5 Dinge, die du mit Nudelwasser machen kannst

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Hier erfährst du, warum Nudel­wass­er zu schade zum Wegschüt­ten ist und welche Dinge du daraus noch machen kannst.

Elekroherd in Der Kueche

Zugegeben, das Pro­dukt “Nudel­wass­er” klingt nicht beson­ders fan­cy. Im besten Fall stellt man sich noch einen brodel­nden Topf mit köchel­nder leck­er­er Pas­ta vor, aber ein viel­seit­iges und nach­haltiges Alltags-Produkt sehen wohl die wenig­sten auf den ersten Blick darin. Tat­säch­lich kann man Nudel­wass­er  aber für viele tolle Zwecke weit­er­ver­wen­den und sollte es auf keinen Fall sofort wegkip­pen! Pas­ta ist nicht ger­ade bekan­nt für ihren Gesund­heits­ben­e­fit und du fragst dich vielle­icht, warum nun aus­gerech­net das Kochwass­er so wertvoll sein soll. Im Grunde ist es natür­lich auch weit­er­hin nur Wass­er mit Salz und der Stärke, die von den Nudeln abgegeben wur­den. Aber genau diese Mis­chung kann man für viele Zwecke nutzen, wovon wir dir fünf davon ans Herz leg­en möchten.

5 Verwendungsmöglichkeiten für Nudelwasser:

Kräftigende Haarkur

Nudelwasser Haarkur

Tat­säch­lich kannst Nudel­wass­er auch im Badez­im­mer ver­wen­den. Die Stärke aus dem Nudel­wass­er gibt dün­nem Haar Glanz und Struk­tur. Das Salz ent­fet­tet die Kopfhaut, reg­uliert somit die Tal­gpro­duk­tion und ver­hil­ft damit zu noch mehr Glanz. Dafür gießt du das Wass­er durch einen Fil­ter oder ein feines Sieb. Die Flüs­sigkeit kannst du dir nach dem Haare­waschen vor­sichtig über den Ansatz gießen, ein­massieren und etwa 10 Minuten ein­wirken lassen, bevor du das Haar nochmals gut ausspülst. Im Gegen­satz zu anderen Haus­mit­teln wie etwa Essig ist diese Haarkur geruch­sneu­tral, trotz­dem soll­test du sie nicht öfter als ein­mal die Woche anwen­den. Nur bei sehr trock­en­em Haar soll­test du eventuell beim Kochen auf das Salz verzicht­en, um die Haar­spitzen nicht noch mehr zu stra­pazieren. Alter­na­tiv kannst du die Spitzen mit etwas Man­delöl pfle­gen. Tat­säch­lich wird eine Kur mit Stärke aus Lebens­mit­teln auch in Foren für Lock­en disku­tiert. Weil das aber sehr indi­vidu­ell sein kann, soll­test du hier vor­sichtig probieren.

Reiniger für glatte Oberflächen

Glatte Flaechen Reinigen

Das klas­sis­che Nudel­wass­er vere­int gle­ich zwei Haus­mit­tel­reiniger, die man son­st wegschüt­ten würde: Stärke und Salz. Bei­de sind hil­fre­ich gegen Fett und Schlieren und kön­nen oft­mals Verkrus­tun­gen lösen. Außer­dem ist das Wass­er bere­its abgekocht und im Ide­al­fall sog­ar noch warm. Die Stärke bindet Fett (vielle­icht hast du schon mal mit Kartoffel-Spülreiniger gehört?) und kann direkt zum Abspülen ver­wen­det wer­den. Salz kann zudem noch unan­genehme Gerüche neu­tral­isieren. Du kannst es also direkt als Abwaschwass­er benutzen. Um Kalk bess­er zu lösen, kannst du noch einen Schuss Essigessenz zum Wass­er geben. So kannst du nicht nur Küchen- und Badober­flächen, son­dern sog­ar Fen­ster­scheiben streifen­frei reinigen.

Verdickungsmittel für Soßen und Pesto

Gruenes Pesto

Nudel­wass­er lässt sich in der Küche natür­lich ganz ein­fach weit­er­ver­ar­beit­en. Die Stärke bindet Soßen oder Pesto und gibt ihnen so die per­fek­te Kon­sis­tenz, um nicht von der Nudel bzw. der Gabel zu rutschen. Außer­dem kannst du das Salz so noch wun­der­bar ver­wen­den, dass andern­falls vielle­icht im Abfluss gelandet wäre. Dazu kannst du Gemüse oder Zwiebeln und Knoblauch noch vor dem Abschmeck­en ganz ein­fach mit Nudel­wass­er aufgießen, bevor du die Zutat­en weit­er­ver­ar­beitest. Alter­na­tiv kannst du auch ein­fach ein paar Löf­fel des Nudel­wassers dazugeben. Damit die Stärke andickt, muss sie aufgekocht wer­den. Am besten machst du das direkt, wenn alle Zutat­en im Topf sind. Ist die Soße danach noch nicht fest genug, kannst du sie noch etwas einkochen lassen.

Unbedenklicher Kleister-Ersatz

Kleister Ersatz

Den Bastelk­leis­ter ken­nen wir wahrschein­lich alle noch aus der Kind­heit von diversen Pappmache-Projekte. Ger­ade mit jün­geren Kindern ist es tat­säch­lich nicht unbe­den­klich, mit chemis­chen Kle­bern zu arbeit­en. Zu schnell lan­det etwas (oder im Zweifel die kle­brige Hand) im Gesicht oder gar im Mund. Es gibt viele tolle Rezepte für selb­st gemachte Kleb­stof­fen zumeist mit Mehl, Stärke, Salz und/oder Essig. Um einen natür­lichen Kleis­ter herzustellen, kannst du 200 ml Nudel­wass­er aufkochen und ca. 60 g gesiebtes Mehl ein­rühren. Die abgekühlte Masse dickt deut­lich an und lässt sich toll als Bastelk­le­ber ver­wen­den. Du kannst ihn auch in einem luft­dicht­en Schraub­glas noch eine Weile aufbewahren.

Einweich-Wasser für Hülsenfrüchte

Huelsenfruechte

Eine weit­ere Ver­wen­dung für Nudel­wass­er ist, sie als Wass­er zum Ein­we­ichen zu nutzen. Viele getrock­nete Hülsen­früchte soll­ten für die Verträglichkeit oder eine kürzere Kochzeit vor dem Kochen eingewe­icht wer­den. So ver­schwen­d­est du das Salz nicht und benutzt außer­dem gle­ich bere­its abgekocht­es Wass­er, wenn du es über Nacht ste­hen lassen möcht­est. Wenn du Gemüse wie Möhren  oder Kartof­fel bere­its geschält und geschnit­ten hast, sie aber erst später weit­er­ver­ar­beit­en möcht­est, kannst du sie eben­falls in das Wass­er leg­en. Als Rohkost sind sie dann zwar nicht mehr so knack­ig, weit­er­ver­ar­beit­et bleiben dafür die Schnit­tkan­ten frisch und wer­den nicht trock­en und ledrig. Alle, die gerne in der Küche ste­hen, kön­nen das Wass­er auch zum Fer­men­tieren (halt­bar machen) ver­wen­den. Dabei wird eine Sal­zlake hergestellt, die einen osmo­tis­chen Prozess, die Milch­säuregärung, in Gang geset­zt. Selb­st Vit­a­mine bleiben so erhalten.

Fazit zum Verwenden von Nudelwasser 

Nudeln

Nudel­wass­er ist also sehr viel hip­per, als es klingt und lässt sich bei Weit­em nicht nur in der Küche ver­wen­den. Auf keinen Fall soll­test du es sofort wegschüt­ten, denn dafür gibt es zu viele sim­ple Ver­wen­dungsmöglichkeit­en für die Inhaltsstoffe.

​10 Dinge, die wir von Oma lernen können ​

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In Sachen Nachhaltigkeit können wir einiges von unseren Großeltern lernen. Du glaubst es nicht? Wir verraten 10 Beispiele, die Oma und Opa schon richtig machten und die wir vergessen haben. 

Grosseltern
​Unsere Großeltern sind in einer Zeit aufgewachsen, in der es noch gar kein Plastik gab. Sie haben also Zero Waste gelebt, als niemand diesen Begriff kannte. Und nicht nur das: Lebensmittel wurden in der Regel nicht weggeworfen, sondern restlos verwertet oder haltbar gemacht. Gekauft wurde nur das, was man brauchte. Und wenn man sich neue Kleidung oder Möbel angeschafft hatte, wurden diese gepflegt und repariert. Ihr Konsumverhalten war ganz unbewusst…

Es ist viel nachhaltiger, in das zu investieren, das wir lieben, als diese Leidenschaft durch falsche Ideale und Konsum zu ersetzen. Hi, ich bin Vera und blogge seit 2012 auf...

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