10 Tipps für ein nachhaltiges Weihnachten

| von 

Kitsch, Hek­tik und Kon­sum­rausch tre­f­fen auf Besinnlichkeit und Näch­sten­liebe – bei keinem anderen Fest scheinen die Extreme und Gegen­sätze so groß zu sein wie zur Wei­h­nacht­szeit. Ist es über­haupt möglich Wei­h­nacht­en umwelt­fre­undlich zu feiern?

Geschenkpapier Zimtstangen Weihnachten

Nie ist der Drang, etwas Gutes tun zu wollen, größer und trotz­dem sor­gen wir alle Jahre wieder vor allem für eines: eine schlechte Öko-Bilanz. Denn, dass fast 30 Mil­lio­nen abgesägte Tan­nen­bäu­men, Berge an Geschenkpa­pi­er und Festessen mit Unmen­gen an Fleisch nicht ger­ade toll für die Umwelt sind, liegt qua­si auf der Hand. Trotz­dem: Wei­h­nacht­en geht auch nachhaltig(er). Und das ohne Moral­predigt, Öko-Klischees und Verzicht, son­dern mit fes­tlichen und genussvollen Alter­na­tiv­en. Wir haben 10 Ideen, wie das diesjährige Wei­h­nachts­fest nach­haltiger gestal­tet wer­den kann.

1. Ökologischer Weihnachtsbaum

Weihnachten Tannenbaum Nachhaltig Regional

Ja,  umwelt- und ressourcenscho­nen­der wäre es natür­lich, sich gar nicht erst einen Wei­h­nachts­baum anzuschaf­fen, aber irgend­wie ist ein fes­tlich geschmück­ter Tan­nen­baum eine Tra­di­tion, auf die kaum jemand verzicht­en möchte. Muss man auch nicht: Wer mit nach­haltigem Beispiel vor­ange­hen will, wen­det sich am besten an einen örtlichen Förster. Denn durch Tan­nen­bäume aus der Region wer­den weite Trans­portwege und somit kli­maschädliche CO2-Emissionen ver­hin­dert. Das ist schon mal gut. Noch bess­er ist es, wenn die Bäume aus zer­ti­fizierten Mis­chkul­turen statt kon­ven­tionellen Monokul­turen stam­men. Warum? Monokul­turen wer­den mit Chemie angere­ichert, damit sie möglichst schnell, grün und ger­ade wach­sen. Das ist wed­er gut für die Umwelt noch für uns, denn wenn wir uns so einen gespritzten Wei­h­nachts­baum in die Woh­nung stellen, holen wir uns gle­ichzeit­ig auch die Pes­tizide ins Haus.

Weihnachtsbaum Einpflanzen

Die nach­haltige Weihnachtsbaum-Lösung bedeutet also, sich einen Bio- oder FSC-zertifizierten Tan­nen­baum zu kaufen. So kannst du dir sich­er sein, dass der Baum unter kon­trol­liert ökol­o­gis­chen Bedin­gun­gen herangewach­sen ist und auf Pes­tizide, Min­er­aldünger und Wach­s­tum­sreg­u­la­toren verzichtet wurde. Um zu ver­hin­dern, dass ein Tan­nen­baum abgesägt wird, kann auch ein Wei­h­nachts­baum im Topf gekauft wer­den. Dieser lan­det nach den Feierta­gen nicht auf der Straße, son­dern kann im Garten oder ein­er anderen Grün­fläche eingepflanzt wer­den. Damit das aber wirk­lich glückt, gibt es ein paar Dinge zu beacht­en: Der Topf-Weihnachtsbaum sollte nicht größer als 1,20 Meter sein und nicht länger als 10 Tage in der Woh­nung bleiben. Klein­er Tipp: Bevor er draußen eingepflanzt wird, sollte man ihn an die kalten Tem­per­a­turen gewöh­nen und ihn eine Zeit lang an einen kühlen Stan­dort stellen (zum Beispiel in den Keller).

DIY Tannenbaum Aus Holz

Für mehr Nach­haltigkeit kön­nen Tra­di­tio­nen auch ein­fach neu inter­pretiert wer­den. Wie wäre es denn, wenn du dir einen Wei­h­nachts­baum ein­fach selb­st bas­telst? Set­ze dabei am besten auf natür­liche Mate­ri­alien wie beispiel­sweise Restholz. Der große Vorteil an so einem DIY-Weihnachtsbaum ist natür­lich: Keine Tanne muss extra für die Feiertage abge­holzt wer­den! Und dazu kommt, dass so eine Weihnachtsbaum-Alternative jedes Jahr wiederver­wen­det wer­den kann. Dieses Argu­ment zählt zwar auch für Wei­h­nachts­bäume aus Plas­tik, trotz­dem ist ein Kunststoff-Baum keine umwelt­fre­undliche Alter­na­tive. Denn auch dieser wird früher oder später zu Plas­tik­müll. Echte Wei­h­nachts­bäume wer­den zwar auch entsorgt, kön­nen aber in Kom­postier­an­la­gen zu wertvollem Humus ver­ar­beit­et wer­den. Dazu kom­men die lan­gen Trans­portwege: Plas­tik­bäume wer­den oft in Asien pro­duziert und zu uns rüber geflo­gen oder ver­schifft, was hohe Emis­sio­nen verur­sacht.

2. Nachhaltiger Adventskranz

Nachhaltiger Adventskranz

Spätestens wenn die erste Kerze des Adventskranzes bren­nt, kommt Vor­freude auf Wei­h­nacht­en auf. Ein schönes Rit­u­al, auf das auch umwelt­be­wusste Men­schen nicht verzicht­en müssen. Doch statt einen fer­ti­gen Kranz mit viel Plas­tikdeko im Super­markt zu kaufen, kann ein Adventskranz auch ganz ein­fach sel­ber gemacht wer­den. Alles, was du brauchst, sind vier Kerzen und Natur­ma­te­ri­alien, die du bei einem Spazier­gang draußen sam­meln kannst. Achte bei den Kerzen allerd­ings darauf, dass sie aus natür­lichem Wachs wie Bienenwachs oder Stearin (aus Kokos­fett oder nach­haltig pro­duziertem Palmöl) sind. Paraf­finkerzen sind zwar gün­stiger, aber beste­hen let­z­tendlich aus einem Erdöl­pro­dukt. Dein­er Kreativ­ität sind keine Gren­zen geset­zt. Um einen Adventskranz zu basteln, musst du qua­si nichts Neues kaufen. In fein­ster Upcycling-Manier kannst du beispiel­sweise auch aus vier alten Marme­ladengläsern einen alter­na­tiv­en Adventskranz basteln. Oder hast du schon mal Flaschen zu Kerzen­stän­dern umfunk­tion­iert? Man nehme davon vier Stück und voilá, fer­tig ist ein kreativ­er und nach­haltiger Adventskranz.

3. Umweltfreundlicher Weihnachtsschmuck

Nachhaltiger Weihnachtsbaum Schmuck

„Früher war mehr Lamet­ta“ – den bekan­nten Spruch aus einem Loriot-Sketch hört man vor allem zur Wei­h­nacht­szeit an jed­er Ecke. Und zum Glück für die Umwelt kom­men die Glitzer­girlan­den wirk­lich immer mehr aus der Mode. Denn   die funkel­nde Girlande ist ein kleines Umwelt-Desaster. Lamet­ta wird zwar nicht mehr aus giftigem Blei, son­dern aus met­allisiertem Kun­st­stoff hergestellt, trotz­dem lan­det das Glitzerzeugs zum Ende der Feiertage vor allem an einem Ort – im Mülleimer. Oder noch schlim­mer: Lamet­ta wird gemein­sam mit dem Wei­h­nachts­baum entsorgt und lan­det in den Kom­postier­an­la­gen und somit auch in der Umwelt.

Glitzer Deko Lametta Umweltschaedlich

Aber auch die klas­sis­chen Christ­baumkugeln sind nicht ohne. Zwar wer­den sie aus Glas und nicht aus Kun­st­stoff gefer­tigt, trotz­dem wer­den in ihnen immer wieder (Schwer)-Metalle nachgewiesen. So gehören die bun­ten Kugeln, wie auch andere wei­h­nachtliche Dekoar­tikel, eigentlich in den Son­der­müll. Aber ein biss­chen Glitzer muss schon sein. Um das Ganze so nach­haltig wie möglich zu gestal­ten, soll­test du auf zwei Zauber­worte set­zen: Lan­glebigkeit und Upcy­cling. Es ist also am besten die gle­ichen Kugeln immer wieder zu ver­wen­den. Wem das zu lang­weilig ist, kann ein kleines Upcycling-Projekt starten und den alten Schmuck ein­fach ein biss­chen „auf­pep­pen“.

Stroh Sterne Am Weihnachtsbaum

Auch die Natur-pur-Variante in Sachen Christ­baum­schmuck ist eine umwelt­fre­undliche Lösung. Alle Mate­ri­alien die wir dazu brauchen, find­et man näm­lich entwed­er völ­lig für lau bei einem Win­ter­spazier­gang oder besitzt sie sowieso schon. Ob selb­st­ge­bastelte Strohsterne oder Engel, Holz­fig­uren, Tan­nen­zapfen, Nüsse, Zimt­stan­gen, getrock­nete Beeren und Orangen­scheiben oder geback­ene Lebkuchen – die natür­liche Deko sieht gut aus und ver­bre­it­et oben­drauf auch noch einen angenehmen Duft! Den Schmuck selb­st zu basteln, nimmt zwar auch etwas Zeit in Anspruch, aber vor allem Kinder freuen sich über Bastel­nach­mit­tage an grauen, ver­reg­neten Win­terta­gen.

4. Bessere Weihnachtsgeschenke

Nachhaltiges Weihnachtsgeschenk

Bei der Suche nach den passenden Geschenken erre­icht der ganze Wei­h­nachtswahnsinn dann seinen absoluten Höhep­unkt. Denn die eigentlich so besinnliche Wei­h­nacht­szeit wird so zum Shopping-Konsum-Marathon, bei dem nicht sel­ten Quan­tität vor Qual­ität ste­ht. Es wird also das x-te Spielzeug und die tausend­ste neue Krawat­te gekauft, was let­z­tendlich dazu führt, dass immer mehr pro­duziert wird, was enorm viel Ressourcen und Energie ver­schwen­det. Um seinen Lieben zu zeigen, wie wichtig sie einem sind, muss nicht immer etwas Neues gekauft wer­den. Auf Flohmärk­ten oder in Secondhand-Läden find­et man oft richtige Schätze, sie sind somit die ide­ale Plat­tform für beson­dere und nach­haltige Wei­h­nachts­geschenke.

Nachhaltige Geschenke

Soll es allerd­ings doch etwas Neues zu Wei­h­nacht­en sein, dann sollte beim Kauf auf eine nach­haltige Pro­duk­tion geachtet wer­den. Ver­schiedene Öko-Labels, wie beispiel­sweise das Fairtrade-Siegel, garantieren, dass die Pro­duk­te ökol­o­gisch oder sozial gerecht pro­duziert wor­den sind. Das Schöne: Nach­haltige Mate­ri­alien sind oft­mals auch beson­ders hochw­er­tig, d.h. die Geschenke sind lan­glebig und müssen nicht so schnell durch neue Pro­duk­te erset­zt wer­den. Auch der Weniger-ist-mehr-Gedanke ist in Sachen Wei­h­nachts­geschenke gold­w­ert. Denn je weniger kon­sum­iert wird, desto weniger wird auch pro­duziert und desto weniger Ressourcen wer­den ver­braucht. Eine gute Idee ist es zum Beispiel, wieder einen Wun­schzettel zu schreiben. So wer­den let­z­tendlich auch nur Geschenke ver­schenkt, die man sich wün­scht oder die man braucht. Eine andere Möglichkeit, um die Anzahl der Geschenke etwas zu min­imieren, ist das Wichteln. Ein Los entschei­det dann, wer wen dieses Jahr beschenkt und jed­er braucht nur ein Geschenk zu besor­gen.

5. Geschenke nachhaltig verpacken

Mit Naturmaterialien Verpacken

Die tra­di­tionelle Bescherung unter dem Wei­h­nachts­baum ist das High­light an Heili­ga­bend. Denn Schenken und beschenkt wer­den bere­it­et  unglaublich viel Freude! Doch nach­dem die vie­len liebevoll ver­pack­ten Pakete aus­gepackt wor­den sind, ste­hen wir vor einem Haufen Geschenkpa­pi­er, der dann über die Feiertage in die Papier­ton­nen gestopft wird. Geschenkpa­pi­er ist ger­adezu ein Parade­beispiel für sinnlose Ver­schwen­dung. Dabei gibt es Möglichkeit­en, Geschenke schön und gle­ichzeit­ig nach­haltig zu ver­pack­en – ohne dass dafür extra Geschenkpa­pi­er gekauft wer­den muss. Das spart nicht nur Ressourcen, son­dern auch Geld!

Nachhaltige Geschenke

Geschenke lassen sich stil­voll und hüb­sch mit Mate­ri­alien ver­pack­en, die man garantiert sowieso zu Hause hat. Ob Back-oder Pack­pa­pi­er, übrig gebliebene Tape­ten­reste oder ein alter Schuhkar­ton – aus all diesen Din­gen lassen sich mit etwas Kreativ­ität nach­haltige Ver­pack­un­gen zaubern. Dann noch eine Schleife darum binden und mit Natur­ma­te­ri­alien verzieren – fertig!Selbst gestal­tetes Geschenkpa­pi­er sieht nicht nur vier bess­er aus als das 0815-Papier vom Dis­counter, son­dern ist gle­ichzeit­ig auch eine total liebevolle Geste, über die sich der oder die Beschenk­te garantiert freuen wird. Mit nur wenig Aufwand, wie aus­geschnit­te­nen Ele­menten aus bun­tem Papi­er oder einem hüb­schen DIY-Druck, wer­den deine Geschenke zu echt­en Hin­guck­ern.

Selbstgemachtes Verpackung Geschenke

Auch altes Zeitungspa­pi­er gibt beispiel­sweise ein ganz her­vor­ra­gen­des Geschenkpa­pi­er ab. Aufge­brachte Toilettenpapier- oder Küchen­rollen kön­nen zu kreativ­en Geschenkbox­en umge­wan­delt wer­den. Du hast noch alte Marme­ladengläser über? Cool, statt sie zum Alt­glas­con­tain­er zu brin­gen, kannst du sie als Ver­pack­ung nutzen. Wem die Geschenkpapier-Alternativen nicht so zusagen und wer lieber welch­es kaufen möchte, der sollte auf das Siegel Der blaue Engel acht­en. Diese Geschenkpa­piere sind ökol­o­gis­ch­er, da sie zu 100% aus Alt­pa­pi­er beste­hen.

6. Schonende Beleuchtung

Weihnachtsbeleuchtung

Die Wei­h­nacht­szeit ist gle­ichzeit­ig auch die dun­kle Jahreszeit. Und wenn es draußen schon so richtig früh am Tag düster wird, erhellen Lichter­ket­ten und Co. unseren All­t­ag und ver­bre­it­en dabei eine gemütliche, fes­tliche Stim­mung. Doch was da schnell vergessen wird: Lichter­ket­ten, die viele Stunden am Tag bren­nen, treiben nicht nur die Stromkosten in die Höhe, son­dern ver­brauchen auch jede Menge Ressourcen. Allein mit dem Strom, der in die Wei­h­nachts­beleuch­tung fließt, kön­nte man eine Großs­tadt ein ganzes Jahr lang mit Energie ver­sor­gen. Das soll jet­zt nicht heißen, dass man auf Lichter­ket­ten und Co. verzicht­en sollte. Um die Umwelt dabei aber möglichst zu scho­nen, gilt das weniger-ist-mehr-Prinzip. Sin­nvoll ist es außer­dem, die Qual­ität der Lam­p­en zu über­prüfen. Ältere Mod­elle haben oft Glüh­lam­p­en, die sehr viel Strom brauchen. Mod­erne LED-Lichterketten dage­gen min­imieren nicht nur den Energie­ver­brauch, son­dern auch das Bran­drisiko und – großes Nach­haltigkeit­splus – sie haben auch eine höhere Lebens­dauer.

7. DIY-Adventskalender

Kalender Weihnachten Advent DIY

An den 24 Tagen bis Wei­h­nacht­en öff­nen wir ganz tra­di­tionell jeden Tag ein Türchen vom Adventskalen­der. Das verkürzt nicht nur die Wartezeit auf das große Fest, son­dern steigert mit seinen täglichen, kleinen Über­raschun­gen auch die Vor­freude. Und die ist bei umwelt­be­wussten Wei­h­nachts­fans noch viel größer, wenn auch beim Adventskalen­der auf Nach­haltigkeit geachtet wird. Denn die klas­sis­che Vari­ante aus dem Super­markt hat oft­mals nicht nur ein reich­haltiges Plas­tikin­nen­leben, son­dern die darin enthal­tene Schoko­lade ist auch meis­tens nicht nach­haltig pro­duziert. Wie wäre es also mit einem selb­st gemacht­en Adventskalen­der, der ohne Müll, dafür aber mit ganz viel Glücks­ge­fühlen auskommt?

Adventskalender Selber machen

Man nehme ein­fach eine Por­tion Acht­samkeit, eine Prise Kreativ­ität und ver­mis­cht das Ganze am Ende mit ganz viel Liebe. Ein selb­st gemachter Adventskalen­der ist nicht nur indi­vidu­ell, son­dern schont in der Regel auch die Umwelt und prak­tis­cher­weise auch unseren Geld­beu­tel. Hat man wenig Zeit und möchte es sich so leicht wie möglich machen, kann man auch einen wiederver­wend­baren Adventskalen­der kaufen, den man selb­st lediglich befüllen muss. Wer dage­gen ein paar Bas­tel­stun­den investieren kann, find­et hier drei ein­fache Ideen für nach­haltige DIY-Adventskalender.

8. Nachhaltiges Festessen

Nachhaltiges Weihnachtsessen

Tra­di­tionell essen die meis­ten deutschen Fam­i­lien Gans oder Ente zu Wei­h­nacht­en. Mehr als 90%  aller Gänse wird im let­zten Quar­tal des Jahres gekauft. Doch diese stam­men nur sel­ten aus Deutsch­land selb­st, son­dern wer­den meist aus Osteu­ropa importiert, wo sie in der Regel unter katas­trophalen Bedin­gun­gen gemästet wer­den. Das heißt jet­zt nicht, dass wir alle zu Veg­e­tari­ern bzw. Veg­an­ern wer­den müssen, doch wer seinen tra­di­tionellen Wei­h­nachts­brat­en mit gutem Gewis­sen genießen möchte, über­prüft die Herkun­ft der Gans oder geht gle­ich zum Bauern in der Region. Denn in Deutsch­land leben die meis­ten Gänse in Frei­land­hal­tung. Weit­er­er Plus­punkt: Neben dem Tier­wohl wer­den so auch lange Trans­portwege und somit auch C02-Emissionen einges­part. Ist das Fleisch dann noch mit einem Bio-Siegel gekennze­ich­net, kann man sich sich­er sein, dass die Gans nicht unnötig mit Medika­menten behan­delt wor­den ist und man hochqual­i­ta­tives Fleisch bekommt.

Weihnachtsgans

Genau­so fes­tlich und min­destens genau­so leck­er kann aber auch ein veg­e­tarisches Wei­h­nacht­sessen sein. Wie wäre es beispiel­sweise mit einem Salat mit Kür­bis, Blauschim­melkäse und Wal­nüssen als Vor­speise, einem Seitan-Gulasch mit Papri­ka und Kartof­feln als defti­gen Haupt­gang und als Dessert einen Bratapfel-Crumble? Noch mehr Inspi­ra­tion gefäl­lig? Dann find­est du hier ein weit­eres Beispiel für ein veg­e­tarisches Win­ter­dinner. Wer kom­plett auf tierische Pro­duk­te verzicht­en möchte, kann auch ein veg­anes Wei­h­nachts­menü kochen. Doch egal, ob veg­e­tarisch, veg­an oder mit Fleisch: Beim Wei­h­nachts­menü sollte man darauf acht­en, welche Obst- und Gemüs­esorten ger­ade Sai­son haben. Die klas­sis­chen Beila­gen wie Rosenkohl oder Rotkohl sind beispiel­sweise auch aus der Nach­haltigkeitsper­spek­tive eine gute Wahl, denn bei­des kann im Dezem­ber in Deutsch­land geern­tet wer­den. Sie müssen also nicht erst um die halbe Welt zu uns geflo­gen wer­den!

Spenden

Spenden An Weihnachten

Wei­h­nacht­en ist eine gute Gele­gen­heit, nicht nur die Fam­i­lie und Fre­unde zu beschenken, son­dern auch an die zu denken, denen es vielle­icht nicht so gut geht wie einem selb­st. Das Deutsche Zen­tralin­sti­tut für soziale Fra­gen (DZI) bietet dafür eine Online-Spenderberatung. So lässt sich über­prüfen, ob die Hil­f­sor­gan­i­sa­tion, für die man spenden möchte, auch ser­iös und ver­trauenswürdig ist. Spenden mit einem Geschenk zu kom­binieren, ist auch möglich: Beispiel­sweise mit einem Fotokalen­der von Pho­to­cir­cle. Das Beson­dere: Mit jedem Verkauft eines Kalen­ders wer­den soziale Pro­jek­te auf der ganzen Welt gefördert. Oder wie wäre es mit ein­er Tier­paten­schaft? Wer beispiel­sweise eine Bienen­paten­schaft ver­schenkt, unter­stützt nicht nur die Arbeit von Mel­lif­era e. V. zum Schutz der Bienen, son­dern der Beschenk­te erhält auch ein­mal jährlich Honig in Demeter-Qualität mit einem per­sön­lichen Gruß. Dir liegt der Schutz des Ozeans am Herzen? Dann ist ein Arm­band oder ein Hood­ie des Ham­burg­er Labels Bracenet vielle­icht genau das Richtige.  Die Arm­bän­der wer­den aus alten Fis­ch­er­net­zen gefer­tigt und für jeden verkauften Artikel spendet Bracenet einen Teil an seine Part­neror­gan­i­sa­tion Healthy Seas. Ähn­lich macht es auch Mojak-Gypsy Head­wear: Nicht nur, dass das Hut­la­bel selb­st bewusst auf Plas­tik verzichtet, für jeden verkauften Hut aus dem Mojak-Shop wird ein Euro an die Plas­tic Oceans Foun­da­tion gespendet. Also: Mit ein biss­chen Recherche lassen sich Spenden und nach­haltige Wei­h­nachts­geschenke auch ganz leicht miteinan­der verbinden.

10. Nachhaltig Naschen

Nikolaus Aus Schokolade Von Lindt

Schon Monate vor dem eigentlichen Fest stapeln sich die Wei­h­nacht­sleck­ereien massen­haft in den Super­mark­tre­galen: Von Lebkuchen bis  Speku­latius über Schoko­lade in allen möglichen For­men und Vari­anten – all diese Süßigkeit­en gehören zu Wei­h­nacht­en ein­fach dazu. Doch lei­der wer­den die meis­ten Schoko-Nikoläuse und Co. mit viel Folie und Plas­tik aufwendig ver­packt, weshalb sie allein auf­grund ihres Ver­pack­ungsmülls nicht wirk­lich nach­haltig sind. Dazu kommt, dass die ver­wen­de­ten Rohstoffe wie Zuck­er und Kakao meis­tens nicht aus einem nach­halti­gen Anbau stam­men.

Plaetzchen An Weihnachten

Wer mit gutem Gewis­sen naschen möchte, set­zt deswe­gen auf Fair Trade Schoko­lade. So kann man sich sich­er sein, dass die Schoko­lade fair und ohne Kinder­ar­beit pro­duziert wor­den ist. Wird darü­ber hin­aus auch noch auf Bio-Siegel geachtet, unter­stützt zusät­zlich auch eine nach­haltige Land­wirtschaft und bekommt qual­i­ta­tive Schoko­lade, die garantiert gen­tech­nikfrei und ohne Pes­tizide hergestellt wurde. Wei­h­nacht­szeit ist Plätzchen­zeit! Zu kein­er anderen Zeit des Jahres wer­den wohl so viele Kekse geback­en wie im Dezem­ber. Ein unschlag­bares Argu­ment für eigenes Gebäck ist zum einen natür­lich, dass so das wei­h­nachtliche Naschen qua­si ohne Ver­pack­ungsmüll auskommt und zum anderen, dass man die Kon­trolle darü­ber hat, was man wirk­lich isst. Aus Dinkelmehl, wenig Zuck­er und leck­eren Rosi­nen lassen sich beispiel­sweise auch ganz gesunde Wei­h­nacht­splätzchen back­en. Bei den Klas­sik­ern wie Zimt­ster­nen, Vanillekipferl oder Spritzge­bäck sollte man auf gute, ökol­o­gis­che Zutat­en acht­en. So kann mit gutem Gewis­sen geschlemmt wer­den!

Fazit

Nachhaltigkeit Durch Die Weihnachtszeit

Wei­h­nacht­en umweltfreundlich(er) zu feiern, ist möglich. Sog­ar ohne, dass man die Freude daran ver­liert. Für fast jede wei­h­nachtliche Ökosünde gibt es mit­tler­weile eine nach­haltige Alter­na­tive. Außer­dem: Wei­h­nacht­en ist das Fest der Liebe und nicht des Kon­sums. Wir kom­men mit unseren Lieben und der Fam­i­lie zusam­men und wollen gemein­sam ruhige, besinnliche Tage feiern. Deswe­gen kommt hier der wichtig­ste Tipp zum Schluss: Lass dich nicht stressen, son­dern ver­such die Wei­h­nacht­szeit entspan­nt zu genießen.

Halloween: 5 schrecklich
einfache und nachhaltige Tipps

| von 

Viele in Plastik verpackte Süßigkeiten, Schminke aus fragwürdigen Substanzen, Kunststoffspinnen und nach Chemie stinkende Kostüme aus Polyester – dass Halloween nicht unbedingt zu den nachhaltigsten Feiertagen gehört, liegt eigentlich auf der Hand. Doch bedeutet das zwangsläufig, dass all diejenigen, denen die Umwelt am Herzen liegt, das Halloween aus dem Kalender streichen müssen? Eindeutig nein! Denn es kann auch nachhaltig und mit gutem Gewissen gefeiert werden. Gruselig wird's trotzdem – versprochen! Wir haben hier fünf einfache Tipps, wie du dein Halloween in ein HalloGREEN verwandelst.

Halloween Kuerbis Nachhaltige Tipps

5 einfache Tipps für ein gruseliges Öko-Halloween:

Natürliche, ökologische Halloween Dekoration Nachhaltige Halloween-Kostüme…

Moin, ich bin Jana und ich möchte nicht in einer Welt leben, in der es bald mehr Plastik im Ozean gibt als Fische. Genau diese schreckliche Prognose hat mich dazu...

Zum Autor