Lokale Produkte aus Krisenregionen: Conflictfood

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Es gibt viele Genussprodukte und Spezialitäten, die aus solchen Regionen der Welt kommen, die von Krisen gebeutelt sind, in denen die Menschen unter Armut, Krieg und Hunger leiden. In genau diese Krisenregionen reisen die Gründer von Conflictfood – um in der Heimat beliebter Agrarprodukte etwas vor Ort zu bewegen. Ihnen geht es nicht um Massenproduktion und das große Geld, die Coflictfood-Initiatoren Salem El-Mogaddedi und Gernot Würtenberger möchten den Menschen vor Ort helfen und ihnen langfristig eine Perspektive schaffen. Und das in ihrem eigenen Land, mit den Mitteln, die ihnen hier zur Verfügung stehen.

Coflictfood Gründer Salem El-Mogaddedi Gernot Würtenberger Berlin

Das erste Projekt von Conflictfood führte die beiden nach Afghanistan, genauer gesagt in die Provinz Heran in den Westen des Landes – sie erlebten vor Ort, was es bedeutet, in einer Konfliktregion zu leben und Gefahren, die für uns in Deutschland unvorstellbar sind, in den Alltag zu integrieren. Hier in Herat baut heute ein selbstverwaltetes und unabhängiges Frauenkollektiv den Coflictfood-Safran nach alten Traditionen an – natürlich in reiner Handarbeit.

Safran Conflictfood Afghanistan Handarbeit

Die Erlöse gehen zu großen Teilen an das Kinderheim „Paiwand-e-Noor“ in Kabul, das vor allem die Bildung des Nachwuchses fördert. Besonders schön: Conflictfood unterstützt auch hier vor Ort – die Produkte, die die Jungs von ihren Reisen mit nach Berlin bringen, werden dort in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung abgefüllt, verpackt und für den Verkauf fertig gemacht.

Safran Conflictfood Verpackung

Und was wird es in zukunft bei Conflictfood geben? Als nächstes sollen Kaffeebauern im Jemen, Dattelbauern in Palästina und Salzkooperativen in Äthiopien unterstützt werden. Wir sind gespannt!

 

 

Ich bin Henrietta und ich bin Nachhaltigkeits-Anfängerin. Nicht, dass ich früher Müll in die Natur geschmissen hätte, stundenlang mit dem Auto um den Block gefahren wäre oder kiloweise Billigfleisch gegessen hätte. Doch erst seit wenigen Jahren denke ich WIRKLICH darüber nach, welchen Einfluss mein Handeln auf meine Umwelt, aber auch auf mich selber hat. Das ist mal erschreckend, mal überraschend, mal sehr erfreulich, aber vor allem immer super spannend - weil man immer wieder etwas über sich und seine jahrelang angeeigneten Stärken und Schwächen lernt.Ich bin mit Sicherheit noch weit davon entfernt, ein Pionier der Nachhaltigkeit zu werden, aber ich habe für mich beschlossen, im Kleinen anzufangen. Keine Verbote, keine Prämissen - sondern einfach step by step ein bisschen nachhaltiger werden. Ohne Druck, dafür mit Spaß.

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