Das süße Leben: So gelingt die perfekte Waffel

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Eine gute Waf­fel ist Gefühlssache und das bei mir gle­ich in mehrfach­er Hin­sicht. Der Geruch zieht mich magisch an – wo immer es frische Waf­feln zu kaufen gibt, stelle ich mich an. Egal, wie lange die Schlange ist. Denn eine gute Waf­fel – knus­prig an den Enden, weich in der Mitte, süß und heiß – entschädigt für jede lei­di­ge Warterei. Gle­ichzeit­ig weckt der Geruch auch Kind­hei­t­erin­nerun­gen: Ich denke an die Nach­mit­tage in Omas Küche, an denen wir gemein­sam den Teig anrührten, das Waf­feleisen ein­fet­teten und die fertig-dampfenden Waf­feln noch mit heißen Kirschen und Sahne deko­ri­erten. Auch bei meinen Kindern ziehen Waf­feln schon von klein auf.

Frühstück mit Waffel

Pix­abay © Unsplash

No milk today: Waffelteig kommt gut ohne Milchprodukte aus

Im Laufe der Jahre habe ich meine Waf­fel­back­skills opti­miert. Mit­tler­weile brauche ich gar kein Rezept mehr für den Teig – das geht auch ein­fach nach Gefühl. Mein gold­en­er Tipp: Milch­pro­duk­te und auch Milch­er­satzpro­duk­te kann man weitest­ge­hend weglasen. Denn ohne sie wird die Waf­fel viel, viel knus­priger und genau­so, wie ich sie am lieb­sten habe. Damit der Teig schön flüs­sig wird, nehme ich ein­fach Sprudel­wass­er. Die Kohlen­säure macht den Teig fluffig und die Waf­fel locker-luftig, das sieht man schon an den Bläss­chen, die sich an der Ober­fläche des Teigs bilden.

waffelteig

Pix­abay © Efraimstochter

Eine Frage des Materials: Das richtige Equipment zum Waffelbacken

Nach guten Zutat­en ist das richtige Equip­ment entschei­dend. Damit macht das Waf­felnback­en mein­er Mei­n­ung nach auch erst richtig Spaß. Neben der Funk­tion­al­ität der Küchengeräte spielt für mich auch das Design eine wichtige Rolle. Zeit- und schnörkel­los soll es sein, schließlich will ich die Küchenausstat­tung so lange wie möglich benutzen. Rührschüs­sel, Han­drührer, Teigsch­aber und Kelle – mehr braucht man neben dem Waf­feleisen nicht für den süßen Genuss.

Equip­ment zum Waffelbacken

Ihr braucht: Mehl, Zuck­er, Back­pul­ver, Salz, Min­er­al­wass­er, nach Bedarf etwas von eur­er lieb­sten Milch, etwas Vanille, Pflanzenöl und den Abrieb der Schale ein­er hal­ben Bio-Zitrone. Eier habe ich übri­gens nicht vergessen, für mich sind sie nicht notwendig. Wer darauf nicht verzicht­en möchte, fügt ein­fach bis zu drei Eiern im zweit­en Schritt zum Teig.So geht es: In fünf Schrit­ten zur per­fek­ten Waffel

1. Fünf Teile Mehl, ein Teil Zuck­er, zwei Teelöf­fel Back­pul­ver und eine Prise Salz in ein­er Schüs­sel gut ver­mis­chen, ich gebe auch zusät­zlich noch eine Messer­spitze frische Vanille dazu. Bei 500 g Mehl ergibt das unge­fähr 25 Waffeln.

2. Ich nehme immer einen Teil mehr Flüs­sigkeit als Mehl. Der Teig sollte näm­lich nicht zu dick sein, aber auch nicht so dünn wie bei Pfannkuchen. Ihr kön­nt entwed­er nur Min­er­al­wass­er oder Milch ver­wen­den oder bei­des mis­chen. Reis­milch mit Vanil­legeschmack habe ich auch schon ein­mal als Flüs­sigkeits­ba­sis aus­pro­biert – sehr leck­er! Oder wie wäre es mit einem Teil selb­st hergestell­ter Man­delmilch? Für was auch immer ihr euch entschei­det: Erst ein­mal die Hälfte der Flüs­sigkeit zu den trock­e­nen Zutat­en geben und alles mit dem Hand­mix­er ver­rühren und zwar so lange, bis ein glat­ter Teig entste­ht. Wenn ihr Milch und Sprudel­wass­er mis­cht, gebt erst die Milch dazu.

Waffel im Waffeleisen

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3. Dem glat­ten Teig füge ich noch etwas abgeriebene Bio-Zitronenschale hinzu und rühre alles mit dem Teigsch­aber noch ein­mal durch. Dann den restlichen Teil des Min­er­al­wassers hinzugeben und am besten nur noch mit dem Teigsch­aber unter­mis­chen – mit dem Hand­mix­er ist die Kohlen­säure näm­lich gle­ich wieder dahin. Zum Schluss gebe ich noch einen Schuss Pflanzenöl zum Teig.

4. Den Teig erst ein­mal zur Seite stellen und das Waf­feleisen heiß wer­den lassen – und mit heiß meine ich heiß, denn lauwarm wird die Waf­fel nichts. Ich benutze zum Ein­fet­ten des Waf­feleisens Pflanzenöl, da But­ter oder Mar­garine bei hohen Tem­per­a­turen schnell anbren­nen. Die meis­ten Waf­feleisen zeigen an, wann die richtige Tem­per­atur erre­icht ist. Dann kann es endlich los­ge­hen: Eine Kelle Teig ins Waf­feleisen und schon ein­mal tief den leck­eren Duft einatmen!

5. In mein­er Fam­i­lie haben wir uns angewöh­nt, die Waf­feln immer direkt am Essz­im­mer­tisch zu back­en. Denn son­st muss ein­er in der Küche ste­hen, während die anderen sich schon über die heißen Waf­feln her machen.

Waf­feleisen

Mein Waf­feleisen habe ich übri­gens schon ewig. Es erfüllt seinen Job nach wie vor sehr gut. Denkt daran, wenn ihr euch ein Waf­feleisen anschafft: Wer lieber knus­prige und dicke Waf­feln mag, sollte sich für ein Waf­feleisen mit vier­ck­i­gen Ein­sätzen entschei­den. Wer lieber dün­nere und fes­tere Waf­feln mag, der greift am besten auf ein klas­sis­ches Eisen zurück. Und wer sich an das Waf­fel­ge­fühl erst noch her­an­tas­ten möchte, für den habe ich hier drei tolle Rezepte: Dinkel­waf­feln, Kartof­fel­waf­feln und veg­ane Bana­nen­waf­feln. Ansichtssache: Die Wahl des richti­gen Waffeleisens

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Happy vegan cuisine: Köchin Sophia Hoffmann im Interview

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Sophia Hoffmann ist eine Macherin. Da wird nicht lange geschnackt, sondern eben angepackt und ausprobiert. Das gilt im Leben bei der veganen Köchin ebenso wie in der Küche. Die 1980 geborene Münchnerin hat als DJ aufgelegt, Partys veranstaltet, in einer Band gesungen und als freie Journalistin gearbeitet. Im Jahr 2011 kündigte sie ihren letzten Nebenjob und beschloss, sich selbstständig zu machen, um endlich ihre Leidenschaften zum Beruf zu machen. Sie begann, einen Blog zu schreiben. Anfangs ging es um das Teilen von Fotos, persönlichen Texten und Rezepten, nach und nach ging es nur noch um Food. Den Startschuss zum veganen…

Hallo, ich bin Dörte und darf als Teamleitung Influencermarketing bei OTTO den re:BLOG betreuen, das stylishste Nachhaltigkeitsformat, das ich überhaupt kenne. Ich versuche tagtäglich, das nachhaltige Abenteuer zu leben, als...

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