Klimawandel – warum wir JETZT handeln müssen

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Jed­er redet von Kli­mawan­del und glob­aler Erwär­mung – aber was ist das über­haupt? Wie wird er verur­sacht? Was haben wir Men­schen damit zu tun und welche Fol­gen entste­hen für uns und unseren gesamten Plan­eten? Hier find­est du einen Überblick über das The­ma und Tipps, was du aktiv gegen den Kli­mawan­del machen kannst.

Klimawandel

Es ist die größte Bedro­hung der Men­schheit: der Kli­mawan­del. Ständig wird darü­ber gesprochen, man (über)hört War­nun­gen, wird mit den erschreck­enden Auswirkun­gen unseres CO2-Ausstoßes kon­fron­tiert und sagt sich selb­st immer wieder: „So kann es nicht weit­erge­hen. Eigentlich müssen wir etwas ändern.“ Ja, eigentlich schon. Doch Hand aufs Herz: Wer verzichtet von uns auf Strom? Fährt niemals Auto, fliegt nie in den Urlaub und lebt auss­chließlich veg­an oder zumin­d­est veg­e­tarisch? Wohl kaum jemand. Dabei läuft uns – oder bess­er gesagt, schmilzt uns die Zeit weg. Schon jet­zt ist es auf der Erde ein Grad wärmer als noch vor der Indus­tri­al­isierung. Längst sind „Hitze­som­mer“ oder „Jahrhundert-Überflutungen“ und andere Wet­terkapri­olen nichts außergewöhn­lich­es mehr. Doch wer han­deln möchte, der muss ver­ste­hen. Wir ver­suchen den Kli­mawan­del und seine Fol­gen zu erklären.

Klimawandel im Überblick:

Was ist der Klimawandel?

Ganz nüchtern betra­chtet, beze­ich­net der Kli­mawan­del erst ein­mal nichts anderes als die Erwär­mung der Erdat­mo­sphäre. Das hat es schon immer gegeben. Das Kom­men und Gehen von Eiszeit­en oder die Entste­hung von Wüsten sind jet­zt nur zwei ganz plumpe Beispiele dafür, dass sich das Kli­ma auf unserem Plan­eten schon öfters verän­dert hat. Also gibt es ganz klar natür­liche Ursachen dafür. Aber – und das ist ein unum­stößlich­er Fakt – unsere Erde hat sich in den let­zten Jahrzehn­ten so ras­ant erwärmt wie noch nie zuvor.

Globale Erwaermung

Warum? Ganz ein­fach, weil die Men­schheit mit dem massen­haften Ver­bren­nen fos­siler Energiestoffe wie Kohle und Öl, der Abholzung der Regen­wälder oder der Viehzucht den eigentlich natür­lichen Treib­haus­ef­fekt enorm ver­stärkt und den Kli­mawan­del dadurch extrem voran treibt. Wir haben unserem Plan­eten ein­fach viel zu viel zuge­mutet – und tun es immer noch. Machen wir so weit­er, dann erre­ichen wir bere­its in ein paar Jahren einen Punkt, an dem das gesamte Kli­masys­tem kippt. Die Fol­gen? Die Land­schaft verän­dert sich, Pflanzen- und Tier­arten wer­den ver­stärkt vom Ausster­ben bedro­ht sein, das Wet­ter wird extremer und auch die Men­schheit wird sich mit dem Ver­schwinden von Leben­sraum, Wasser­res­sourcen und den Auswirkun­gen auf die Gesund­heit auseinan­der set­zen müssen. Es klingt reißerisch, aber: Die Erde wird sich mas­siv verändern.

Was ist der Treibhauseffekt?

Der Treib­haus­ef­fekt ist qua­si für den Kli­mawan­del ver­ant­wortlich, er sorgt gle­ichzeit­ig aber auch dafür, dass Leben auf unserem blauen Plan­et über­haupt möglich ist. Um ihn zu ver­ste­hen, ist es sin­nvoll, sich zu ver­an­schaulichen, warum der Treib­haus­ef­fekt über­haupt zu seinem Namen gekom­men ist. Ein Treib­haus, oder auch Gewächshaus genan­nt, ist ein Raum, bei dem alle Deck­en und Wände aus Glas gebaut sind. Dadurch kön­nen Son­nen­strahlen zwar ein­drin­gen, jedoch nicht aus­treten. Das Glas­dach ver­hin­dert das Auswe­ichen der Wärme, sodass es im Gewächshaus immerzu muck­e­lig warm ist.

Treibhaus

So ähn­lich funk­tion­iert das auch auf unser­er Erde. In der Erdat­mo­sphäre befind­en sich Gase, die die Son­nen­strahlen zu uns durch­lassen, die unsere Umge­bung erwär­men. Dabei sor­gen die soge­nan­nten Treib­haus­gase (zum Beispiel Kohlen­diox­id (CO2), Methan (CH4) und Lach­gas (N2O)) dafür, dass die Wärme zum Teil gespe­ichert und nicht wieder ins All abgegeben wird. Qua­si wie das Glas­dach von einem Gewächshaus. Sobald sich die Konzen­tra­tion der Treib­haus­gase also erhöht, wird es auch wärmer auf unserem Plan­eten. Hal­lo Klimawandel!

Treibhaus Gase

Qua­si jede Stunde, oder bess­er gesagt jede Minute, ver­stärken wir durch unseren CO2-Ausstoß den Treib­haus­ef­fekt. Sei es durch die Mil­lio­nen fahren­den Autos, Flugzeuge, durch die Schlote der Kraftwerke, das Bren­nen unser­er Lam­p­en oder oder oder. Fast noch schlim­mer als CO2 ist übri­gens Methangas, das von Rindern aus­gestoßen wird und durch unsere extreme Land­wirtschaft in die Atmo­sphäre gelangt. Somit ist auch regelmäßiger Fleis­chkon­sum ein wahrer Klimakiller.

Welche Folgen entstehen durch den Klimawandel?

Die Erde wird also wärmer. Bis­lang um ca. ein Grad. Klingt irgend­wie nicht so drama­tisch, oder? Ist es aber. Und wer das nicht glauben möchte, sollte sich die bere­its jet­zt schon sicht­baren Auswirkun­gen des Kli­mawan­dels vor Augen führen. Unüberse­hbar sind sie an den Polar­re­gio­nen, beispiel­sweise in der Ark­tis. War noch vor eini­gen Jahrzehn­ten das Nord­po­larmeer von ein­er dick­en Eiss­chicht bedeckt, hat sich die Fläche mit­tler­weile hal­biert. Und nicht nur das. Das Eis wird zudem auch immer dün­ner. Kein Wun­der also, dass der Eis­bär immer wieder zum Sym­bol für das Schmelzen der Polkap­pen wird. 25.000 Eis­bären weltweit kön­nten durch die glob­ale Erwär­mung ihren Leben­sraum verlieren.

Klimawandel Folgen Fuer Eisbaeren

Aber nicht nur Eiss­chollen schmelzen, auch die mas­siv­en Gletsch­er ver­lieren an Masse. Was passiert mit Eis, das schmilzt? Es wird zu Wass­er. Die Folge: Der Meer­esspiegel steigt an und sorgt dafür, dass immer größere Küstenge­bi­ete über­schwemmt wer­den. Über­schwem­mungen bedro­hen aber nicht nur das Leben in Meernähe, auch zunehmende Flusshochwass­er gehören zu den Fol­gen des Kli­mawan­dels. Denn die Erder­wär­mung ver­stärkt gle­ichzeit­ig auch Wet­terex­treme wie Trock­en­heit­en, Stürme und Starkre­gen.

Hochwasser Durch Klimawandel

Eine steigende Wald­brandge­fahr und über­flutete Straßen gehören zu den Fol­gen, die auch wir schon heute deut­lich zu spüren bekom­men. Noch schlim­mer tre­f­fen die Auswirkun­gen aber – wie lei­der immer – die Ärm­sten der Armen. In Entwick­lungslän­dern gehen durch die Wet­terkapri­olen ganze Ern­ten ver­loren und Gebi­ete wer­den unbe­wohn­bar. Bis zu 100 Mil­lio­nen mehr Men­schen sind im Jahr 2030 von Hunger bedro­ht, wenn man ein­er Studie der Welt­bank Glauben schenken mag.

Arm Hungrig

Neben Über­schwem­mungen wirkt sich der Kli­mawan­del aber auch auf andere Aspek­te des Meer­wassers aus, beispiel­sweise auf seine Zusam­menset­zung. Steigende Wassertem­per­a­turen sor­gen unter anderem dafür, dass sich Salz- und Sauer­stof­fge­halt verän­dern, was drama­tis­che Auswirkun­gen auf die empfind­lichen Ökosys­teme im Meer hat. Zudem sind unsere Ozeane gigan­tis­che Kohlen­stoff­spe­ich­er, sprich, je mehr CO2 wir freiset­zen, desto mehr Kohlen­stoff enthal­ten auch unsere Meere. Die Folge: Der pH-Wert des Wass­er sinkt, die Meere ver­sauern und bedro­hen Organ­is­men wie Sch­neck­en, Muscheln und Korallen. Schon ein­mal etwas von der soge­nan­nten Koral­len­ble­iche gehört? Ein Phänomen, bei dem Korallen ihre leuch­t­en­den Far­ben ver­lieren und abster­ben. Schon heute wur­den so bis zu 20 Prozent aller Koral­len­riffe zer­stört. Geht es so weit­er, wer­den sich die Riffe kün­ftig wohl nicht mehr erholen kön­nen. Das Meer, das Sym­bol des Lebens, wird zu einem toten Raum: Es gibt in den Ozea­nen mit­tler­weile eine Vielzahl von sauer­stof­far­men Abschnit­ten, die soge­nan­nten unbe­wohn­baren Todeszo­nen, in denen nach und nach jedes Leben erlischt.

Sterben Der Korallen Riffe

Doch auch an Land bedro­ht der Kli­mawan­del Flo­ra und Fau­na. Die Gold­kröte ist beispiel­sweise die erste Amphi­bi­en­art, die durch die glob­ale Erwär­mung aus­gestor­ben ist. Übri­gens, auch der men­schliche Organ­is­mus hat mit den Fol­gen zu kämpfen: Forsch­er gehen davon aus, dass sich bis zum Jahr 2050 die Zahl der „Hitze­toten“ ver­dreifachen wird. Zunehmende Tem­per­a­turen sor­gen außer­dem dafür, dass sich Krankheit­ser­reger leichter aus­bre­it­en kön­nen. Das hat beispiel­sweise auch etwas damit zu tun, dass durch die Erwär­mung eine Aus­bre­itung von Zeck­en und Stech­mück­en ermöglicht wird, die als Überträger von Krankheit­en eine Rolle spie­len kön­nen. Die Fol­gen des Kli­mawan­dels sind tief­greifend und wer­den das gesamte Leben auf der Erde verändern.

Tipps zum CO2-Sparen

Statt den Kopf in den Sand zu steck­en, sollte uns der Kli­mawan­del dazu bewe­gen, unser Ver­hal­ten zu hin­ter­fra­gen, zu verän­dern, zu verbessern. Es gibt Dinge, die jed­er von uns beacht­en kann, um etwas zum Kli­maschutz beizutragen.

Klimaschutz Fridays For Future
  • Kaufe Pro­duk­te, die unter sozial- und umweltverträglichen Bedin­gun­gen hergestellt wur­den, bei deren Pro­duk­tion möglichst wenig Ressourcen ver­braucht wur­den und die im All­t­ag einen gerin­gen Energiebe­darf haben.
  • Wirf Dinge nicht ein­fach weg, vielle­icht lässt sich ihnen durch Upcy­cling ein neues Leben einhauchen.
  • Achte bei Lebens­mit­teln darauf, dass du möglichst wenig ver­schwen­d­est. Dabei hil­ft zum Beispiel eine wöchentliche Einkauf­s­liste. Hier gibt es noch mehr Tipps, wie du Lebens­mit­telver­schwen­dung ver­mei­den kannst.
  • Reduziere deinen Fleis­chkon­sum und kaufe keine bil­lige Massen­ware. Dabei geht es natür­lich ein­er­seits um die respekt- und ver­ant­wor­tungsvolle Tier­hal­tung, aber auch um andere höchst rel­e­vante Prob­leme: Für den Anbau von Fut­terpflanzen wer­den täglich hek­tar­weise Regen­wald abge­holzt. Damit gehen nicht nur wichtige CO2-Speicher ver­loren, es wer­den ganze Ökosys­teme zer­stört. Rinder stoßen zudem sehr hohe Men­gen an Methan aus, ein echter Killer im Kampf gegen den Treibhauseffekt.
Viehhaltung
  • Kauf saison­al und region­al, um CO2-Ausstoß durch lange Trans­portwege zu ver­mei­den – sup­port your local dealers!
  • Ver­such, Ver­pack­un­gen zu reduzieren: Schon mal bei einem Unver­packt Laden vorbeigeschaut?
  • Frag dich: Brauche ich das wirk­lich? Kon­sum ist ein alltäglich­er Begleit­er in unser­er Gesellschaft gewor­den, sollte aber im All­t­ag immer mal wieder hin­ter­fragt werden.
  • Checke deinen Stro­man­bi­eter – inzwis­chen gibt es viele „grüne“ Alternativen.
  • Achte beim Kauf von Elek­trogeräten wie dem Kühlschrank auf die Energieklasse – A +++ ist top!
  • Spare Wass­er! Auch wenn man es in Deutsch­land nicht merkt, die Ressourcen sind begren­zt. Lass nicht das Wass­er beim Zäh­neputzen laufen, dusche nicht stun­den­lang und ver­suche, Spül- und Waschmas­chine nur anzu­machen, wenn sie auch voll sind.
  • Reg­uliere die Tem­per­atur bei euch zu Hause um ein Grad – das allein spart bis zu 300 Kilo­gramm CO2 im Jahr.
  • Benutze Energies­par­lam­p­en – die heißen schließlich nicht umson­st so.
  • Entschei­de dich bewusst für Besitz, denn manch­mal ist weniger ein­fach mehr.
Tipps Zum Klima Schutz

Was ist Naturkosmetik und wie erkenne ich sie?

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Was macht Naturkosmetik zur besseren Alternative und wie erkennst du sie? Hier findest du Infos zur nachhaltigen Körperpflege und einen Überblick über die wichtigsten Siegel.

Von Lebensmitteln über Kleidung bis zu Kosmetika, egal in welchem Bereich – nachhaltige und ökologische Produkte sind im Aufschwung. So auch Naturkosmetik. Mit einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro nimmt Naturkosmetik im Jahr 2018 einen Marktanteil von 10 Prozent ein. Die Tendenz ist steigend. Grund dafür sind unter anderem die Präferenzen der Verbraucher*innen, die sich durch den Aufschwung der Nachhaltigkeitsbewegung geändert haben. Ökologische Alternativen sind beliebt und Produkteigenschaften wie die Inhaltsstoffe werden genauer unter die Lupe…

Moin, ich bin Jana und ich möchte nicht in einer Welt leben, in der es bald mehr Plastik im Ozean gibt als Fische. Genau diese schreckliche Prognose hat mich dazu...

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