Energie sparen: Was die Simpsons tun können

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Mein Weck­er klin­gelt mor­gens früh. Im Win­ter ist es dann noch dunkel. Also: Licht an. Ab in die Küche, Wass­er auf­set­zen, damit ich mir meinen mor­gendlichen Kaf­fee machen kann. Kühlschrank­tür auf, Milch her­aus­ge­holt, übers Müs­li damit. Nach der Dusche föhne ich mir die Haare. Noch fix die Waschmas­chine, die ich am Vor­abend angestellt habe, aus­geräumt, dann geht es ab zur Arbeit. Licht, Wasserkocher, Kühlschrank, Föhn, Waschmas­chine. Ver­braucht alles Energie. Das wiederum kostet Geld – beson­ders während meines Studi­ums habe ich gel­ernt, wenig zu ver­brauchen. Denn das stu­den­tis­che Bud­get war meis­tens knapp. Ich möchte also behaupten, dass ich rel­a­tiv energies­parend lebe. Das klappt gut, beson­ders wenn man noch keine Fam­i­lie hat.

© 2014 Twentieth Century Fox Home Entertainment, Inc. All Rights Reserved.

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Aber wie sieht das eigentlich bei einem Mehr-Personen-Haushalt aus? Nehmen wir doch mal eine ganz klas­sis­che Fam­i­lie; eine, die jed­er ken­nt. Die Simp­sons: zwei Erwach­sene, drei Kinder, ein Hund und eine Katze. Vielle­icht nicht ger­ade eine Wun­schfam­i­lie, aber eventuell eine Durch­schnitts­fam­i­lie – mal ganz abge­se­hen vom außergewöhn­lichen Teint.

Der Kühlschrank mit Gefrierfach

Homer trinkt Bier, viel Bier. Das schmeckt nur, wenn es gut gekühlt ist. Kühlschränke und Gefrierg­eräte ste­hen im Durch­schnitt acht Jahre lang in einem Haushalt. In eini­gen Fällen sog­ar noch länger. Und: Kühl- und Gefrierg­eräte laufen rund um die Uhr, Tag und Nacht. Das ist nicht nur belas­tend für den Geld­beu­tel, son­dern auch für die Umwelt. Gehen wir davon aus, dass Fam­i­lie Simp­son ein Alt­gerät besitzt. Dann ver­braucht dieses Gerät knapp 400 Kilo­wattstun­den pro Jahr. Zum Ver­gle­ich: Ein neues Gerät der Energieef­fizien­zk­lasse A+++ benötigt nicht ein­mal halb so viel. Was tun? Homer kön­nte weniger Bier trinken und sich einen kleineren Kühlschrank zule­gen. Das ist sowieso wichtig: Die Größe der Geräte dem Bedarf anpassen. Oder die Tem­per­atur: Ist der Kühlschrank zu kalt eingestellt, ver­braucht er mehr Energie. Hier gibts übri­gens Tipps zum Ein­stellen der opti­malen Kühlschrank­tem­per­atur. Und wenn Fam­i­lie Simp­son sich schon ein neues Gerät kauft, dann bitte mit der Energieef­fizien­zk­lasse A+++; denn das ver­braucht 50 Prozent weniger als ein Gerät der Klasse A+.

© Facebook The Simpsons

© Face­book The Simp­sons

Waschmaschine

Bei Fam­i­lie Simp­son fällt meinen Berech­nun­gen zufolge eine große Menge an Schmutzwäsche pro Tag an. Ich meine, drei Kinder? Klar, Lisa wirkt nicht unbe­d­ingt, als würde sie sich frei­willig dreck­ig machen, aber Bart fällt doch sicher­lich öfter mal von seinem Skate­board. Bei ein­er Groß­fam­i­lie läuft die Waschmas­chine so gut wie jeden Tag. Hat Fam­i­lie Simp­son ein altes Gerät, hil­ft es auf jeden Fall schon ein­mal, wenn sie ihren Anteil der 60 Grad-Wäsche auf ein Min­i­mum reduziert. Wenn man die Wäsche haupt­säch­lich bei 40 Grad wäscht, wird nur halb so viel Energie ver­braucht – und wenn nicht ger­ade eine Torten­schlacht ver­anstal­tet wurde, wird bei 40 Grad auch wirk­lich alles sauber. Eine fün­fköp­fige Fam­i­lie kann dadurch im Jahr fast 80 Kilo­wattstun­den sparen.

Staubsauger

Homer sitzt gern auf der Couch und trinkt Bier (wie schon erwäh­nt!) und Marge wirbelt mit dem Staub­sauger um ihn herum. Von der Frage der Rol­len­verteilung mal ganz abge­se­hen, scheint der Staub­sauger ein eher altes Mod­ell zu sein. Die Alter­na­tive lautet: weniger putzen. Ob das in Marges Sinne ist? Wohl kaum, denn für sie ist es das Wichtig­ste, Fam­i­lie und Haus zusam­men­zuhal­ten. Für Putz­teufel sind energies­parende Geräte also beson­ders wichtig. Sog­ar die EU hat sich diesem The­ma schon angenom­men und fest­gelegt, dass neue Geräte nicht nur energieef­fizien­ter, son­dern auch lan­glebiger sein müssen. Sollte Fam­i­lie Simp­son also über­legen, nach Europa auszuwan­dern, wird sie sich auch von ihrem Staub­sauger ver­ab­schieden müssen!

Simpsons_Energie_Putzen

© Face­book The Simp­sons

Bei der Frage, wann man sein altes Gerät denn erset­zen sollte, kommt es auf das Alter und den Energie­ver­brauch an. Bei der Her­stel­lung von Kühlschrank und Co wird natür­lich Energie ver­braucht. Diese ist aber (je nach Ver­brauch des Alt­gerätes) nach ein bis zwei Jahren Nutzung eines energieef­fizien­ten Pro­duk­ts kom­pen­siert. Jed­er, der also vor ein­er Neuan­schaf­fung ste­ht, sollte langfristig denken. Doch je mehr man sich mit dem The­ma Energieef­fizienz bei Haushalts­geräten beschäftigt, desto schwieriger kann es wer­den, den Überblick zu behal­ten.

OTTO unter­stützt seine Kun­den bei der Auswahl und führt deswe­gen seit 2013 nur noch Haushalts­großgeräte (Waschmaschi­nen, Kühl- und Gefrierg­eräte, Geschirrspüler und Herde), die min­destens die Energieef­fizien­zk­lasse A erfüllen. Der Anteil der ange­bote­nen Geräte mit A+++ liegt mit­tler­weile bei 75 Prozent. Im Ver­gle­ich: Der Gesamt­markt liegt bei 44 Prozent. Das funk­tion­iert nur, weil OTTO hier die Rolle des Gate­keep­ers ein­nimmt und genau auf­passt, welche Geräte ins Sor­ti­ment aufgenom­men wer­den und welche nicht.

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© Face­book The Simp­sons

Gate­keep­er? Da fällt mir bei Fam­i­lie Simp­son Tochter Lisa ein – die ist nicht nur klug und bele­sen, son­dern Umweltak­tivistin aus Lei­den­schaft!

Titel­bild: © Foto­lia kange_one

Grüne Weltreise: Ich packe meinen Rucksack!

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Verzweiflung macht sich breit! Große Verzweiflung! Mein Dilemma kurz zusammengefasst: Ich bin eine Frau, ich habe einen riesigen eco-befüllten Kleiderschrank, ich werde eine sechsmonatige Weltreise machen und ich habe nur einen Rucksack. Seit das Thema „Packliste“ wie ein Damoklesschwert über unseren Weltreisehäuptern schwebt, fasst sich der Mann regelmäßig mit beiden Händen an den Kopf. Er rauft sich auch die Haare oder seufzt, wenn ich aufzähle, wie viele Schuhe, Hosen und Shirts für ein Modemädchen wie mich unbedingt mit auf die Reise müssen. Meine vorsichtigen Fragen, ob das Beamen vielleicht bald erfunden wird oder ob wir nicht einfach einen Container mitschippern…

Hallöchen, ich bin Christina. Ich wollte schon von klein auf die Welt retten. Und zwar die ganze. Zugegeben, das grenzt an Größenwahnsinn. Als ich älter wurde, beschloss ich, erstmal bei...

Zum Autor

Boiler Dude
Montag, 18. April 2016, 14:16 Uhr

Tolle Idee das ganze The­ma mit den Simp­sons zu verknüpfen. Pri­ma wäre gewe­sen auch noch auf das The­ma Durch­laufer­hitzer & Warmwasser­spe­ich­er einzuge­hen, des dieser hängt bei den Simp­sons über der Küchen­spüle und macht auch nicht den neusten Ein­druck. Auch hier gibt es Poten­tial. Sel­biges ist übri­gens bei den Mil­hous­es.