Wenn wir uns veg­e­tarisch ernähren, bewusster einkaufen und nach­haltiger leben, kann jed­er einzelne etwas bewe­gen.
  • „Den Kli­mawan­del gibts gar nicht. Die Tem­per­a­turen haben sich schon immer verän­dert.“ ➔ NEIN, namhafte Forsch­er erk­lären und zeigen immer wieder, dass die Erde sich so ras­ant erwärmt wie noch nie. Das Ganze läuft so seit der Indus­tri­al­isierung.
  • „Ich habe keine Zeit zum Hofladen oder ins Reformhaus zu ren­nen.“ ➔ NEIN, du nimmst dir die Zeit ein­fach nicht. Wir müssen ler­nen zu verzicht­en und bewusster zu agieren.
  • „Bio ist doch auch nicht bess­er.“ ➔ NEIN, denn es gibt genug ern­sthafte und strenge Biosiegel auf die man set­zen kann.

Fazit

Umdenken

Das waren schnelle und harte Fak­ten zum The­ma „Umweltver­schmutzung“. Ich möchte aber fast lieber schreiben: Das waren NUR fünf, kleine Fak­ten zum The­ma „Umweltver­schmutzung“. Denn es gäbe noch min­destens 1000 weit­ere Dinge, die ich aufzählen kön­nte. Let­ztlich sollte jed­er einzelne Fakt aus­re­ichen, um jeden einzel­nen von uns von der Umwelt­sau zum acht­samen nach­halti­gen Umweltschützer mutieren zu lassen.

Denn zwei Sachen sind let­ztlich klar:

  1. Wenn wir nichts ändern, ändert sich nichts.
  2. Jed­er einzelne von uns hat die Macht etwas zu tun – gemein­sam ergeben wir dann eine kri­tis­che Masse.

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