Werkzeuge für DIYs: Das ist die Grundausstattung

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Als ich mein Elternhaus verließ, schenkte mein Vater mir einen Multifunktions-Schraubendreher. „Hier, Kind, den wirst du sicherlich immer gebrauchen können.“ Ich zog eine Schnute. Ich hatte mit einem etwas emotionaleren Abschiedsgeschenk gerechnet. Aber wie das manchmal so ist. Väter drücken ihre Gefühle häufig anders aus. Außerdem sollte er recht behalten. So einige Male kramte ich meinen „Mufu-Schrauber“ hervor, um IKEA-Regale zusammenzuzimmern, und WG-Küchenschränke vor dem Absturz zu bewahren.

Im Laufe der Zeit machte ich nicht mehr nur Notreparaturen selbst, sondern wagte mich an kleine DIYs und auch an die Bohrmaschine, damit ich als selbstständige Frau nicht immer meinen großen Bruder oder sonstige Freunde um Hilfe bitten musste. Irgendwann reichte der Multifunktions-Schraubendreher nicht mehr aus – eine kleine Grundausstattung an Werkzeug musste her. Falls ihr auch gerade auf dem Weg seid, DIY-Experten zu werden, schlage ich euch zuallererst vor, in unserer Kategorie re:CYCLE nach passenden DIYs zu schauen – und dann könnt ihr hier nachlesen, welche Grundausstattung ich euch für eure kleine Heimwerkstatt empfehle.

Bilder aufhängen, Teile verbinden und befestigen

Na klar, der Hammer darf in keinem Werkzeugkasten fehlen. Und sei es nur zur Selbstverteidigung gegen böse Einbrecher. Es gibt auch Hammer, deren Spitze geteilt ist, um Nägel wieder aus der Wand zu ziehen. Das funktioniert aber auch super mit einer Kneifzange.

Schraubendreher gibt es in allen möglichen Größen. Wichtig ist, dass ihr zwischen Kreuz- & Schlitz-Schraubendrehern unterscheidet. Für den Anfang genügen jeweils ein großer, ein mittlerer und ein kleiner Schraubendreher von jeder Sorte. Falls ihr viele IKEA-Möbel besitzt, kennt ihr ihn schon: den Inbusschlüssel. Den benötigt ihr auf jeden Fall, wenn ihr euer Fahrrad selbst reparieren wollt. Auch den gibt es in verschiedenen Größe und es lohnt sich, im Set einzukaufen. Schraubenschlüssel braucht ihr, um Schrauben mit Sechskantkopf anzuziehen. Hier ist es ausreichend, eine Sammlung der Größen acht bis 17 Millimetern zu besitzen. ganz auf Nummer sicher geht ihr mit einem Komplettset.

Zangen: Basis für jeden Haushalt

Eine Kombizange erweist sich vor allem bei Elektroarbeiten als sehr hilfreich, da sie Kabel nicht nur greifen, sondern auch schneiden kann. Seid aber bitte vorsichtig – gerade bei Elektrik und Co lieber einen Fachmann dran lassen statt herumzuexperimentieren.

Auch eine Rohrzange ist vielseitig einsetzbar. Man kann die Größen verstellen und vervielfacht durch ihre Hebelverhältnisse die Kraft eines Menschen. Beim nächsten Wasserrohrbruch ist eine Rohrzange, die schnell zur Hand ist, Gold wert!!

Ritsche ratsche: Sägen und Co

Gerade für allerlei DIYs – wie zum Beispiel die Kerzenständer aus Tischbeinen von Bloggerin Kristina – braucht man eine Säge. Mit einem Fuchsschwanz seid ihr für die verschiedensten Sägearbeiten gut beraten. Hier gibt es sogar spezielle Anfertigungen für Linkshänder. Wenn ihr einen hochwertigen Fuchsschwanz sucht, achtet darauf, dass man das Sägeblatt auswechseln kann.

Für kleinere Sägearbeiten holt ihr euch eine Bügelsäge ins Repertoire. Damit lassen sich super Holz-Mobile oder andere Kinder-Basteleien aussägen.

Bei vielen DIYs kommt außerdem das gute alte Cuttermesser und der Seitenschneider zum Einsatz.

Ganz genau ausgemessen

Krumm und schief ist manchmal gut und gehört so – aber manchmal eben auch nicht. Wenn das Regal ganz gerade angebracht werden soll, musst du auch genau ausmessen. Ich persönlich arbeite zum Messen am liebsten mit einem Stahlbandmaß, das ist exakter als jeder Zollstock. Damit alles gerade wird, ist die Wasserwaage unerlässlich. Hier gibts verschiedene Modelle – für Heimwerker-DIYs reicht oft das kleine Modell.

Auch das noch …

Damit ihr loslegen könnt, braucht ihr neben den Werkzeugen noch ein paar andere Sachen in eurem Werkzeugkasten. Legt euch folgende Grundausstattung zu:

  • Nägel
  • Dübel
  • Schrauben
  • Haken,
  • Klebstoff
  • Klebeband
  • Isolierband

Mit dieser Ausstattung solltet ihr gut ausgerüstet sein. Oder habe ich etwas vergessen? Was darf in eurem DIY-Werkzeugkoffer nicht fehlen?

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Hallöchen, ich bin Christina. Ich wollte schon von klein auf die Welt retten. Und zwar die ganze. Zugegeben, das grenzt an Größenwahnsinn. Als ich älter wurde, beschloss ich, erstmal bei...

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Letzte Kommentare (5)

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Freitag, 28. September 2018, 11:12 Uhr

Hallo, danke für die tolle Auflistung. Ich war letztens im Laden und hatte vergessen was ich noch alles für meine kleine Werkstatt brauche. Danke für den Blog!

Montag, 11. September 2017, 10:27 Uhr

Hallo!

Danke für den informativen Beitrag. Obwohl ich selbst als Tischler täglich mit Werkzeug in Berührung komme, bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen, besseren Werkzeugen. Ich selbst habe einen seit Generationen in der Familie weitergereichten englischen Schlosserhammer, den ich wahrscheinlich nie austauschen würde… aber ich bin immer an den Verbesserungen interessiert, die gemacht werden.
Das ist, glaube ich, auch sehr wichtig, dass man sich informiert und nicht auf der Stelle tritt, nur weil etwas mal funktioniert. Die Welt bewegt sich nach vorn und die Welt der Werkzeuge natürlich auch.

Verbesserung heißt ja nicht immer Verschlechterung. Nur eben eine Bewegung in eine andere Form. Und meines Erachtens hat man in seinem Beruf auch eine gewisse Verantwortung, die man ernst nehmen muss.

ich lasse liebe Grüße da!

Heinz
Mittwoch, 14. Dezember 2016, 19:10 Uhr

Hallo Christina,

wenn es um einfache do it yourself Sachen geht, ist dies auf alle Fälle eine super Ausstattung! Damit kann man schon sehr viel tolles fertigen! Für schwierigere do it yourself Arbeiten kann man sich natürlich noch professionellere Werkzeuge anschaffen.

Viele Grüße,
Heinz

Michel
Samstag, 19. November 2016, 21:36 Uhr

was die sägen angeht, ist für den anfänger auf jeden fall eine mit rückenversteifung die bessere wahl.

also die veritas oder eine douzoki, ansonsten kommt schnell frust auf beim sägen, wenn das blatt mangels stabilität permanent verläuft und wenns dann noch eine japansäge ist, die auf zug sägt…

ich denke nicht, dass deine freundin große kanthölzer sägen will, da ist die schnitttiefer erst mal eher sekundär. was den rest angeht, wurde ja bereits alles gesagt.

Lars
Sonntag, 10. Juli 2016, 13:06 Uhr

Nette Grundausstattung, aber als Mann wird wesentlich mehr Werkzeug benötigt. Ganze Werkzeugkoffer werden stellenweise benötigt um ein Bild aufzuhängen‘?