Haarausfall natürlich entgegenwirken

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Zunächst einmal: Wenn ab und zu mal ein paar Haare mehr in der Bürste hängenbleiben ist das noch kein Grund zur Sorge. Haare fallen aus und wachsen nach. Erst wenn mehr als 100 Haare täglich ausfallen, spricht man von Haarausfall.

Für Haarausfall gibt es viele unterschiedliche Gründe. Altersbedingt setzt er meistens früher oder später ein. Bei einigen Personen ist Haarausfall auch genetisch bedingt. Darüber hinaus kann die Ursache hormonell bedingt sein, durch Fehlernährung oder Stress hervorgerufen werden.

Haarausfall mit natürlichen Mitteln bekämpfen

Kokos

Die Kokosnuss wirkt gleich doppelt. Die Milch ist reich an Nähr- und Vitalstoffen und kann getrunken oder als Haarspülung verwendet werden. Kokosöl eignet sich hervorragend als Pflege für die Kopfhaut: Einfach einmassieren, einwirken lassen (z.B. über Nacht) und gründlich ausspülen. Wer die Kopfhaut zusätzlich massiert, beugt dem Haarausfall extra vor.

Rote Bete

Der Saft des roten Gemüses ist sehr gesund und wirkt sich positiv auf den ganzen Körper aus. Rote Bete regt sogar das Haarwachstum an und verbessert die Haarstruktur, da es viele wohltuende Stoffe wie Kalium, Phosphor, Calcium und die Vitamine B und C enthält.  Macht sich zum Beispiel in Smoothies gut, aber auch pur im Salat. Hier haben wir drei köstliche Rote-Bete-Rezepte für euch.

Rosmarin

Das heilende Kraut fördert die Durchblutung und wirkt sich entspannend auf die Haut aus. Speziell die enthaltenen Phytoöstrogene helfen – vor allem gegen genetisch bedingten – Haarausfall. Rosmarin-Tee kann als Haarspülung verwendet werden, gemahlen kann er Haarölen zugegeben werden.

Die richtige Haarpflege

Produkte für unsere Haarpracht gibt es in rauen Mengen. Welche Pflegemittel mit unseren Haaren in Kontakt kommen, ist wesentlich für ihr Wohlbefinden. Diese Inhaltsstoffe sollten gemieden werden:

  • Silikone versiegeln Kopfhaut und Haar und trocknen es langfristig aus. Zudem verursachen sie Probleme in unseren Flüssen, Seen und Meeren da sie nicht herausgefiltert werden können.
  • Bestandteile aus Erdöl (Paraffine) verstopfen Poren, was dazu führt, dass die Haut nicht mehr atmen kann.
  • Synthetische Farb- und Duftstoffe können Allergien auslösen. Häufig treten Symptome auf Unverträglichkeit auch in Form von Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel oder Erschöpfung auf.
  • Emulgatoren und Tenside sorgen dafür, dass sich unterschiedliche Bestandteile verbinden, leider aber auch dafür, dass die Haut durchlässiger wird für Schadstoffe.

Die richtige Ernährung

  • Walnüsse: Walnüsse enthalten einen Großteil an Omega-3-Fettsäuren sowie Vitamin E und Biotin.
  • Blattgemüse: Achte darauf, dass du reichlich dunkelgrünes Blattgemüse zu dir nimmst. Blattgemüse ist reich an Eisen Vitamin C und Folsäure. Letztere erneuert Zell- und Gewebestrukturen in deinem Körper und ist für das Haarwachstum ebenfalls von großer Bedeutung.
  • Haferflocken: Haferflocken haben einen besonders hohen Gehalt an Zink und Biotin und fördern eine gesunde Haarstruktur.
  • Lachs: Auch Lachs enthält Omega-3-Fettsäuren, die deine Haut mit Feuchtigkeit versorgen. Deine Kopfhaut und dein Haar werden dir danken.
  • Rote Paprika: Paprika ist reich an Kalium, Magnesium, Calcium und Zink. Rote Paprikas haben im Vergleich zu andersfarbigen Paprikas auch einen hohen Anteil an Vitamin-C. Die rote Paprika ist eines der Vitamin-C-reichsten Lebensmittel, die es gibt.
  • Champignons: Champignons enthalten außerdem wertvolle Aminosäuren, Vitamin B, D, E und K und die Mineralstoffe Kalium, Eisen und Zink.

Wunder kann natürlich niemand versprechen und wichtiger als alle Tipps und Tricks bei Haarausfall ist, neben einer bewusste und ausgewogene Ernährung, wenig Stress und der Verzicht auf Nikotin und Alkohol.

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Moin, ich bin Marie. Waschechte Hamburgerin und nordisch by nature. Hier bei OTTO halte ich für re:BLOG Ausschau nach spannenden Ideen und Menschen, coolen Eco-Outfits und berichte für euch von...

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Letzte Kommentare (2)

Kommentar schreiben: Werde aktiv und rede mit!

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 10:32 Uhr

Hi Marie,

vielen Dank für diesen echt informativen Artikel!
Da sind sehr viele gute Tipps dabei.
Ich wusste garnicht, dass Kokosöl und Rosmarin auch gut für die Kopfhaut sind. Das werde ich demnächst unbedingt mal ausprobieren – massieren inklusive!
Rote Beete esse ich glücklicherweise eh schon, aber bei meinem Shampoo muss ich wohl noch genauer nachlesen und bei meiner Einkaufsliste das eine oder andere ergänzen.

Vielen Dank nochmal und viele Grüße,

Niko

Freitag, 5. Oktober 2018, 8:29 Uhr

Hallo, meine Mutter hatte Haarausfall. Aber nicht durch schlechte Ernährung oder falsche Pflege. Sie hatte Krebs und darum irgendwann auch keine Haare mehr. Würde das eventuell auch bei Krebs helfen? Oder ist das unausweichlich? Danke im voraus!