Saftladen-Expertin Anna: ganz schön bio

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Das Beste, das wir alle trinken kön­nen, ist natür­lich Wass­er. Hin und wieder möchte ich aber etwas mit Geschmack. Hoch im Kurs sind Säfte ver­schieden­ster Arten. So habe ich mich mal ein wenig durch ein klas­sis­ches Bio­laden­sor­ti­ment pro­biert. Was hat die Saft-Szene zu bieten?

Margret & Karl – Stachelbeer Trunk

Stachelbeertrunk von Voelkel

Mar­gret und Karl sind die Grün­der der Saft-Kelterei Voelkel. Vor über 80 Jahren stell­ten sie die Säfte noch mit Obst aus dem eige­nen Garten her, heute wer­den Rohstoffe von Part­ner­bauern ver­w­ertet. Die Säfte aus der Mar­gret & Karl-Reihe sind eine kleine Liebe­serk­lärung an das Paar, das damals den Traum in die Tat umset­zte. Die Etiket­ten gefall­en mir sehr gut, der Geschmack übri­gens auch. Ziem­lich sauer, das haben Stachel­beeren wohl so an sich. Mit Wass­er gespritzt und einem Eiswür­felchen ist der Stachelbeer-Trunk ein angenehmer Begleit­er für som­mer­liche Tage.

Rotbäckchen – Klassik

Rotbaeckchen Saft

Weckt der nicht sofort Kind­heit­serin­nerun­gen? Früher bekam ich Rotbäckchen-Saft wenn ich krank war, oder wir län­gere Zugreisen unter­nom­men haben. Was habe ich es geliebt. Heute schmeckt er mir auch noch gut, fühlt sich immer an wie ein klein­er Flash­back. Das Etikett hat sich seit den frühen 90ern nicht mehr verän­dert – wobei man da dur­chaus mal ran kön­nte. Rot­bäckchen set­zt auf nach­haltige Pro­duk­tion und erlesene Inhaltsstoffe. Kün­stlich zuge­set­ztes Eisen finde ich unnötig, aber auch nicht schlimm. Yum!

SILKA – Streuobstinitiative im Landkreis Kassel

Solche Ini­tia­tiv­en gibt es in den meis­ten Städten und Land­kreisen. SILKA küm­mert sich um die Erhal­tung alter Sorten und erzeugt die Säfte kom­plett region­al. Das regionale Obst wird auss­chließlich in ansäs­si­gen Kel­terei­be­trieben weit­er­ver­ar­beit­et. Der Saft schmeckt immer ein biss­chen unter­schiedlich, aber immer total gut und irgend­wie rein. Absolutes Top-Produkt! Schaut euch nach ähn­lichen Ini­tia­tiv­en in eur­er Stadt um! Klein­er Tipp für Ham­burg: Schon bald gibts hier einen Beitrag über das Pro­jekt „Das Geld hängt an den Bäu­men„.

Streuobstinitiative Kassel

Voelkel – vegan to go

Voelkel vegan to go

Veg­an to go finde ich sehr leck­er, geht aber schon eher in die Rich­tung eines Smooth­ies. Die Dick­flüs­sigkeit ist nicht jed­er­manns Sache, ich kann das ganz gut haben. Das Getränk ist allerd­ings eher eine richtige Zwis­chen­mahlzeit als ein klas­sis­ch­er Saft zum Durst löschen. Die kleinen Flaschen sind wahre Energiebringer: Sie enthal­ten alle essen­ziellen Aminosäuren, haben einen hohen Eiweißge­halt und sind reich an wichti­gen Min­er­al­stof­fen wie Eisen oder Magnesium.

Morgenland – Kokoswasser

Morgenland Kokoswasser

Kokoswass­er ist derzeit unheim­lich ange­sagt. In Berlin kommt man kaum daran vor­bei. Das Ange­bot ist man­nig­faltig und stel­len­weise ziem­lich teuer. Mit dem Mor­gen­land Kokoswass­er habe ich eines gefun­den, das ich ver­hält­nis­mäßig gerne trinke. Ist beson­ders nach dem Sport durch die iso­tonis­che Wirkung total angenehm und wohltuend. Die hier ver­wen­de­ten Kokos­nüsse stam­men übri­gens aus einem Morgenland-eigenen Anbaupro­jekt in Sri Lan­ka. Gute Qual­ität und faire Bezahlung sind also gewährleistet.

Ethiquable – Apfel Mango Brombeer

Ethiquable Apfel-Mango-Saft

Apfel Man­go Brombeere ist ein eher dick­flüs­siger Saft, bei dem man die einzel­nen Früchte richtig rauss­chmeckt. Gut gekühlt und als Schor­le taugt er mir richtig gut. Ethi­quable bezieht die Rohstoffe aus Kleinbauern-Initiativen, unter­stützt den Anbau von Bio-Obst und gewährleis­tet faire Preise für die Bauern. Aber warum muss die Pack­ung so ausse­hen, wie sie aussieht? Saft aus Glas­flaschen finde ich angenehmer, da weiß man schon mehr, was auf einen zukommt.

Van Nahmen – Frucht Secco

Van Nahmen Fruchtsecco

Kom­men wir zum einzi­gen Pro­dukt, das ich nicht aus dem Bio­laden habe. Den­noch ist das Engage­ment von Van Nah­men klasse. Naturschutz und faire Bezahlung ste­hen auch hier ganz oben. Alle Pro­duk­te kom­men aus der Region Nieder­rhein und Mün­ster­land, wo auch das Unternehmen sitzt und kel­tert. Die Bauern bekom­men gute und plan­bare Preise für ihre Ware. Geschmack­lich ist der Frucht Sec­co, ich habe Apfel-Quitte ver­sucht, ganz weit vorne. Richtig leck­er und eine tolle Alter­na­tive für Sekt, wenn es mal alko­hol­frei, aber den­noch nobel zuge­hen soll. Richtig gut!

Voelkel – im Herzen Grün (Ananas Gurke)

Voelkel Im Herzen Grün

Hei­dernei – da hat sich voelkel was Neues aus­gedacht. Mit hüb­schen Etiket­ten und sym­pa­this­chem Namen kom­men die neuen Säfte daher. Über den Geschmack lässt sich etwas stre­it­en. Ananas-Gurke schmeckt mir noch ganz gut, die anderen Sorten (Rote Bete-Himbeere und Tomate-Pastinake) kann ich echt kaum trinken. Ist sich­er eher was für Leute, die gerne Grüne Smooth­ies trinken und Spinat, Grünkohl und Co in ihrem Getränk schätzen. Habt ihr den Saft schon pro­biert? Was ist eure Meinung?

Share The Meal - Die App gegen den Welthunger

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Hier geht es direkt zum Download der ShareTheMeal-App: ShareTheMeal für Android | ShareTheMeal für iOS Seit Anfang 2014 haben Bernhard Kowatsch und Sebastian Stricker an ihrer App gebaut. „ShareTheMeal“ heißt sie und ihr Name ist Programm: Mit zwei Klicks kann der engagierte Smartphone-Nutzer Mikrobeträge ab 40 Cent für Schulmahlzeiten in Lesotho spenden. Eine Mahlzeit „teilen“, nennt ShareTheMeal das. Aus gutem Grund: Genau 40 Cent braucht das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, das das Essen verteilt, um genau ein Kind einen Tag lang mit Nahrung zu versorgen. Mittels Schulmahlzeiten wird so aber nicht nur Nahrung ausgegeben, sondern Kinder werden auch motiviert, den Unterricht zu besuchen…

Seit 2011 blogge ich auf Green Friday über alle Facetten des nachhaltigen Großstadtlebens. Mein Herz schlägt für Ideen, die die Welt ein bisschen besser machen. Deshalb interviewe ich junge Macher...

Zum Autor

Max
Sonntag, 10. September 2017, 21:37 Uhr

Ich bin totaler Fan von Säften. Ich habe bis vor kurzem nicht gewusst, das viele Säfte wie Kokoswass­er so viele Vorteile haben. Weil ich seit Jahren schon lei­den­schaftlich­er Läufer bin, suchte ich immer nach iso­tonis­chen Getränken. Da hat mir Kokoswass­er sehr geholfen, etwas natür­lich­es zu haben. Ich finde die Infor­ma­tio­nen auf dieser Seite sehr nüt­zlich und die Rezepte haben mir auch sehr gefall­en. Link ver­bor­gen Hoffe das ergänzt euren großar­ti­gen Artikel.