Eco Places in Berlin: fünf Foodie-Oasen

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Das The­ma „Essen“ ist endgültig angekom­men in der Pop­kul­tur. Über­all in Berlin sprießen Food Entre­pre­neurs und Pop-Up Restau­rants aus dem Boden, zu den Street Food Mar­kets kom­men Tausende Besuch­er aus aller Welt, von der Smoothie-Bar bis zur Craft-Beer-Kneipe reicht das Reper­toire der neuen Gas­tronomie. Das Beste: Viele der neuen Gast­ge­ber haben sich Nach­haltigkeit auf die Bierdeck­el geschrieben.

Wer in Kreuzberg oder Neukölln unter­wegs ist und einen knur­ren­den Magen glück­lich machen möchte, sollte einen unser­er Top-5-Tipps in Betra­cht ziehen:

 

1. Das vegane Café „Pêle Mêle“ in Neukölln

Foodie-Oasen pelemele Tresen

Wer wird sich hier wohlfühlen?

Men­schen, die veg­e­tarisches, leck­eres Bio-Essen mögen, gerne W-LAN zum Kaf­fee haben, auf Smooth­ies und Dinkel-Kuchen steil gehen und sich in unaufgeregtem Retro-Mobiliar wohl fühlen. Und am Son­ntagabend gerne in Gesellschaft Tatort schauen.

Foodie-Oasen pelemele_fairbindung

Foodie-Oasen pelemele_Buecher

Was gibt es zu essen?

Veggie-Burger, Salate, Sup­pen, Quich­es und wech­sel­nde Kuchen. Jeden Son­ntag find­et ein Brunch statt. Bish­er habe ich Quiche, Zitro­nenkuchen, Eiskaf­fee und Rote-Bete-Smoothie pro­biert – und es war alles sehr leck­er.

Foodie-Oasen pelemele Tisch

Wo find­et ihr das Ganze?

In der Innstraße 26 in Berlin-Neukölln.

 

2. Gemüse gegen die Norm bei „Culinary Misfits“ in Kreuzberg

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Wer wird sich hier wohlfühlen?

Alle, die Liebe empfind­en für krummes, regionales Gemüse und es klein, gemütlich und unaufgeregt mögen.

Was gibt es zu essen?

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Die Macherin­nen Tan­ja und Lea von Culi­nary Mis­fits ver­ar­beit­en krummes Gemüse und alte Sorten aus Bran­den­burg. Küchen-Sonderlinge wie knol­lige Zuc­chi­ni und dreibeinige Möhren lan­den so nicht in der Tonne, son­dern auf dem Teller. Zudem bekom­men längst in Vergessen­heit ger­atene Gemüs­esorten wie Blaue Kartof­feln wieder einen wohlver­di­en­ten Platz im kuli­nar­ischen Ram­p­en­licht. Tipp: Rote Bete Brown­ie.

Wo find­et ihr das Ganze?

In der Man­teuf­fel­straße 19 in Berlin-Kreuzberg.

 

3. Wenig Zucker und vegan: die „Rosa Canina“-Eisdiele am Prenzlauer Berg

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Wer wird sich hier wohlfühlen?

Jed­er. Zumin­d­est jed­er, der gutes Eis mag. Es gibt sog­ar veg­ane Sorten.

Was gibt es zu essen?

Waf­feln und Bio-Eis. Meine Favoriten: veg­ane Schoko­lade, Pis­tazie und Zitrone. Da das Rosa Can­i­na ver­hält­nis­mäßig wenig Zuck­er in das Eis packt, ist es eher fest und nicht so süß. Dafür schmeckt man die Früchte und son­sti­gen Zutat­en umso inten­siv­er – per­fekt! Hin­ter dem Ganzen ste­ht Reimar Philipps, der Jurist und Musikin­dus­triemen­sch war, bevor er 2008 beschloss, wie sein Groß­vater Eis zu machen. Warum sein Eis so knaller­mäßig schmeckt?  Das erk­lärt Reimar wie fol­gt: „Was die Sorten ange­ht, bin ich Purist. Das Ver­hält­nis zwis­chen guten Klas­sik­ern wie Vanille und Zitrone und Fancy-Shit muss stim­men. Nur weil etwas cool klingt wie „Chili-Rhabarber-Irgendwas“, hat das noch lange keine Exis­tenzberech­ti­gung. Es muss ja auch leck­er sein. Bei Eis gilt in dieser Hin­sicht: Viel hil­ft viel. Darum ver­wen­den wir nur hochw­er­tige Zutat­en aus ökol­o­gis­ch­er Land­wirtschaft – die sind am geschmacksin­ten­sivsten. Da nehme ich auch in Kauf, dass wir eine gerin­gere Marge haben als andere.“

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Wo find­et ihr das Ganze?

In der Hufe­land­straße 7 in Berlin-Prenzlauer Berg.

 

4.  Die „Kantine Neun“ in Kreuzberg

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Wer wird sich hier wohlfühlen?

Da fra­gen wir doch ein­fach Flo, den Koch hin­ter der Kan­tine Neun: „Wir haben vom Bauar­beit­er bis zum Food­ie, vom reichen Anzugträger bis zur nor­malen Angestell­ten alle hier bei uns und ver­suchen, für jeden etwas im Ange­bot zu haben.“

Was gibt es zu essen?

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Flo und seine Sous-Chefs kom­men alle aus den Küchen des Mar­gaux und Hyatt, haben sich also in der Sterne-Gastronomie einiges an Kön­nen erar­beit­et. Schmeckt man. Sieht man. Her­rlich. Doch die zubere­it­eten Speisen kön­nen mehr als nur gut schmeck­en und ausse­hen: Die Jungs kochen vor­wiegend mit regionalen und saisonalen Zutat­en. Vieles wird im eige­nen Garten im Berlin­er Umland ange­baut und ist somit bess­er als bio – näm­lich wirk­lich frisch geern­tet und selb­st kon­trol­liert. Der Gärt­ner und die Köche ver­ste­hen ihr Handw­erk und nehmen es ernst. Außer­dem ist das ver­wen­dete Fleisch von biol­o­gis­ch­er und guter Qual­ität. Bezugsquellen sind der Biopark Ökol­o­gis­ch­er Land­bau aus Mecklenburg-Vorpommern oder der Bioland Markt. Tiere im Kinde­salter wer­den übri­gens nicht zubere­it­et – also kein Lamm, kein Kalb und so weit­er.

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Wo find­et ihr das Ganze?

In der Eisen­bahn­straße 42/43 in Berlin-Kreuzberg.

Seit 2011 blogge ich auf Green Friday über alle Facetten des nachhaltigen Großstadtlebens. Mein Herz schlägt für Ideen, die die Welt ein bisschen besser machen. Deshalb interviewe ich junge Macher...

Zum Autor

Marie
Mittwoch, 26. November 2014, 16:43 Uhr

Klingt super­leck­er!