Kurz erklärt: Saisonkalender

| von 

Wer sich gesund ernähren möchte, greift im Super­markt liebend gerne zu frischem Obst und Gemüse. Und das ist gar kein Prob­lem, denn egal ob Früh­ling, Som­mer, Herb­st oder Win­ter – bei frischen Lebens­mit­teln haben wir die Qual der Wahl. Doch der Preis für diese Frei­heit ist hoch. Denn, damit auch alle Gemüse-bzw. Obst­sorten das ganze Jahr über bei uns erhältlich sind, wer­den viele von ihnen auf der Süd­hal­bkugel ange­baut und anschließend zu uns geflo­gen. Mal abge­se­hen davon, dass die lan­gen Trans­portwege dem Geschmack und dem Vit­a­minge­halt des Obsts bzw. Gemüs­es bes­timmt nicht zugute kom­men, zer­stören wir durch die Emis­sio­nen des Imports auch das Kli­ma. Doch das muss nicht sein: Ein­fach einen Blick auf den Saisonkalen­der wer­fen und nur das Obst und Gemüse einkaufen, das auch ger­ade bei uns geern­tet wer­den kann.

Saisonal Einkaufen

Saisonal und regional einkaufen – warum?

Es gibt mehrere Gründe, warum man Gemüse, Obst und Salate aus der Sai­son und Region bevorzu­gen sollte. Vor allem ist es umweltscho­nen­der im Hin­blick auf die Energie- und CO2-Bilanz, da die Trans­portwege kurz sind und die Lebens­mit­tel nicht mit dem Schiff oder dem Flugzeug über den Ozean geschickt wer­den. Dadurch muss das Obst und das Gemüse auch nicht groß ver­packt wer­den, sprich es wird weniger Müll pro­duziert. Ges­part wird außer­dem beim Wass­er. Durch regionalen Anbau wird außer­dem über­mäßiger Wasserver­brauch ver­hin­dert, der anfällt, wenn Früchte in den trock­en­sten Gebi­eten der Erde ange­baut wer­den. Dort wer­den die Lebens­mit­tel unter Niedriglöh­nen und ohne soziale Absicherung pro­duziert, um sie bei uns zu Bil­lig­preisen zu verkaufen.

Import Lebensmittel Afrika

Durch den Einkauf von Pro­duk­ten aus der Region  bekom­men wir in der Regel auch mehr Geschmack und Vit­a­mine: Denn hier haben die Pflanzen die Chance, kom­plett auszureifen, was dazu führt, dass diese nicht nur bess­er schmeck­en, son­dern auch gesün­der sind. Obst, dass unreif gepflückt wird, um anschließend ein­mal um die halbe Welt geflo­gen zu wer­den, hat garantiert nicht so ein inten­sives Aro­ma, wie die Erd­beeren vom Bauern nebe­nan. Zudem enthält das meiste heimis­che Obst und Gemüse weniger Rück­stände von Pflanzen­schutzmit­tel als importierte Ware. Ein ander­er wichtiger Punkt ist die Stärkung der regionalen Wirtschaft. Ger­ade kleinere Betriebe, die auf Region­al­ität und Nach­haltigkeit set­zen, wer­den dadurch gefördert und helfen somit, wieder mehr Gle­ichgewicht in unser Wirtschaftssys­tem zu brin­gen.

Markt Saional Regional Einkaufen

Durch saisonale Lebens­mit­tel kommt Abwech­slung auf unseren Speise­plan und man kann sich richtig auf bes­timmte Obst-bzw. Gemüs­esorten freuen. Und Vor­freude ist ja bekan­ntlich die schön­ste Freude. Und last but not least: Saison­al einkaufen, macht sich auch in unserem Geld­beu­tel bemerk­bar. Denn Obst und Gemüse ist in der Hauptern­tezeit gün­stiger.

Freilandanbau, Gewächshaus und Lagerware

Doch auch regionale Pro­duk­te kön­nen wahre Kli­makiller sein! Um wirk­lich im Sinne der Umwelt einzukaufen, muss auch die Anbau­form berück­sichtigt wer­den. Frei­lan­dan­bau ist dabei die kli­mascho­nend­ste Vari­ante, denn es wird dabei am wenig­sten Energie ver­braucht. Heimis­che und Obst-und Gemüs­esorten, die in der Hauptern­tezeit eingekauft wer­den, stam­men über­wiegend aus dem Frei­lan­dan­bau. Somit ist man immer auf der richti­gen Seite, wenn man die klas­sis­che Haupt­sai­son abwartet.

Erbeeren
Erd­beeren pflück­en, macht nicht nur Spaß, son­dern ist auch umwelt­fre­undlich!

Ist die Sai­son manch­er Obst-und Gemüs­esorten vor­bei, wird der Anbau in Gewächshäuser ver­lagert. Doch, damit diese auch das richtige Kli­ma für den Anbau haben, wer­den sie in der Regel beheizt und haben so einen hohen Energie­ver­brauch. Aber auch gelagerte Lebens­mit­tel sind nicht die beste Wahl, denn Lager­ware muss in der Regel gekühlt wer­den und sorgt somit auch für eine geringe bis mit­tlere Klima­belas­tung. Die umweltscho­nend­ste Art Gemüse zu kon­sum­ieren, ist aber natür­lich der Anbau im eige­nen Natur­garten oder zu Hause auf dem Balkon oder der Fen­ster­bank.

Import-Obst: Hat das auch Saison?

Auch exo­tis­che Früchte aus dem Aus­land haben in gewis­sen Monat­en Sai­son. Zitrusfrüchte, wie Orangen und Man­dari­nen aus Spanien, wer­den beispiel­sweise zwis­chen Novem­ber und April geern­tet. Das heißt, wer auf frischge­pressten Orangen­saft nicht verzicht­en möchte, bere­it­et den sich am besten auss­chließlich in den Win­ter­monat­en zu. Damit unter­stützt man zwar trotz­dem den Import, aber die Früchte kön­nen in ihrem Anbauge­bi­et im Frei­land ange­baut wer­den. Manche Sorten, wie Bana­nen, Avo­ca­dos, Ananas, Kiwis oder Zitro­nen wach­sen auf­grund der kli­ma­tis­chen Bedin­gun­gen in ihrer tro­pis­chen Heimat das ganze Jahr über. Hier emp­fiehlt es sich aber unbe­d­ingt zur Fair­trade und Bio-Variante zu greifen. Kon­ven­tionell erzeugte Bana­nen wer­den beispiel­sweise mit unzäh­li­gen Pflanzen­schutzmit­teln und Chemikalien behan­delt, um Schädlinge abzuhal­ten. Das schadet aber nicht nur den Arbeit­ern der Bana­nen­plan­tage, son­dern auch uns: denn beim Verzehr der Bana­nen nehmen wir diese Gifte auf.

Banane Konventionell Vs Bio

Saisonkalender für Obst und Gemüse

Ein Saisonkalen­der ist eine Über­sicht, die zeigt, wann bei uns die gängig­sten Gemüs­esorten, Obst­sorten und Salate ern­te­frisch und aus regionalem Anbau auf dem Markt sind. Ide­al­er­weise wird dabei unter­schieden, ob die Ware aus Frei­lan­dan­bau, aus dem Gewächshaus oder aus der Lagerung kommt. Mit ihm find­et man im Han­dum­drehen her­aus, dass man Spargel am besten von April bis Juni, Erd­beeren im Juni und Juli, Tomat­en von August bis Okto­ber und Grünkohl von Novem­ber bis Feb­ru­ar einkauft. Hält man sich an den Saisonkalen­der, bedeutet das nicht Verzicht, son­dern vielmehr eine Wieder­ent­deck­ung regionaler und saisonaler Lebens­mit­tel. Hier kannst du dir deinen eige­nen Saisonkalen­der kosten­los herun­ter­laden. Aus­ge­druckt kannst du ihn dir in die Küche oder in den Einkauf­swa­gen leg­en und so nach­haltig Obst und Gemüse kaufen.

Saisonal Einkaufen

9 Tipps, wie du auf der Arbeit gesünder essen kannst

| von 
„Einfachheit in der Wahl der Nahrung fördert die körperliche Gesundheit. Einfachheit im Umgang mit anderen Menschen den Seelenfrieden.”
Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre
Zu viel, zu schnell, zu fett, zu tierlich, zu denaturiert, zu zuckerhaltig. Sich ungesund zu ernähren, ist kinderleicht und gesellschaftlich akzeptiert. Politik und Wirtschaft zeigen wenig Interesse, daran etwas zu ändern. Gerade auf der Arbeit, wo der Stress oft groß und die Zeit knapp ist, greifen wir gerne zu Pommes rot-weiß, Salamipizza, Döner & Co. Was das auf Dauer für den Körper bedeutet, dürfte mittlerweile bekannt sein. Diabetes Typ 2, koronare Herzkrankheiten, Hirngefäß- erkrankungen, Osteoporose, Rheuma, Bluthochdruck, diverse…

Hallo, ich bin Dörte und darf als Teamleitung Influencermarketing bei OTTO den re:BLOG betreuen, das stylishste Nachhaltigkeitsformat, das ich überhaupt kenne. Ich versuche tagtäglich, das nachhaltige Abenteuer zu leben, als...

Zum Autor