Recycle den Strauß: Trockenblumen für zeitlose Deko

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Aus Schnit­tblu­men eine halt­bare Woh­nungs­deko­ra­tion machen? Kein Prob­lem! Wir zeigen dir, wie du Blu­men trock­nen und daraus mod­erne, nach­haltige Blick­fänge machen kannst.

Blumen richtig trocknen

Ohne getrock­netes Pam­pas­gras, getrock­nete Rosen und über­haupt getrock­nete Blu­men­sträuße scheint aktuell keine Deko-Magazinstrecke und kein Interior-Blog, das etwas auf sich hält, auszukom­men. Kein Wun­der, kon­servieren doch schöne Trock­en­blu­men­sträuße unsere Erin­nerung an laue Som­mertage und blühende Wiesen. Sie sind aber auch aus nach­haltiger Sicht gut. Denn statt Schnit­tblu­men ein­fach wegzuw­er­fen, erfahren sie ein kleines Upcy­cling. Also schnapp dir deinen Blu­men­strauß oder geh noch mal schnell draußen Blu­men pflück­en – mit Trock­en­blu­men kannst du die Deko dein­er Woh­nung erneuern, Postkarten bek­leben, Geschenke basteln, Kränze und speziell Türkränze binden, Kerzen verzieren und so viele andere tolle Dinge machen. Und jet­zt ver­rat­en wir dir in weni­gen Schrit­ten, wie das richtig gut funktioniert!

Blumen trocknen für tolle Wohndeko:

Welche Blumen eignen sich zum Trocknen?

Buch zur Pflanzenbestimmung

Prinzip­iell eignen sich sehr viele Blu­men zum Trock­nen, am besten aber die, die eher wenig Wass­er brauchen, zum Beispiel alle Korb­blütler. Das sind unter anderem Dahlien und Astern. Aber auch Rosen, Hort­en­sien, Nelken und alle möglichen Wiesen­blu­men lassen sich gut in Trock­en­blu­men ver­wan­deln. Sehr schön als Deko sind übri­gens nicht nur getrock­nete Blu­men, son­dern auch große Büschel von Pam­pas­gras in ein­er hüb­schen Vase arrang­iert. Nicht so geeignet zum Trock­nen sind Tulpen oder Lilien, weil diese sehr viel Wass­er brauchen und nach dem Trock­nen schnell unat­trak­tiv ausse­hen – wenn es über­haupt gelingt. Wer also einen kom­plet­ten Blu­men­strauß trock­nen möchte, sollte darauf acht­en, vorher Tulpen und Lilien daraus zu ent­fer­nen. Übri­gens: Du musst nicht extra Blu­men kaufen, son­dern kannst erst­mal auf bere­its vorhan­dene Blu­men­sträuße zurück­greifen. Falls du doch neue Blu­men kaufen möcht­est, dann achte auf Fair Trade oder regionale Blumen.

Richtig trocknen – DIY in 4 Schritten

Blumen kopfüber trocknen

Blu­men pressen oder mit Haar­spray trock­nen? Was funk­tion­iert wirk­lich? Wir haben eine Step-by-Step-Anleitung, mit der du auf jeden Fall immer ein tolles Ergeb­nis erzielst.

DIY Blu­men trock­nen Schritt 1: der passende Ort

Trockne die Blu­men unbe­d­ingt an einem geeigneten Ort. Der ide­ale Platz, um Blu­men in Trock­en­blu­men zu ver­wan­deln, wird nicht von direk­tem Son­nen­licht beschienen. Außer­dem soll die Stelle gut durch­lüftet und nicht zu kalt sein. Diese Umstände sind wichtig, weil sich so beim Trock­nen kein Schim­mel bilden kann und die Blu­men nicht verblassen.

DIY Blu­men trock­nen Schritt 2: die richtige Technik

Am besten hängst du die Blu­men so auf, dass die Blüten run­terzeigen, damit sie ihre schöne Form behal­ten und nicht zerknüllen oder die Köpfe hän­gen lassen. Wichtig: Bitte die Blu­men oder den Strauß in frischem Zus­tand zum Trock­nen vor­bere­it­en. Ist ein Teil der Pracht erst ein­mal welk, wird er es auch bleiben. Falls schon einige Blät­ter des Straußes welk sind, zupfe sie von den Stie­len ab. Binde den Strauß am besten mit einem Band aus Bast zusam­men, das passt hin­ter­her auch am schön­sten zum leicht blassen Ton der getrock­neten Blu­men. Wenn Du getrock­nete Blu­men zu Leseze­ichen oder Karten ver­ar­beit­en und ver­schenken möcht­est, soll­test Du die Blu­men pressen.

Blumen pressen

Dazu legst du die Blu­men dein­er Wahl so drapiert, wie du sie später auch getrock­net haben möcht­est, zwis­chen zwei Blatt But­ter­brot­pa­pi­er oder ein ähn­lich leicht­es, aber saugfähiges Papi­er und ver­packst sie in den Seit­en eines Buch­es. Auf das Buch legst du dann zusät­zlich noch weit­ere schwere Gegen­stände, entwed­er noch mehr Büch­er oder eine Kiste. Das But­ter­brot­pa­pi­er soll­test du hin und wieder check­en und falls es zu sehr mit Feuchtigkeit vollge­so­gen ist, aus­tauschen. Wichtig: Sei dabei vor­sichtig, denn die Pflanzen wer­den immer trock­en­er und damit fil­igraner und zer­brech­lich­er. Es wird alter­na­tiv emp­fohlen, Blu­men zum Trock­nen in Trock­en­salz oder Wasch­pul­ver einzule­gen. Die Gefahr ist dabei allerd­ings, dass die zarten Blüten zer­drückt wer­den oder ein­fach eine unschöne Form annehmen. Zudem ver­braucht das Blu­men­pressen keine weit­eren Ressourcen und ist damit deut­lich nach­haltiger und umweltschonender.

DIY Blu­men trock­nen Schritt 3: Warten

Bis die Blu­men trock­en sind, brauchen sie eine Woche bis einen Monat. Am besten, du schaust regelmäßig nach und fühlst an Stie­len und Blüten, ob noch Feuchtigkeit in den Blu­men steckt. Anfangs kannst du den Trock­en­blu­men­strauß auch noch leicht in die gewün­schte Form zupfen. Später, in getrock­netem Zus­tand, sind die Blu­men empfind­lich­er. Wenn es schneller gehen soll, kannst du die Blu­men unge­fähr 45 Minuten bei ca. 80 Grad in den Ofen leg­en. Die Ofen­tür lässt du am besten einen Spalt­bre­it offen.

Blumen trocknen lassen

DIY Blu­men trock­nen Schritt 4: Konservieren

Damit dein Trockenblumen-Wunder möglichst lange hält und die Farbe richtig schön erhal­ten bleibt, kannst du ein altes Haus­mit­tel ver­wen­den: Nach dem Blu­men­trock­nen Haar­spray auf den Strauß sprühen und ihn danach kurz anföh­nen. Man kann Blu­men sog­ar so trock­nen, dass sie selb­st währen des Trock­en­prozess­es richtig toll und deko­ra­tiv aussehen:

Inspirierende Ideen für Trockenblumen

So, jet­zt sind die Trock­en­blu­men ein­satzbere­it und kön­nen ganz nach Lust, Laune und Kreativ­ität ver­wen­det wer­den. Auf der Suche nach dem passen­dem Geschenk? Aus Trock­en­blu­men lassen sich ganz beson­ders schöne Präsente basteln, zum Beispiel so:

Blumen trocknen Deko

Eiswür­fel: Sieht super aus, ist der absolute Party-Hingucker und total ein­fach in der Her­stel­lung: Ein­fach eine getrock­nete Blume und ein biss­chen Wass­er in eine Eiswür­felform geben, eine Nacht ins Tiefkühlfach et voilà: fer­tig. Welche Blu­men du dafür nehmen kannst? Viele – denn die wenig­sten Blu­men in Deutsch­land sind giftig – aber zur Sicher­heit hier eine Liste ess­bar­er Blu­men.

Eiswür­felfor­men zum Basteln mit Trockenblumen:

Tipp: Achte darauf, ob die Blume, die du benutzt, einen Eigengeschmack hat (wie zum Beispiel Laven­del) und ob der zum Drink passt.

Handy­hülle: Deko­riere deine Tele­fon­hülle mit Trock­en­blu­men! Das einzige, was du hierzu brauchst, ist – neben ein paar getrock­neten Blüten – eine trans­par­ente Tele­fon­hülle. Benutze dafür am besten gepresste Blu­men, die du mit dop­pel­seit­igem Kle­be­band am Handy befes­tigst, bevor die Hülle drauf kommt. Eine tolle Idee, um mit Trock­en­blu­men zu basteln – auch für Kinder geeignet.

Seife mit Trockenblumen

Seife: Duf­tende Seifen­stücke sind DAS Mit­bringsel der Stunde! Kommt auch son­st gut bei Fre­un­den an oder ver­schön­ert ein­fach das eigene Bad: Für selb­st gemachte Seife brauchst du einige getrock­nete Blüten, Glyc­erin­seife, eine Gieß­form und Frischhal­te­folie (und für einen guten Duft ein wenig Duftöl).

Und so geht’s: Die „Seifen­rohmasse“ schmelzen, zur Hälfte in die Form gießen und die Trock­en­blu­men obe­nauf leg­en. Warte nun, bis die Seifen­masse trock­en ist, bevor du noch mal auf­füllst. Danach musst du nur noch warten, bis die Seife ganz durchgetrock­net ist – und fer­tig! Tipp: Rosen trock­nen und mit ein wenig Rosenöl in die Roh­seife geben. Riecht toll und sieht deko­ra­tiv aus.

Blumen trocknen Deko

Bilder aus Trock­en­blu­men: In Galerier­ah­men oder Collagen-Rahmen, die anscheinend zufäl­lig drapiert an der Wand hän­gen, machen sich einzelne getrock­nete Blu­men beson­ders gut – wie eine Blu­men­wiese für die Wand. Ganz beson­ders schön für Trock­en­blu­men als Deko sind die Pris­ma­bilder­rah­men von Umbra: Sie benöti­gen kein Passep­a­rtout. Den schön­sten visuellen Effekt erzielst du, wenn du die Blüten oder einen schö­nen, getrock­neten Ast ohne Papier­hin­ter­grund zwis­chen zwei Glass­cheiben ein­legst – dann scheinen die Pflanzen im Rah­men zu schweben. Macht sich gut auf dem Nacht­tis­chchen, auf dem Schreibtisch oder sog­ar als flo­rale Deko auf dem Küchen­tisch! Dafür unbe­d­ingt die Blu­men vorher pressen.

Bilder­rah­men für Trockenblumen-Kunst:

Anhänger mit Trock­en­blu­men: Für diese Kette ern­test du sich­er anerken­nende Blicke: Such dir beson­ders kleine und fil­igrane Trock­en­blu­men aus und platziere sie vor­sichtig in einem kleinen Glas­be­häl­ter (gibt’s im Bastel­laden). Nun musst du nur noch eine kleine Öse am Deck­el befes­ti­gen (am besten vor­sichtig mit einem starken Kle­ber) und schon kannst du dir das Schmuck­stück um den Hals hän­gen. Auch schön: Trock­en­blu­men in einem Amulett der Oma oder einem Vintage-Amulett, dass du im Netz find­en kannst.

Fazit Blumen und Blumensträuße trocknen 

Blumenstrauß trocknen

Trock­en­blu­men haben ihr ver­staubtes Poesiealbum-Image ver­loren. Sie sind leicht selb­st herzustellen, bewahren die Erin­nerung an schöne Momente und geben auch deshalb schöne Geschenke ab. Zur Her­stel­lung brauchst du lediglich ein wenig Zeit und Geduld. Trock­en­blu­men eignen sich auch her­vor­ra­gend zum Basteln und Ver­schön­ern prak­tis­ch­er All­t­agshelfer wie Handy­hüllen oder Seife. Und: Sie sind kom­plett nach­haltig herzustellen, Haar­spray oder Wasch­pul­ver wer­den zur Kon­servierung näm­lich nicht unbe­d­ingt benötigt. Es reicht, wenn du den Blu­men­strauß kopfüber trock­nen lässt oder die Blu­men in einem Buch presst, bis alle Flüs­sigkeit in den Blät­tern, Stän­geln und Blüten entwichen ist.

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