Epic Escape! Flüchtlingshilfe statt Fashion

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Mode ist Aus­druck unser­er Per­sön­lichkeit, es ist die Freude am Schö­nen und die Liebe zur Ästhetik – manch­mal ist Mode sog­ar Kun­st. Ich finde, dass es in Ord­nung ist, das alles zu genießen und sich das Glück neuer Mod­e­teilchen ab und an zu gön­nen. Aber Mode ist auch ein Zirkus, ein schnelles Geschäft und eine ober­fläch­liche Welt. Das ist die andere Seite der Medaille.

Brauchen wir wirk­lich jedes Jahr, jede Sai­son, jeden Monat neue Trends und Styles? Kön­nten wir mit all dem Geld, das wir aus­geben, nicht manch­mal auch etwa Besseres anfan­gen? Was ist Mode uns eigentlich wert? Und was sollte sie uns wert sein? Stellen wir sie über alles? Ist uns ein Pul­li zum Beispiel mehr wert als die Spende für ein Flüchtlingsprojekt?

Fra­gen, die mir immer wieder im Kopf herumge­hen. Fra­gen, denen sich das Spenden-Projekt „EpicEscape“ auf eine kluge und mit­füh­lende Weise annähert. Fast wie ein Kun­st­pro­jekt. Es geht um Fake Fash­ion zur Fash­ion Week. Um darauf aufmerk­sam zu machen, wie unwichtig der ganze Mod­ezirkus manch­mal ist, wenn dabei die Men­schlichkeit ver­loren geht.

 

Epic Escape Menschlichkeit Fashion

Epic Escape

Auf der Web­site erscheint beim Klick auf die Fash­ion­teile aber kein Pro­dukt oder ein Fashion-Piece, son­dern Infos über das Mod­el. Ihre Geschicht­en und ein Ver­gle­ich. Zum Beispiel: 60 Minuten Bombe­nan­griff in der Uni über­lebt ver­sus 60 Euro Kosten für eine neue Jacke.

Hin­ter den Fake-Produkten ver­ber­gen sich die Lebens­geschicht­en. Die Mod­els sind alles Flüchtlinge, die in ihrem Leben einiges erleben mussten. Sein Zuhause ver­lassen zu müssen, die eigene Kul­tur hin­ter sich zu lassen, das Land, in dem man aufgewach­sen ist, vielle­icht nie wieder zu sehen – das alles ist sich­er unglaublich schwer.

All die Dinge zurück­zu­lassen, die einem wichtig waren – und sei es der Lieblingspul­li, der Bilder­rah­men oder die Fotos der Großel­tern und gle­ichzeit­ig in einem Land neu anz­u­fan­gen, in dem die Men­schen alles haben – man selb­st hat aber vielle­icht nur noch die Klei­der, die man am eige­nen Leib trägt – das muss unglaublich schw­er sein.

Darauf will das Fashion-Projekt Epic Escape aufmerk­sam machen und zeigen, dass Men­schlichkeit das heißeste It-Piece der Welt ist.

Epic Escape Menschlichkeit

#fashionweek2017 versus #menschlichkeit

Mit dem Claim „Men­schlichkeit ste­ht dir am Besten“ will die Spenden­plat­tform „Betterplace.org“ zur Fash­ion Week daran erin­nern, dass wir doch eigentlich alles haben, dass es uns sehr gut geht und dass wir vielle­icht auf den fün­ften Pul­li, die hun­dert­ste Bluse und den zehn­ten Schal verzicht­en kön­nten und stattdessen Glück darin find­en kön­nten, dass wir anderen etwas von unserem Glück abgeben.

Epic Escape Menschlichkeit

Spenden für Flüchtlingsprojekte statt Fashion

Das Ziel: Spenden für rund 500 Flüchtling­spro­jek­te sam­meln und mehr Bewusst­sein für Flüchtlinge schaffen.

Wir alle kön­nen helfen und ein kleines biss­chen abgeben. Men­schlichkeit zum Beispiel, ein Lächeln, Ver­ständ­nis und vielle­icht auch eine Spende statt neuer Klam­ot­ten für einen Klei­der­schrank der ver­mut­lich ohne­hin schon aus allen Näht­en platzt. Denn: Gutes zu tun, ste­ht uns allen doch am Besten!

Das bedeutet nicht, dass wir uns nicht auch mit Schönem umgeben dür­fen, Neues in unseren Schrank wan­dern lassen kön­nen und aus lauter schlechtem Gewis­sen darü­ber, dass wir uns alles leis­ten kön­nen, gar nichts mehr zu leis­ten. Es ist in Ord­nung, dass es uns gut geht, aber vielle­icht kön­nten wir ab und an bewusster kon­sum­ieren und ein biss­chen von dem vie­len abgeben, das wir haben.

Deswe­gen liebe ich die Aktion von „Bet­ter­place“ zur Fash­ion Week, weil sie die richtige Botschaft hat, weil sie mit Ironie, Augen­zwinkern und einem kleinen biss­chen Nach­druck auf die wirk­lich wichti­gen Dinge im Leben hin­weist – ohne zu belehren.

Was ist betterplace.org? Dahin­ter steckt Deutsch­lands größte gemein­nützige Online-Spendenplattform. Gegrün­det 2007. Seit­dem kon­nte die Plat­tform unfass­bare 33 Mil­lio­nen Euro für rund 18.000 soziale Pro­jek­te weltweit sam­meln und spenden. Alles ganz trans­par­ent – getra­gen wird es von ver­schiede­nen Säulen wie Dien­stleis­tun­gen für Unternehmen, pri­vate Spenden und Förderun­gen durch strate­gis­che Part­ner. Betterplace.org hat die Selb­stverpflich­tungserk­lärung der Ini­tia­tive Trans­par­ente Zivilge­sellschaft von Trans­paren­cy Inter­na­tion­al unterzeichnet.

 

 

Hydrophil – die Zahnbürste aus Bambus

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Aus Nachhaltigkeitsperspektive betrachtet, ist das Badezimmer ein wahrer Ort des Schreckens: Wasserverbrauch, Abfallproduktion und Plastik, soweit das Auge reicht. Doch es gibt eine Lösung, ein Unternehmen, das den Ruf des Bads retten kann: Hydrophil. Hier stellen die Hamburger Christoph, Wanja und Sebastian Hygieneprodukte von der Zahnbürste über Wattestäbchen bis zu Seife her, die nicht nur vegan und unter fairen Bedingungen, sondern vor allem wasserneutral hergestellt werden. Bei Hydrophil bedeutet das, dass nur Inhaltsstoffe verwendet werden, die ohne künstliche Bewässerung wachsen und die das Grund-und Trinkwasser nicht durch Rückstände belasten.

Besonders spannend ist die Herstellung der Zahnbürste,…

Hi, ihr Lieben! Mein Name ist Petra und ich blogge auf „Hollightly“ über Fashion, Design und grünen Lifestyle. Ich bin bekennendes Modemädchen mit Hang zu schönen Dingen und überzeugt davon,...

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