Recycling-Vorbild: So fördert Schweden die Repair-Kultur

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Wer es noch nicht mit­bekom­men haben sollte: Die Schwe­den sind ein wun­der­bar kreatives Volk, das eine Rei­he toller Erfind­un­gen her­vorge­bracht hat. Spiegelreflex-Kamera, Tetra Pak, Fahrrad mit Rück­tritt oder Pip­pi Langstrumpf. Ein­er der neuesten Gedanken­blitze ste­ht ganz im Zeichen der Nach­haltigkeit – die schwedis­che Regierung will ab diesem Jahr Repara­turen und Recy­cling steuer­lich fördern. Aber: Wie soll das in Zeit­en der kon­sumori­en­tierten Weg­w­er­fkul­tur funktionieren?

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Die Idee ist ganz ein­fach: Die staatlichen Abgaben auf Repara­turen von Elek­trogeräten, Klam­ot­ten oder Fahrrädern wer­den um die Hälfte, von 25 Prozent auf 12 Prozent, gesenkt, zusät­zlich kann man die Kosten noch abset­zen. Auch der teure Handw­erkerbe­such wird damit bil­liger, da auch hier die steuer­lichen Abgaben geringer werden.

Möglich macht dies ein sat­ter Haushalt­süber­schuss von umgerech­net knapp 770 Mil­lio­nen Euro. Das finanzielle Pol­ster für die Nach­haltigkeit. „Das soll einen Anreiz geben, seine Dinge repari­eren zu lassen, anstatt sie wegzuw­er­fen und neu zu kaufen“, sagt Ver­braucher­min­is­ter Per Bol­und. „Viele Men­schen sagen, dass sie gern nach­haltiger kon­sum­ieren möchten.“

Das Prob­lem: Den meis­ten fehlt es noch an richtigem Werkzeug oder beson­der­er Moti­va­tion wie finanziellen Belohnungen.

Die Regierung unter dem sozialdemokratis­chen Min­is­ter­präsi­dent Ste­fan Löfven hat für das Pres­tige­pro­jekt dieses Jahr 750 Mil­lio­nen schwedis­che Kro­nen (umgerech­net rund 76,5 Mil­lio­nen Euro) einkalkuliert. Die zusät­zlichen Aus­gaben haben laut Per Bol­und den­noch einen inter­es­san­ten Effekt: „Wir glauben, dass diese Branche mehr zu tun bekommt, also wer­den mehr Men­schen in diesem Bere­ich arbeit­en – und die wiederum zahlen Einkommensteuer.“

Für den Staat also ein gewinnbrin­gen­des Invest­ment. Und die Finanzspritzen beschränken sich nicht nur auf mar­o­de Gegen­stände, auch der Han­del mit Gebraucht­waren oder Pro­jek­te wie Car­shar­ing und Mit­fahrange­bote sollen gefördert werden.

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Damit der Gedanke auch weit­er in den Köpfen bleibt, wer­den bis 2020 weit­ere 43 Mil­lio­nen schwedis­che Kro­nen (4,3 Mil­lio­nen Euro) für eine nationale Infor­ma­tion­skam­pagne aus­gegeben. Auch in den Schulen soll das The­ma Abfal­lver­mei­dung und Kon­sum noch mehr ein fes­ter Bestandteil im Unter­richt werden.

„Wir bekom­men sehr viel Unter­stützung“, sagt Per Bol­und, „ es ist eine Gele­gen­heit, unser Ver­hal­ten zu ändern und gle­ichzeit­ig der Wirtschaft und dem Arbeits­markt neue Impulse zu geben.“

Duftende Weihnachtskarten aus Altpapier

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Aus Altpapier, Gewürzen und ein paar Tropfen ätherischen Öls lassen sich zauberhafte, individuelle Weihnachtskarten basteln. Und das Beste: Es ist ganz einfach, macht Spaß und ist familientauglich – schon kleine Kinder können mithelfen.

Wie ihr eure eigenen Karten herstellt

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Altpapier, in kleine Streifen gerissen Ätherisches Öl, zum Beispiel Orange, Zimt, Kardamom, Nelke, Sandelholz Gewürze, kleingemahlen, etwa Zimt, Kardamom, Vanille, Anis oder Lebkuchengewürz ggf. Wasser-, Aquarell- oder Lebensmittelfarbe oder farbiges Krepppapier ggf. ausgestanzte Sterne aus Papier, Blüten, Goldstaub Einen zweiteiligen Papier-Schöpfrahmen (wer keinen kaufen möchte, kann ihn…

Moin, ich bin Marie. Waschechte Hamburgerin und nordisch by nature. Hier bei OTTO halte ich für re:BLOG Ausschau nach spannenden Ideen und Menschen, coolen Eco-Outfits und berichte für euch von...

Zum Autor

Johanna Seidel
Mittwoch, 27. Dezember 2017, 9:54 Uhr

Hal­lo zusammen,
vie­len lieben Dank für diesen span­nen­den und infor­ma­tiv­en Beitrag zum The­ma Recy­cling. Aus mein­er Sicht ist dies ein sehr wichtiges aber auch umfan­gre­ich­es The­ma. Kön­nt ihr mir Hin­weise geben, wie man ">

Giuseppe Giancone
Sonntag, 12. Februar 2017, 17:14 Uhr

Das finde ich Toll 🙂