Es geht los: Vier Monate auf dem Jakobsweg

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Vor zehn Tagen habe ich groß erk­lärt, wie man eine lange Tour auf dem Jakob­sweg meis­tert. Ab Sam­stag muss ich den Beweis antreten, dass es wirk­lich so ein­fach ist. Dann startet näm­lich mein Aben­teuer Jakob­sweg. Vier Län­der, rund 120 Tage, fast 3000 km und vier bis fünf Mil­lio­nen Schritte liegen zwis­chen Nürn­berg und San­ti­a­go de Compostela.

Ich habe mir vorgenom­men, von mein­er Haustüre aus jeden Schritt bis zur Kathe­drale von San­ti­a­go de Com­postela zu machen. Dieser Gedanke fasziniert mich, seit ich vor 20 Jahren den in Spanien geläu­fi­gen Spruch „El camino comien­za en su casa“ aufgeschnappt habe, was auf Deutsch so viel wie „Der Jakob­sweg begin­nt in ihrem Haus“ bedeutet. Den Bodensee, den Vier­wald­stät­tersee und andere Hin­dernisse werde ich umge­hen, auch wenn die Wan­der­führer Fähren oder Busse empfehlen.

Fotografieren auf dem Bauernhof

Klamotten-Origami: Alles passt in einen 32-Liter-Rucksack

Die „ver­lorene“ Zeit werde ich sich­er wieder rein­holen, weil ich nur wenig dabei habe und so schneller voran komme als der Durch­schnittspilger. Mein Ruck­sack ist 32 Liter klein und wiegt inkl. 1 Liter Wass­er und 1 kg Pro­viant weniger als 8 kg. Du kannst Dir auf meinem Blog meine Pack­liste für den Jakob­sweg anschauen.

Packliste Jakobsweg

Käse und Eclair: Droht mir in Frankreich der vegane Hungertod?

Ich esse seit zweiein­halb Jahren nur noch Pflanzen und habe es keine Mahlzeit bereut. Ich füh­le mich mit der veg­a­nen Ernährung gesün­der, fit­ter, jünger und zufrieden­er. Beim Wan­dern ist die schnellere Regen­er­a­tion im Ver­gle­ich zur veg­e­tarischen oder omni­voren Kost sig­nifikant. Selb­st nach Etap­pen von über 35 Kilo­me­tern, füh­le ich mich am näch­sten Tag wieder voll einsatzfähig.

Nun bin ich aber von Alle­sessern darauf hingewiesen wor­den, dass ich in Frankre­ich ver­hungern werde oder, falls ich wider Erwarten spin­deldürr und hohlwangig Spanien erre­iche, gierig zu Manchego-Käse und Chur­ros greifen werde. Warten wir es ab. In den Pil­ger­her­ber­gen soll es oft gut aus­ges­tat­tete Küchen geben, so dass ich abends ein­fach den Kochlöf­fel schwin­gen kann.

In der Wiese liegen

Warum? Weil ich es kann!

„Warum tust du dir das an?“, fragte mich ein Fre­und kür­zlich. Ich antwortete: „Ein­fach weil ich es kann!“ Für diesen Artikel habe ich in mir nach ein­er aus­führlicheren Antwort gesucht. Religiöse Gründe – die in früheren Zeit­en die Men­schen zum Pil­gern bewogen haben – sind es bei mir nicht. Ich bin vor über zehn Jahren aus der Kirche aus­ge­treten. Mich motivieren drei Dinge gle­icher­maßen: Erstens reizt mich die sportliche Her­aus­forderung. Zweit­ens bin ich neugierig auf die Begeg­nun­gen mit anderen Pil­gern, was das Beson­dere des Jakob­swegs aus­machen soll. Drit­tens möchte ich beim täglichen Gehen wieder in meine Mitte gelan­gen, nach­dem die let­zten 12 Monate in meinem Leben pri­vat wie beru­flich sehr tur­bu­lent waren.

Wandern

Virtuelle Wandergruppe: Begleite mich auf meiner Reise

Neugierig gewor­den? Dann kannst Du meine täglichen Berichte und Fotos von unter­wegs buchen. Auch hier im re:BLOG werde ich mich in den näch­sten Monat­en immer wieder zu Wort melden.

Christof vor der Tür

Noch ein let­ztes Mal vor der heimis­chen Haustüre – am Sam­stag schließe ich sie bis Okto­ber erst ein­mal ab. In diesem Sinne: Buen camino!

Ausflug ins Moor: Zu Besuch im Hunsrück

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Okay – es ist früh morgens, es ist kalt, es regnet, ich stehe zusammen mit Anja im Schlamm und finde das auch noch toll. Warum ich nicht verrückt bin und wer eigentlich Anja ist? Das erzähle ich jetzt und ich verrate euch, warum mich diese Kombination so begeistert. Anja arbeitet für das Nachhaltigkeits-Team bei OTTO. Alleine das ist schon toll – wenn ein großes Unternehmen wie OTTO nicht nur Werbe-, Marketing- oder Sales-Teams hat, sondern eben auch ein Team, das sich ausschließlich um die Nachhaltigkeit kümmert. Jetzt kommt das Moor ins Spiel – genauer das Klimaschutzprojekt „Moorwiedervernässung“ im Nationalpark Hunsrück-Hochwald…

Hallo, ich heiße Christof und schreibe auf meinem Blog über Minimalismus und Nachhaltigkeit. Ohne materiellen Überfluss, negative Beziehungen und unnötige Verpflichtungen zu leben, führt zu persönlichem Glück und gesellschaftlichem Gewinn....

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