In your Face: Was uns die Industrie alles in Gesicht und Nahrung mixt

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Unser Lifestyle hat sich schw­er verän­dert in den let­zten Jahrhun­derten. Genauer gesagt, seit­dem die Indus­trie mit­mis­cht. Unsere Nahrung und unsere Kos­metik wird ver­ar­beit­et bis zum Exzess. Aber nicht mit dem Ziel, uns das Leben bess­er, gesün­der und angenehmer zu machen – auch, wenn die Indus­trie das gerne wer­be­wirk­sam behauptet. Son­dern das Ziel lautet: möglichst viel Gewinn mit möglichst viel Masse zu machen. Auf Kosten unser­er Gesundheit.

„Statt Obst und Gemüse kom­men Vitamin-C-reiche Müs­lis auf den Früh­stück­stisch und Wellness-Gummibärchen mit Extra Vit­a­mi­nen auf den Couchtisch.” 
Muesli

Um welche Stoffe handelt es sich?

Statt selb­st gekochtem Essen gibt es Indus­triefut­ter aus der Kühltheke und statt nor­maler Seife gibt es bunte duf­tende Super­duschgels mit unzäh­li­gen Inhaltsstof­fen für die Haut. Wie zum Beispiel hor­monell wirk­ende Stoffe, allergieaus­lösende Ben­zoate oder Sub­stanzen aus der Erdölin­dus­trie, die im Über­maß ver­wen­det als kreb­ser­re­gend gel­ten. Es kann ja sein, dass in den Cremes so wenig davon enthal­ten ist, dass man in der Regel keinen Krebs davon bekommt – aber wer kann schon sagen, wie viel er sich ins­ge­samt jeden Tag ins Gesicht und auf die Haut schmiert?

Inhaltsstoffe Duschgel

Der BUND hat beispiel­sweise 2013 eine Studie veröf­fentlicht, die davon aus­ge­ht, dass etwa in einem Drit­tel der Supermarkt-Kosmetik Parabene steck­en. Die sollen hor­monell im Kör­p­er wirken und kön­nen dadurch ver­schiedene Kreb­sarten und Unfrucht­barkeit aus­lösen. Damit wir als Kun­den bess­er erken­nen kön­nen, was da in den Cremes und Tuben drin­steckt, hat der BUND extra eine APP entwick­elt, mit der man beim Einkaufen die Inhaltsstoffe über­prüfen kann. Darüber­hin­aus gibt es diverse Duft­stoffe aus der Fam­i­lie der Moschusverbindun­gen, die sich in han­del­süblichen Duschgels und Deos befind­en und als kreb­ser­re­gend und erbgutverän­dernd gel­ten. Außer­dem ver­wen­det die Indus­trie gerne Ten­side, die die Haut durch­läs­siger für Schad­stoffe machen sollen und deswe­gen als Allergieaus­lös­er gelten.

Heuschnupfen

Die Liste kön­nte ich noch ewig weit­er­führen. Es gibt diverse Ble­ich­mit­tel, Alko­hole, Formalde­hyd, Ace­ton, Silikone, Weich­mach­er, Zusatzstoffe und Emul­ga­toren aus Erdölderivat­en, Alu­mini­um­salze, Pro­duk­te aus Palmöl und viele mehr. Es sind unzäh­lige Inhaltsstoffe, die die Indus­trie ver­wen­det – die Rede ist von über 10.000 ver­schiede­nen Stof­fen. Eine genaue Zahl gibt es nicht. Auch deswe­gen, weil kein­er so genau weiß, was die Indus­trie eigentlich alles ver­wen­det. In Ameri­ka zum Beispiel müssen an Kos­meti­ka keine großar­ti­gen Sicher­heit­stest gemacht wer­den und auch diese Pro­duk­te wer­den auf dem deutschen Markt verkauft.

„Alle diese Stoffe haben aber drei Sachen gemein­sam: Sie sind bil­lig in der Pro­duk­tion, nicht ger­ade umweltscho­nend und sehr wahrschein­lich ziem­lich ungesund.” 

Wie gehen wir damit um?

Die Kos­metikin­dus­trie mutet uns da nicht nur so einiges zu, son­dern wir schmieren uns den ganzen Kram auch noch ziem­lich kri­tik­los ins Gesicht und auf den Kör­p­er. Das wars aber noch nicht. Wir stopfen auch noch qua­si täglich indus­triell ver­ar­beit­etes Essen in uns rein. 

Nudeln Aus Der Tuete

Ein Lebens­mit­tel­skan­dal jagt den anderen. Mal sind es die Rinder, die etwas haben, dann sind es die Hüh­n­er, die mit Antibi­oti­ka gefüt­tert wer­den. Dann sind es die Inhaltsstoffe aus den Lebens­mit­telver­pack­un­gen, die ins Müs­li, in die Kekse oder das Toast­brot ein­sick­ern. Mal sind es die Pes­tizide auf Obst und Gemüse, die heiß disku­tiert wer­den, oder das Nitrat im Grund­wass­er oder die Aromen und Geschmacksverstärker.

Seit wann gibt es diese Stoffe?

Seit rund 200 Jahren greift die Indus­trie in unser Leben ein, pas­teurisiert, par­fümiert, reichert mit Palmöl und Ben­zoat­en an, formt, baut um, fügt dazu, nimmt weg und reichert Min­der­w­er­tiges mit Weich­mach­ern, Geschmacksver­stärk­ern und Aromen an. Das Ergeb­nis sind die heuti­gen Tüten­sup­pen, Fer­tig­pizzen und knall­bun­ten Kos­meti­ka. Über 90 Prozent der Pro­duk­te, die heute in den Super­mark­tre­galen liegen sind in irgen­dein­er Form verarbeitet.

Lebensmittel Supermarkt

Die Kon­se­quen­zen für unsere Gesund­heit scheinen dabei eher Neben­sache gewor­den zu sein. Anders lässt sich die exzes­sive Ver­wen­dung von Zusatzstof­fen und chemis­chen Mit­telchen nicht erklären. 

Die Konsequenzen

Neben den Klimaprob­le­men, die die Massen­pro­duk­tion aus­löst, der gen­tech­nis­chen Verän­derung von Nahrungsmit­teln, den teil­weise gifti­gen und als kreb­ser­re­gend oder allergieaus­lösend gel­tenden Inhaltsstof­fen, den riesi­gen Fir­menkonz­er­nen in den Hän­den einzel­ner Großun­ternehmen, der Massen­tier­hal­tung und dem Fast­food, macht die Indus­tri­al­isierung die Natur und die Men­schen schlicht und ein­fach langfristig krank. 

Industrie Macht Uns Krank

Die Indus­trie hat da ein ganz ein­fach­es Rezept: Bil­lige Inhaltsstoffe + bil­lige, meist umweltschädliche Pro­duk­tion + extrem hüb­sche Ver­pack­ung + natür­lich wirk­ender Titel = Schöne pure Gewin­n­max­imierung! Da wün­scht man sich doch die guten alten Zeit­en zurück. Als Hüh­n­er noch auf einem kleinen Bauern­hof Körn­er pick­ten, Käl­bchen nicht von ihren Müt­tern getren­nt wur­den, die Fis­che nicht in Plas­tik erstickt sind und in den Haut­cremes nicht mehr als ätherische Kräuteröle und ein biss­chen Fett steckten.

Kosmetikindustrie

Die Natur, das ist ja im Grunde da, wo Gifte und Plas­tik keine Rolle spie­len, wo es wed­er Weich­mach­er noch chemisch hergestellte Aromen gibt und wo Kos­meti­ka keinen Krebs aus­lösen, son­dern ein­fach nur schön machen. Aber das ist teuer und aufwendig in der Pro­duk­tion und die Gewinnspanne ist auch bei weit­em nicht so hoch, wie bei ein­er chemisch hergestell­ten Creme mit frag­würdi­gen Inhaltsstof­fen. Das ist lei­der auch keine große Kun­st für die Kos­metikin­dus­trie. Denn für Kos­metik gibt es kein staatlich­es oder kon­trol­liertes Siegel für echte Natür­lichkeit. Deswe­gen ste­ht immer öfter auf Pro­duk­ten „Natur“ drauf, wo gar nicht so viel Natur drin ist. Das klingt gut und zieht beim Verbraucher. 

Aber wenn wir gute und echte Naturkos­metik wollen, kom­men wir nicht drumherum die Inhaltsstoffe auf der Ver­pack­ung gut durchzule­sen und ein kleines „Chemie-Studium“ zu absolvieren, um auch alles zu ver­ste­hen, was drin steckt. Nur damit wir gute pflan­zliche Öle und Fette, natür­liche Farb- und Duft­stoffe von Emul­ga­toren, Kon­servierungsmit­teln oder Erdöl­pro­duk­ten wie Paraf­finen und Siliko­nen unter­schei­den können.

Inhaltsstoffe Ueberpruefen Kosmetik

Deswe­gen gilt für mich: „Back to Basic“. Weniger ist defin­i­tiv mehr und umso weniger die Indus­trie ihre Fin­ger im Spiel hat­te bei der Her­stel­lung, umso gesün­der ist es in aller Regel auch. Statt Fer­tig­cap­pucchi­no gibt es Bio Fair­trade Kaf­fee mit unbe­han­del­ter Milch, statt Saft­mix­turen mache ich mir meinen Smooth­ie lieber selbst. 

Aronia Beeren Smoothie

Statt teuren Cremes ver­wende ich beispiel­sweise 100% reines Kokos­fett, statt Peel­ing mit Plas­tikkügelchen und Emul­ga­toren gibt es einen Mix aus Olivenöl und Zuck­er, statt fer­tigem Fruchtjoghurt gibt es Natur­joghurt mit selb­st gekochter Marme­lade und statt Fertig-Wellness-Müsli esse ich Hafer­flock­en mit frischem Obst. Da steck­en dann auch echte Vit­a­mine drin, die nicht nur so tun als ob sie gesund seien. 

Petra
„Wir haben immer eine Alternative.” 

Wir müssen uns nur die Mühe machen sie auch zu wählen und kön­nen so der Kosmetik- und Nahrungsmit­telin­dus­trie, auch ganz neben­bei, den Mit­telfin­ger zeigen. Vielle­icht würde sich dann auch etwas ändern, wenn die ganzen Pro­duk­te in den Regalen ver­sauern wür­den. Denn die Indus­trie wird nur etwas ändern, wenn sie damit Geld mit uns ver­di­enen kann. So ein­fach ist das. Wir Ver­brauch­er haben also ein stück­weit auch in der Hand, was in den Super­mark­tre­galen landet. 

Geschenke zur Einschulung: 8 sinnvolle und nachhaltige Ideen

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Die Einschulung ist ein ganz besonderes Ereignis und wird gerne im Kreise der Familie gefeiert. Für die Gäste stellt sich da oft die Frage, welche Geschenke zur Einschulung eigentlich Sinn machen. Folgend gebe ich euch einige Tipps, über welche sinnvollen Geschenke zur Einschulung wir uns und natürlich auch unsere Tochter sich gefreut hätten.

Sinnvolle und nachhaltige Geschenke für die Schultüte: Schreibwaren Federmäppchen und Turnbeutel Lunchbox und Trinkflasche Mitgliedschaft im Sportverein Bücher für Erstleser Freundebücher Gummitwist Armbanduhr

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Um im Unterricht gut mitmachen zu können, darf natürlich die Grundausstattung an Schreibwaren nicht fehlen! Und auch zu Hause…

Hi, ihr Lieben! Mein Name ist Petra und ich blogge auf „Hollightly“ über Fashion, Design und grünen Lifestyle. Ich bin bekennendes Modemädchen mit Hang zu schönen Dingen und überzeugt davon,...

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