DIY: Es werde Licht!

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Was gibt es Beruhi­gen­deres, als sich nach Feier­abend den eige­nen Pro­jek­ten zu wid­men und ein­er entspan­nen­den Han­dar­beit nachzuge­hen? Blut­druck und Puls sinken, das Gehirn schal­tet ab und man ist glück­lich – das ist sog­ar wis­senschaftlich erwiesen! Neulich sind bei mir eine Papier­lampe und ein Windlicht aus Mess­ing dabei ent­standen – bei­des absolute Hin­guck­er und Unikate, die jed­er eur­er Besuch­er garantiert mal kurz anfassen will!

2 DIY Ideen

Papierlampenschirm

Für den Papier­lam­p­en­schirm diente mir als Gestell der Ring ein­er alten Lampe vom Sper­rmüll. Der Durchmess­er beträgt cir­ca 40 Zen­time­ter. Alter­na­tiv gibt es die weiß lack­ierten Fas­sungsringe in vie­len ver­schiede­nen Größen zum Beispiel bei Mod­u­lor.

Außer­dem benötigt ihr:

  • Weißen Fotokar­ton (nicht zu dick, da er sich son­st schlechter rollen lässt)
  • Hol­zleim
  • Schnei­de­un­ter­lage
  • Bleis­tift und Lineal
  • Schnei­de­lin­eal und Skalpell / Cut­ter oder Rollen-Schneidemaschine
  • E27 Lam­p­e­naufhän­gung weiß und E27 Energiesparlampe

Die Streifen für die Röllchen sind einen Zen­time­ter bre­it und wer­den mit einem Skalpell und einem Schnei­de­lin­eal geschnit­ten. Eine Rollen-Schneidemaschine erle­ichtert einem die Schnip­pelei natür­lich unge­mein. Da die Röllchen unter­schiedlich groß sind, kön­nen die Papier­streifen auch in unter­schiedlichen Län­gen abgeschnit­ten wer­den (von zehn bis 25 Zen­time­ter). Am besten zunächst ein paar Proberöllchen drehen. Zum Kleben benutze ich am lieb­sten Hol­zleim (Pon­al Express). Der hält bombig und trock­net trans­par­ent aus.

Wenn genü­gend Röllchen vorhan­den sind, klebt ihr sie ent­lang des oberen Ran­des des Gestells aneinan­der. Danach dreht ihr es um. Die weit­eren Rei­hen wer­den nach und nach an den vorher ent­stande­nen befes­tigt. Ein Tupfer Leim und leicht­es Andrück­en reichen vol­lkom­men. Da der Schirm ein Fliegengewicht ist, wird er auch mit Papier­streifen am Fas­sungsring befestigt.

Die ober­ste Rei­he sollte über den Ring ragen, damit er noch unschein­bar­er ist. Zur Befes­ti­gung wer­den kurze Papier­streifen durch die erste und zweite Röllchen­rei­he gezo­gen und um den Ring gelegt. Dann wer­den die Enden des Streifens fest­gek­lebt. Es reicht, wenn die Befes­ti­gung an jedem zweit­en oder drit­ten Röllchen vorgenom­men wird. Wenn alle Röllchen sitzen: Lam­p­en­fas­sung nach Anleitung mon­tieren und Lampe rein­drehen. Nun braucht ihr sie nur noch anzuknipsen und schon kön­nt euch an dem tollen Muster erfreuen!

Da es draußen immer unwirtlich­er wird, sollte es drin­nen umso gemütlich­er sein. Hierzu dür­fen Kerzen auf gar keinen Fall fehlen.  Mit meinem DIY-Windlicht habt ihr nicht nur schum­mern­des Licht – es wirft auch noch tolle Muster an Wand und Decke.

Windlicht

Das benötigt ihr:

  • eine Schale oder einen Behäl­ter aus Holz, Keramik oder Met­all mit einem Rand, der hoch genug ist, damit das Blech Halt hat (Rand­höhe min­destens zwei bis drei Zen­time­ter). Ich habe eine alte Holzschale gefun­den. Aber sog­ar flache Dosen aus dem Super­markt eignen sich pri­ma als Halter.
  • Kerze
  • Lochblech (hier aus Mess­ing, habe ich in einem Discount-Baumarkt gefunden)
  • Zoll­stock und Stift zum Anzeichnen
  • robuste Haushaltss­chere oder Metallsäge
  • zur Befes­ti­gung der Blechen­den: Gewinde­schrauben mit Mut­tern oder Musterbeutelklammern

Wenn das Met­all­blech dünn ist und viele Löch­er hat, lässt es sich ganz ein­fach mit ein­er Haushaltss­chere zuschnei­den. Die Höhe deines Windlichts kannst du selb­st bes­tim­men. Mit 20 Zen­time­tern ist mein Windlicht fast dop­pelt so hoch wie die dafür vorge­se­hene Kerze. Genü­gend Platz, um abends schöne Schat­ten an die Wand zu werfen.

Für die Länge des Blech­es addiert ihr zum Umfang des Behäl­ters, der später der Windlicht­bo­den wird, noch ein bis zwei Zen­time­ter, damit das Muster über­lappt. Wenn das Lochblech zugeschnit­ten ist, biegt ihr es vor­sichtig in Form und steckt es in die Schale. Um die Enden zu fix­ieren, gibt es ver­schiedene Möglichkeit­en. Es sieht beson­ders hochw­er­tig aus, wenn die Befes­ti­gung aus dem gle­ichen Mate­r­i­al wie das Blech ist. In diesem Fall habe ich Gewinde­schrauben mit Mut­tern und Muster­beutelk­lam­mern aus Mess­ing gekauft. Für die Muster­beutelk­lam­mern habe ich mich auf­grund der leicht­en Hand­habung entsch­ieden. Sie sind eigentlich für das Ver­schließen von Ver­pack­un­gen oder Ver­sand­taschen gedacht und ganz ein­fach mit den Fin­gern zu biegen.

Steckt die Klam­mern in gle­ichen Abstän­den durch die Löch­er und spreizt die Klam­mern auf der Innen­seite auseinan­der. Kerze rein – und fer­tig ist das selb­st­gemachte Windlicht aus Messing!

Hi, ich bin Kristina von ichdesigner.com. Ich habe den schönsten Beruf der Welt und arbeite als selbstständige Architektin und Interiordesignerin. Im Studium lag mein Schwerpunkt auf dem Bauen im Bestand....

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