Marmelade kochen: Rezepte ohne Gelierzucker und Tipps!

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Marme­laden kochen – ach, das machen doch nur Omas! Von wegen. Jed­er, der schon mal Marme­lade eingekocht hat, weiß, dass sich der Aufwand lohnt.

Marmelade Einkochen

Der süße Auf­strich schmeckt nicht nur viel bess­er, son­dern ist meis­tens auch noch gesün­der. Denn anders als bei der Supermarkt-Variante hat man es hier selb­st in der Hand, wie viel Zuck­er auf wie viel Obst kommt. Zudem kann man beim Sel­ber­ma­chen von Marme­lade auf Kon­servierungsstoffe verzicht­en. Und das Schöne: Du kannst dein­er Kreativ­ität freien Lauf lassen und immer neue Sorten und Kom­bi­na­tio­nen aus­pro­bieren. Also ran an die Kochtöpfe und los!

Grundsätzlich: Das brauchst du zum Marmelade kochen

Obst einkochen

Die Utensilien:

  • einen weit­en, hohen Topf
  • einen Hol­zlöf­fel
  • einen Schaum­löf­fel
  • Ein­machgläs­er

Die Zutaten:

  • reifes Obst (auch gefrorenes Obst kann ver­wen­det werden)
  • Zuck­er
  • ggf. ein wenig Zitro­nen­saft (hil­ft beim Gelieren)

Passende Uten­silien für’s Marme­lade kochen find­est du auch auf otto.de:

Grundformel für Marmelade

Für eine Marme­lade à la Oma ver­wen­det man in der Regel nor­malen Zuck­er. Gängig ist das Ver­hält­nis 1:1, d.h. der Anteil vom Obst und vom Zuck­er ist gle­ich. Wer es nicht ganz so süß mag, der kann auf die Vari­anten 2:1 oder 3:1 auswe­ichen. Etwas Zitro­nen­saft gibt man dazu, wenn die Frucht selb­st nicht viel Säure hat.

Welches Obst eignet sich für Marmelade?

Zum Einkochen eignen sich qua­si alle Obst­sorten je nach Geschmack. Am nach­haltig­sten ist es aber, wenn man Früchte ver­wen­det, die ger­ade Sai­son haben. In den frühen Som­mer­monat­en sind das vor allem Erd­beeren und Rhabar­ber. Dicht gefol­gt von Kirschen, Brombeeren, Hei­del­beeren, Him­beeren oder Johan­nis­beeren. Kein Fan von roten Marme­laden? Dann kannst du auch zu Pfir­sichen, Aprikosen oder Stachel­beeren greifen. Im Spät­som­mer und in den Herb­st­monat­en kann man dann Äpfel oder Hol­un­der einkochen. Beson­ders beliebt im Win­ter: Orangen- oder Pflaumenmarmelade.

Marmelade Aus Kirschen Selbstgemacht

Sauberkeit ist das A & O

Grund­sät­zlich gilt: Damit Marme­lade gelingt und auch lange hält, soll­ten vor allem ein paar Hygien­eregeln beachtet wer­den. Wer keine ein­wand­frei saubere Ein­machgläs­er und Deck­el ver­wen­det, muss sich nicht wun­dern, wenn Schim­mel nicht lange auf sich warten lässt. Am besten kocht man die Gläs­er vorm Füllen ein­mal aus. Dafür ein­fach die Ein­machgläs­er samt Deck­el und ggf. Gumm­ringe in einen großen Topf mit Wass­er geben und ca. 10 Minuten ster­il­isieren. Nach dem Abkochen kannst du das Ganze im heißen Wass­er liegen lassen, bis du die Marme­lade umfüllst.

Marmelade ohne Gelierzucker

Damit eine Marme­lade kon­serviert wird und lange halt­bar ist, ist Zuck­er notwendig. Die Zuck­erkristalle set­zen sich beim Kochen am Frucht­fleisch fest und ver­hin­dern, dass sich Schim­melpilze fest­set­zen. Während unsere Großmüt­ter noch „nor­malen“ Zuck­er ver­wen­de­ten, ist es heute üblich, zu Gelierzuck­er zu greifen. Dieser ist eine Mis­chung aus ein­fachem Ein­machzuck­er und Gelier­mit­teln, wie Pek­tin oder Zitronen- oder Wein­säure. So sorgt Gelierzuck­er nicht nur für die richtige Süße und Halt­barkeit, son­dern unter­stützt auch den Gelier­prozess. Oft­mals wer­den ihm dafür auch noch Palmöl und Kon­servierungsstoffe beigemis­cht. Aber keine Sorge: Wer das nicht möchte, kann auf Gelierzuck­er verzichten.

Lange kochen & Zitronensaft

Wer beim Marme­lade kochen nor­malen Zuck­er statt Gelierzuck­er ver­wen­den möchte, sollte allerd­ings die Kochzeit etwas ver­längern. Die Marme­lade wird dann so lange eingekocht, bis die Masse durch das Pek­tin der Früchte geliert. Das funk­tion­iert vor allem bei säure­halti­gen Obst­sorten sehr gut. Bei Frücht­en mit wenig Säure kann man zusät­zlich ein­fach ein wenig Zitro­nen­saft hinzugeben, um das Gelieren zu unterstützen.

Marmelade Mit Zitronensaft

Marmelade selber machen: kleine Extras und Tipps

Die Gelierprobe

Ist das Gelieren der Marme­lade geglückt? Eine ein­fach Probe kann helfen, es her­auszufind­en. Ein­fach mit einem Löf­fel etwas heiße Marme­lade auf einen kalten Teller geben. Wird die Masse fest – super. Dann ist die DIY-Marmelade fer­tig. Falls nicht, dann noch etwas weit­er kochen lassen und ggf. etwas Zitro­nen­saft hinzugeben.

Marmelade Gelieren Probe

Die süße Vielfalt

Beim Marme­lade kochen musst du nicht grund­sät­zlich zum Zuck­er greifen. Auch Honig, Agaven­dick­saft oder Voll­rohrzuck­er sind geeignete Süßungsmit­tel. Du soll­test nur beacht­en, dass manch­er Zuck­er­ersatz einen ziem­lich starken Eigengeschmack hat, der die Grund­note dein­er Marme­lade verän­dern kann.

Abschäumen

Beim Kochen von Marme­lade entste­ht oft ein natür­lich­er Schaum auf der Ober­fläche. Bevor du die Marme­lade in die Ein­machgläs­er umfüllst, sollte dieser mit ein­er Schaumkelle abgeschöpft wer­den. Denn die Luft­bläschen sind ein opti­maler Nährbo­den für Schim­melpilze. Der Schaum kann also die Halt­barkeit der Marme­lade beeinträchtigen.

Marmelade verfeinern

Marmelade Mit Gewuerzen verfeinern

Darf es etwas raf­finiert­er sein? Mit ver­schiede­nen Gewürzen, Alko­hol oder Kräutern kannst du dein­er Marme­lade den let­zten Schliff geben. Wie wäre es beispiel­sweise mit etwas Vanille, Zimt oder Ros­marin? Dein­er Fan­tasie sind keine Gren­zen geset­zt. Manchen schmeckt auch Amaret­to, Sekt oder Aper­ol in der Marme­lade. Pro­bier doch ein­fach mal ein paar ver­schiedene Sorten aus.

Der Klassiker: Erdbeermarmelade

Marmelade Aus Erdbeeren Rezept

Ein Rezept wie zu Omas Zeit­en: Ohne Gelierzuck­er und Kon­servierungsstoffe. Dafür aber mit ganz viel Geschmack.

Das brauchst du:

  • 1 kg frische, reife, geputzte Erdbeeren
  • 800 g Zucker
  • 4 EL Zitronensaft

Und so geht’s:

  1. Als erstes schnei­dest du die Erd­beeren in Stücke.
  2. Die geschnit­te­nen Beeren gib­st du anschließend mit dem Zuck­er und dem Zitro­nen­saft in einen Topf.
  3. Koche die Frucht­masse auf, bis sie weich wird und die gewün­schte Kon­sis­tenz erre­icht hat.
  4. Wenn du die Marme­lade lieber fein magst, dann kannst du die Frucht­masse jet­zt noch pürieren.
  5. Danach lohnt es sich, eine Gelier­probe zu machen, um zu über­prüfen, wie fest die Marme­lade ist.
  6. Anschließend die heiße Marme­lade in saubere (!) Ein­machgläs­er füllen und zuschrauben.
  7. Zum Abkühlen kannst du die Gläs­er auf den Kopf stellen. So kann die Luft entwe­ichen und die Gläs­er sind ein biss­chen bess­er verschlossen.

Sommerlich: Johannisbeermarmelade kochen

Johannisbeermarmelade Kochen

Der Som­mer ist die per­fek­te Zeit, um Johan­nis­beer­marme­lade zu kochen. Denn die roten Beeren haben dann Sai­son und kön­nen auf dem Markt ern­te­frisch gekauft werden.

Das brauchst du:

  • 1 kg Johannisbeeren
  • 500 g Gelierzucker
  • 3 EL Zitronensaft
  • 1 Vanilleschote

Und so geht’s:

  1. Zunächst zupfe die Johan­nis­beeren vom Stiel und wasche sie gründlich.
  2. Gib die Beeren in einen großen Topf und zer­stoße sie mit einem Kartoffelstampfer.
  3. Schnei­de die Vanilleschote an der Seite auf und kratze vor­sichtig das Mark aus der Schote. Das Vanille­mark kann nun zu den Beeren gegeben werden.
  4. Als let­ztes gib­st du noch den Zuck­er zu den Johan­nis­beeren und dann kann es schon ans Kochen gehen.
  5. Bringe die Masse unter Rühren zum Kochen.
  6. Füge den Zitro­nen­saft hinzu und lasse das Ganze ca. 8 Minuten kochen.
  7. Nun führe eine Gelier­probe durch.
  8. Anschließend die heiße Marme­lade in aus­gekochte, saubere Schraubgläs­er füllen, gut ver­schließen und auskühlen lassen.

Apfelmarmelade kochen

Marmelade Aus Aepfeln

Apfel­marme­lade schmeckt nicht nur im Win­ter gut.

Das brauchst du:

  • 1 kg Äpfel
  • 800 g Zucker
  • 1 Messer­spitze Zimt
  • 1 Zitrone
  • 1 Vanilleschote

Und so geht’s:

  1. Die Äpfel schälen, schnei­den und Kerne ent­fer­nen. Danach in kleine Stücke schneiden.
  2. Die Apfel­stücke in einen großen Topf geben.
  3. Die Zitrone aus­pressen und den Saft zum Apfel geben.
  4. Die Vanilleschote längs auf­schnei­den, vor­sichtig das Mark her­auskratzen und es anschließend in den Topf geben.
  5. Schlussendlich den Zuck­er hinzugeben und das Ganze unter Rühren zum Kochen bringen.
  6. Die Masse solange kochen lassen (ca. 10 Minuten), bis die gewün­schte Kon­sis­tenz erre­icht ist.
  7. Anschließend die heiße Marme­lade in gut aus­ge­spülte Ein­machgläs­er füllen.

Bei unseren Kol­le­gen von Two4Fashion find­et ihre weit­ere Marmeladen-Inspirationen. 

Fazit zum Marmelade kochen

Marme­lade sel­ber kochen hat also viele tolle Vorteile: Es ist nicht nur leck­er, son­dern man kann auch nor­malen Zuck­er anstatt Gelierzuck­er ver­wen­den. So bekommt jedes Früh­stück eine per­sön­liche Note und auch als Geschenk macht die selb­st­gemacht Marme­lade einiges her. Viel Spaß beim ausprobieren!

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