10 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

| von 

Nach­haltiges Han­deln ist nicht nur für die großen Fir­men und Indus­trien wichtig, son­dern für jeden Einzel­nen von uns. Wir haben zehn ein­fach umzuset­zende Tipps für mehr Nach­haltigkeit im All­t­ag und zeigen, wie die Umstel­lung gelin­gen kann.

Umweltverschmutzung durch Plastik und Oel in den Meeren

Oft sind es die kleinen Dinge, die einen Unter­schied machen. So auch beim The­ma Umweltschutz und Nach­haltigkeit im All­t­ag. Du hast es in der Hand und kannst an eini­gen kleinen Stellschrauben drehen und damit viel bewirken – sei es beim The­ma Zero Waste, CO2-Fußabdruck oder nach­haltiger Umgang mit dir selb­st. Klingt erst ein­mal nach jed­er Menge Arbeit und Aufwand, aber du wirst sehen, dass auch schon min­i­male Umstel­lun­gen helfen kön­nen, wenn alle mit­machen. Dazu haben wir für dich zehn Tipps, die nach­haltiges Han­deln im All­t­ag ganz ein­fach und Schritt für Schritt ermöglichen.

Alternative Mobilität: Fahrrad, Laufen und Co. statt Auto

Nachhaltiges Handeln Beispiel Fahrradfahren

Keine Frage: Ein Auto ist prak­tisch, aber nicht ger­ade ökol­o­gisch. Durch­schnit­tlich sparen der kom­binierte Fuß- und Fahrrad­verkehr 138 Gramm CO2 pro Kilo­me­ter ein. Ein Beruf­spendler kommt so schnell auf eine halbe Tonne CO2-Ersparnis im Jahr. Zudem fällt der Anteil grauer Energie und virtuellen Wassers für deinen CO2-Fußabdruck deut­lich geringer aus, wenn du kein eigenes Auto anschaffst, son­dern auf öffentliche Trans­port­mit­tel zurück­greif­st. Auch Car Shar­ing und ähn­liche Alter­na­tiv­en sind deut­lich nach­haltiger und kostengün­stiger. Du musst dir keine Gedanken um Ver­sicherun­gen und Park­plätze machen und kommst trotz­dem bequem an dein Ziel. Ger­ade in Großstädten mit gut aus­ge­baut­en Verkehrsnet­zen lohnt sich ein eigenes Auto nicht.

Verkehr­sex­perten des Umwelt­bun­de­samtes sind der Mei­n­ung, dass wir bis zu 30 Prozent der Aut­o­fahrten mit dem Fahrrad erset­zen kön­nen. Und 30 Prozent kön­nen ziem­lich viel sein, wenn du dir vorstellst, dass von heute auf mor­gen ein Drit­tel aller Autos aus dein­er Wohnge­gend ver­schwinden. Du kön­ntest beispiel­sweise damit anfan­gen, kürzere Streck­en wie zum Einkaufen mit dem Rad zu bewälti­gen. Das hält dich auch gesund­heitlich fit, denn Bewe­gungs­man­gel ist eine der häu­fig­sten Ursachen für Rück­en­schmerzen, Herz-Kreislaufbeschwerden, Übergewicht und Kopf­schmerzen. Laut ein­er Langzeit­studie des Nation­al Health Research Insti­tuts in Taipeh reichen schon 15 Minuten Bewe­gung täglich, um das Leben durch­schnit­tlich um 3 Jahre zu ver­längern. Allein diese kleinen Impulse sollen das Risiko für Kreb­serkrankun­gen um zehn Prozent und das ein­er Herz­erkrankung um 20 Prozent sinken lassen. Regelmäßige kleine Ein­heit­en seien hier­bei bess­er als 90 Minuten Work-out an nur einem Tag der Woche abzuarbeiten.

Minimalismus statt unnötigem Konsum

Nachhaltigkeit im Alltag Tipps zum minimalistischen Leben

Wir besitzen viel zu viel: Jedem Men­schen in Deutsch­land gehören durch­schnit­tlich 10.000 Dinge. Manche begleit­en uns jeden Tag und wer­den häu­fig benutzt, andere sind nur Bal­last und ver­brauchen wertvolle Ressourcen. Min­i­mal­is­tisch Leben heißt aber nicht, dass du auf essen­zielle Dinge verzicht­en sollst. Es geht darum, her­auszufind­en, was du wirk­lich benötigst. Das gilt für Klei­dung und Möbel, aber auch für Tech­nik und Luxus-Gadgets, Lebens­mit­tel, Haushalt­shil­fen und Putzmit­tel, Deko und Kör­perpflege. Min­i­mal­is­mus lässt sich in jedem Bere­ich anwen­den und auch auf eine wesentliche Formel run­ter­brechen: Wenige und lan­glebige, ökol­o­gisch pro­duzierte Pro­duk­te, die tagtäglich gebraucht wer­den und dein Leben sin­nvoll bere­ich­ern. Trends spie­len eine unter­ge­ord­nete Rolle, wichtiger sind Designs, die nie aus der Mode kom­men, funk­tion­al und effek­tiv sind.

Ger­ade Mode und Tech­nik ver­brauchen durch den schnellen Aus­tausch viele Ressourcen. Auch die Pro­duk­tion­sprozesse belas­ten die Umwelt durch die Ver­wen­dung von Unmen­gen an Chemikalien. Zudem gibt es noch immer das Prob­lem des ille­galen Exports von Elek­troschrott in soge­nan­nte Entwick­lungslän­der. Wer seinen Elek­troschrott zum Wert­stoffhof bringt, kann ziem­lich sich­er sein, dass dieser nicht ille­gal exportiert wird. Überdies sind unsere alten Handys und Com­put­er für Men­schen in den soge­nan­nten Entwick­lungslän­dern häu­fig kein Abfall. Sie machen das, was wir oft nicht tun: Sie repari­eren die Alt­geräte und verkaufen sie. Die Geräte, die unbrauch­bar sind, wer­den in aufwendi­ger Han­dar­beit zer­legt und die Met­alle daraus verkauft. Doch der Preis, den die Arbei­t­erin­nen und Arbeit­er dafür zahlen, ist hoch: Gefahr für Umwelt und Gesund­heit. Ein Tipp für mehr Nach­haltigkeit im All­t­ag ist deshalb, Tech­nik, Mode etc. so lange wie möglich zu nutzen und bei der Entsorgung darauf zu acht­en, dass die Teile umweltscho­nend recycelt wer­den.

Öfter mal auf Fleisch verzichten

Tipps fuer Nachhaltigkeit im Alltag mit veganen Tagen

Zu den Tipps für mehr Nach­haltigkeit im All­t­ag gehört auch der eingeschränk­te Genuss von prob­lema­tis­chen Lebens­mit­teln wie Fleisch. Natür­lich argu­men­tieren viele aus ethis­ch­er Sicht, dass ein veg­an­er Lebensstil erstrebenswert ist. Aber es gibt auch weit­ere Gründe, die für die Reduzierung von tierischen Pro­duk­ten auf unserem Speise­plan sprechen: So zeigt der Ökologe Joseph Poore in sein­er Studie, in der er und sein Team Dat­en von 40.000 Agrar­be­trieben aus 119 Län­dern aus­gew­ertet haben, dass der Kon­sum von Milch und Fleisch den größten Ein­fluss auf unseren ökol­o­gis­chen Fußab­druck hat. Durch den kom­plet­ten Verzicht ließen sich laut Poore pro Kopf etwa zwei Ton­nen Treib­haus­gase pro Jahr eins­paren. Eine ziem­liche Menge. Aber auch wenn du nicht ganz auf tierische Lebens­mit­tel verzicht­est, son­dern deren Genuss bewusster gestal­test, ist schon viel gewon­nen. Der Regen­wal­dreport zeigt außer­dem: Bei der Pro­duk­tion von tierischen Pro­duk­ten wer­den unglaublich viele Ressourcen ver­braucht, vor allem Wass­er. Darunter lei­det das gesamte Weltklima.

Gut zu wis­sen: Um ein­hun­dert Kalo­rien in Form von Fleisch, Eiern oder Milch herzustellen, muss man erst mal ein Vielfach­es an pflan­zlichen Kalo­rien an Schweine, Hüh­n­er und Kühe ver­füt­tern. Man spricht dabei auch von Vere­delung – aus vie­len pflan­zlichen Kalo­rien wer­den wenige tierische. Das ist ein Luxus, den wir uns mit inzwis­chen 7,7 Mil­liar­den Men­schen auf der Welt ein­fach nicht mehr leis­ten kön­nen. Als Inspi­ra­tion für einen oder mehrere veg­ane Tage in der Woche haben wir ein Rezept für ein leck­eres veg­anes Menü.

Zero oder Less Waste für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Nachhaltigkeit im Alltag umsetzen und auf Einwegprodukte verzichten

Nach­haltiges Han­deln ist vor allem im Müll­bere­ich nötig, denn hier fall­en jährlich unglaubliche Men­gen an, die sich eigentlich ganz ein­fach ver­mei­den lassen. Die Zahlen: Pro Kopf pro­duzieren wir in Deutsch­land rund 38,5 Kilo­gramm Plas­tik­müll im Jahr. Ins­ge­samt kom­men wir pro Per­son auf 457 Kilo Haushaltsabfälle. Eine riesige Ver­schwen­dung von Ressourcen und eine große Umwelt­be­las­tung. Denn nicht nur bei der Pro­duk­tion fall­en beden­kliche Sub­stanzen sowie ein hoher Strom- und Wasserver­brauch an, son­dern auch bei der anschließen­den Entsorgung. Müll­tren­nung und Recy­cling kön­nen helfen, unsere Umwelt zu schützen, aber sie sind nur ein Baustein, wenn es darum geht, Nach­haltigkeit im All­t­ag umzusetzen.

Wichtig ist vor allem, weniger Müll zu pro­duzieren. Fol­gende Tipps kön­nen dir dabei helfen:

  1. Nimm zum Einkaufen (egal, ob Lebens­mit­tel oder anderes) einen Einkaufs­beu­tel mit und verzichte auf Ein­mal­beu­tel aus Papi­er oder Plastik.
  2. Kaufe nichts, was per se für den Müll bes­timmt ist (Mülltüten, Ein­weg­bech­er, Stro­hhalme, Coffee-to-go etc.).
  3. Ver­mei­de indus­triell ver­ar­beit­ete Nahrungsmit­tel und koche stattdessen selbst.
  4. Ver­wende eine Trink­flasche, wenn du unter­wegs bist.
  5. Trinke Leitungswass­er oder Tee statt Limon­ade aus Plas­tik­flaschen bzw. Dosen.

Mehr Tipps und 5 Zero Waste Fehler, die du ver­mei­den soll­test, gibt es in unserem Ratgeber.

Upcycling und Secondhand statt neu kaufen

Nachhaltiges Handeln durch Upcycling und Wiederverkauf

In unser­er Weg­w­er­fge­sellschaft ist es üblich, dass Dinge, wenn wir sie nicht mehr haben möcht­en, wegge­wor­fen wer­den. Das gilt auch für Sachen, die eigentlich noch gut sind. Alte Klei­dung, die zwar nicht mehr passt, aber anson­sten keine Schä­den aufweist, kannst du ganz ein­fach Sec­ond­hand auf vie­len Apps anbi­eten oder auch spenden. Du kannst aber auch neue Dinge aus alten Tex­tilien machen, z. B. Babyk­lei­dung sel­ber nähen oder aber ein Jean­shemd mit neuem Rück­en. Aus einem alten Topfdeck­el lässt sich ganz ein­fach eine Lampe sel­ber machen oder du repari­erst und restau­ri­erst alte Möbel und ver­hil­f­st ihnen so zu einem neuen Leben.

Durch das Upcy­cling ver­mei­dest du Müll­berge und Ver­schwen­dung. Außer­dem ent­lastest du die Umwelt durch die bewusste Nutzung vorhan­den­er Ressourcen. Und selb­st wenn du kein Inter­esse an handw­erk­lichen Pro­jek­ten hast, kannst du anderen eine Freude machen, indem du deine aus­sortierten Sachen zum Tausch anbi­etest, spend­est oder für wenig Geld verkaufst.

Nachhaltiger Umgang mit sich selbst

Nachhaltiges Handeln im Alltag durch Selfcare

Was viele vergessen: Nach­haltigkeit im All­t­ag heißt auch, dass du mit deinem Kör­p­er und deinen men­tal­en Ressourcen gut haushal­test. Jährlich erkranken knapp 200.000 Men­schen am soge­nan­nten Burn-out. Gründe dafür gibt es viele, aber vor allem ständi­ger Leis­tungs­druck und wenig Entspan­nung führen dazu. Damit wir wirk­lich leis­tungs­fähig und gesund sind, ist es wichtig, dass du dir regelmäßig eine Pause gönnst und den Kopf freibekommst. Was für dich funk­tion­iert, lässt sich am besten durch Aus­pro­bieren her­aus­find­en: Dig­i­tal Detox spart nicht nur Energie, son­dern hil­ft dir auch, dich auf deine Umge­bung und dich selb­st zu fokussieren. Aber auch Pow­er­naps, Med­i­ta­tion und Yoga sind tolle Meth­o­d­en, um innere Bal­ance zu find­en und die Energi­etanks wieder aufzufüllen. Well­ness­rituale funk­tion­ieren eben­falls. Um diese nach­haltig zu gestal­ten, kannst du beispiel­sweise Matcha Peel­ing & Gesichts­maske sel­ber machen.

Selb­st gemachte Pro­duk­te haben den Vorteil, dass du genau weißt, welche Inhaltsstoffe ver­wen­det wur­den. Denn in gekauften Kos­meti­ka find­en sich oft Chemikalien und Mikro­plas­tik. Die Ver­pack­un­gen beste­hen eben­falls aus Kun­st­stof­fen. Das ist wed­er gut für die Umwelt noch für deine Gesund­heit. Und es gibt jede Menge ein­fache DIYs, mit denen du Pflege­pro­duk­te genau auf deine Bedürfnisse anpassen kannst. So tust du dir etwas Gutes und hältst deinen ökol­o­gis­chen Fußab­druck trotz­dem gering.

Nachhaltiges Handeln: Kinder an einen bewussten Alltag heranführen

Kinder und Nachhaltigkeit im Alltag

Kinder sind unsere Zukun­ft – ein ziem­lich­er Klischee-Spruch, aber es stimmt. Je eher wir den Nach­wuchs an das The­ma her­an­führen, desto ein­fach­er und selb­stver­ständlich­er wird es später für ihn sein, Nach­haltigkeit im All­t­ag zu prak­tizieren. Indem wir ihnen die kleinen nach­halti­gen Schritte zeigen, Vor­bild sind und erk­lären, warum wir beispiel­sweise Müll tren­nen bzw. recyceln etc., leis­ten wir einen riesi­gen Bil­dungs­beitrag. Kinder, die beispiel­sweise gemein­sam mit ihren Eltern Sport treiben, tun das sta­tis­tisch gese­hen auch als Erwach­sene mit höher­er Wahrschein­lichkeit. Nach diesem ein­fachen Prinzip wer­den kleine Umwelt­beiträge wie das Fahrrad­fahren, die Tipps zur Müll­tren­nung oder der Verzicht auf über­flüs­si­gen Kon­sum zur Selbstverständlichkeit.

Ein nach­haltiger All­t­ag ist auch mit Babys und Kleinkindern möglich. Hier gibt es unglaublich viele Ansätze: von Stof­fwindeln statt Weg­w­er­fwindeln über selb­st gekochte Baby­nahrung bis hin zu einem min­i­mal­is­tis­chen Kinderz­im­mer. Wichtig: Du entschei­dest, wie nach­haltig du leben möcht­est und was für dich umset­zbar ist und was eher nicht. Die eine Lösung gibt es hier nicht, denn jed­er All­t­ag sieht anders aus. Du kannst viel aus­pro­bieren und den für dich besten Weg find­en. Am ein­fach­sten ist es, wenn du auf nach­haltige Pro­duk­te acht­est und nur das kauf­st, was du wirk­lich benötigst. Ger­ade bei Spielzeug und Klei­dung lässt sich der Ressourcenver­brauch super ver­ringern. Tipps, wie du mit Baby Müll­berge klein hal­ten kannst, bekommst du in unserem Ratgeber.

Regional und saisonal einkaufen

Nachhaltiges Handeln durch regionale sowie saisonale Produkte

Wir haben uns so daran gewöh­nt, das ganze Jahr hin­durch Erd­beeren, Man­gos und andere, eigentlich saisonale und nicht regionale Pro­duk­te im Super­markt zu bekom­men, dass es für uns ganz nor­mal ist, eine große Auswahl zu haben. Dabei vergessen wir allerd­ings, dass diese Lebens­mit­tel unter Ein­satz von großen Men­gen Wass­er, Energie und Düngemit­teln ange­baut wer­den und oft auch lange Trans­portwege hin­ter sich haben. Aber auch deutsche Ware wird mitunter in heimis­chen Lager­häusern kühl unterge­bracht und belastet damit die Umwelt. Alle diese Fak­toren wirken sich neg­a­tiv auf unser Kli­ma aus und ver­brauchen unnötig Ressourcen. Dabei geht es auch region­al und vor allem saison­al. Unsere heimis­chen Obst- und Gemüs­esorten bieten Abwech­slung, wichtige Vit­a­mine, Min­er­al­stoffe etc. und kön­nen in unmit­tel­bar­er Nähe angepflanzt wer­den. Win­tergemüse muss nicht in kün­stlich beheizten Gewächshäusern herange­zo­gen wer­den, son­dern kann naturbe­lassen auf den Feldern reifen. Außer­dem enthält es dann den höch­sten Vit­a­minge­halt, denn es hat­te genug Zeit, am Ack­er voll­ständig auszureifen.

Eben­falls wichtig: Achte auf Güte­siegel. Sie zeigen, unter welchen Pro­duk­tions­be­din­gun­gen Lebens­mit­tel hergestellt wer­den. Ide­al­er­weis­er deckt die Zer­ti­fizierung die gesamte Pro­duk­tions­kette ab, sodass du jede einzelne Sta­tion und jeden Schritt nachver­fol­gen kannst. Das Fairtrade-Siegel garantiert beispiel­sweise faire Preise für Bauern und ökol­o­gis­che Bewirtschaf­tung wird belohnt. Das europäis­che Bio-Siegel zer­ti­fiziert ökol­o­gis­chen Anbau und Tier­hal­tung auf ein­er Min­dest­fläche. Das veg­ane und veg­e­tarische Güte­siegel kennze­ich­net tier­freie Pro­duk­te. Weit­ere Infos bekommst du in unserem Rat­ge­ber “Über­sicht Güte­siegel Deutsch­land”.

Regionaler Urlaub statt exotische Reisen

Nachhaltiger Urlaub in Deutschland

Nach­haltigkeit im All­t­ag bet­rifft vor allem das tagtägliche Reisen, sei es der Weg zur Arbeit, zur Fam­i­lie oder zu Fre­un­den. Schöne und span­nende Aktivurlaube in der Ferne gibt es viele. Beson­ders nach­haltig sind sie in der Regel aber lei­der nicht: Vor allem Hin- und Rück­reise mit dem Flugzeug lassen unseren CO2-Fußabdruck ganz schön groß wer­den. Ein Flug zwis­chen Deutsch­land und den Kanarischen Inseln schlägt beispiel­sweise mit 1.800 Kilo CO2 zu Buche. Im Ver­gle­ich dazu kön­ntest du mit einem typ­is­chen Mit­telk­lassewa­gen ganze 45.000 Kilo­me­ter zurück­le­gen. Bei ein­er ein­wöchi­gen Kreuz­fahrt rech­net man sog­ar mit 1,5 Ton­nen CO2 pro Kopf. Eine unglaubliche Belas­tung für unser Klima.

Man muss nicht immer weit weg reisen, um etwas zu erleben. Man kann auch beim Klet­tern im Harz oder Kan­u­fahren auf der Leine Her­aus­forderun­gen und Aben­teuer beste­hen. Eine Woche Waldzeit kann erhol­samer sein als eine Woche am Mit­telmeer. Man muss keine Stem­pel im Pass sam­meln oder Reisen als Sta­tussym­bol sehen. Und wenn es weit weg sein muss, kann die Anreise mit der Bahn viel schön­er sein, als in den Flieger zu steigen, um schnell anzukom­men. Der Weg an sich gehört doch auch zur Reise dazu. Und auch Micro Adven­tures in der Umge­bung kön­nen aufre­gend und gle­ichzeit­ig entspan­nend sein. Dabei wird weniger CO2 pro­duziert und du schon­st das Klima.

Unverpackt einkaufen für einen nachhaltigen Alltag

Nachhaltigkeit im Alltag durch unverpackt Einkaufen

Unser let­zter Tipp für mehr Nach­haltigkeit im All­t­ag ist das Einkaufen im Unver­packt Laden. Hier wer­den alle Pro­duk­te lose und ohne Plas­tik bzw. Ein­wegver­pack­ung ange­boten. Die Ware befind­et sich stattdessen in großen Behäl­tern (den soge­nan­nten Bulk Bins) und der Kunde füllt sie sich selb­st in eigene mit­ge­brachte Glas­ge­fäße, Beu­tel und Dosen ab oder packt sie in wiederver­wend­bare Wach­stüch­er. Manche Unver­packt Läden bieten aber auch wiederver­wend­bare Pfand­be­häl­ter an – so ist auch ein Spon­taneinkauf möglich. Übri­gens: Mit dem Kauf los­er Ware kannst du nicht nur Plas­tik­ab­fall ver­hin­dern, son­dern auch aktiv etwas gegen Lebens­mit­telver­schwen­dung tun. Denn ein ver­pack­ungs­freier Super­markt macht es möglich, dass Kun­den nur exakt so viel von allem einkaufen, wie sie auch wirk­lich benöti­gen und ver­brauchen können.

Die meis­ten der ver­pack­ungs­freien Läden bieten auss­chließlich Bio-Artikel an und leg­en darü­ber hin­aus großen Wert auf regionale und saisonale Erzeug­nisse. Sprich: Lange Trans­portwege und die damit zusam­men­hän­gen­den Emis­sio­nen wer­den an vie­len Stellen ver­hin­dert. Neben Lebens­mit­teln wer­den in vie­len Unver­packt Läden auch Zero Waste Hygie­n­eartikel wie Bam­buszahn­bürsten angeboten.

Fazit: Nachhaltiges Handeln im Alltag ist gar nicht so schwer

Tipp fuer Nachhaltigkeit im Alltag

Kli­mawan­del, Ressourcenknap­pheit und eine immer weit­er wach­sende Bevölkerung – das sind nur einige der Gründe, die für mehr Nach­haltigkeit im All­t­ag sprechen. Denn jed­er kann mit ein paar ein­fachen Umstel­lun­gen sein­er Gewohn­heit­en dazu beitra­gen, dass unsere Umwelt weniger belastet wird. Oft schreck­en wir vor nach­haltigem Han­deln zurück, weil wir glauben, dass es zum einen nichts bringt, wenn man es „nur“ im Kleinen prak­tiziert, oder aber weil wir denken, dass es unglaublich kom­pliziert und teuer ist. Stimmt bei­des nicht, wie unsere zehn Tipps dir hof­fentlich gezeigt haben. Wichtig ist vor allem, dass wir weniger Müll pro­duzieren, also weniger wegschmeißen, weniger Über­flüs­siges kon­sum­ieren und öfter Ver­pack­ungsmüll reduzieren. Deinen CO2-Fußabdruck senkst du, indem du kurze Streck­en mit dem Rad zurück­legst oder läuf­st. Das tut auch deinem Kör­p­er gut, denn wir bewe­gen uns in der Regel viel zu wenig.

Richtig aufräumen: So geht Magic Cleaning

| von 

Aufräumen und Entrümpeln ist die eine Sache, Ordnung halten eine andere. Mit der Magic Cleaning Methode gehört Unordnung der Vergangenheit an. Wir erklären, wie du das ganz einfach bei dir zuhause umsetzen kannst.

Clean
Wir haben von allem zu viel. Zu viele Bücher, zu viele Schuhe und vor allem zu viele Klamotten. Riskiert man mal einen Blick in den Kleiderschrank und überlegt sich, was man tatsächlich davon trägt, schrumpft der Fundus plötzlich auf ein Minimum zusammen. Wir sind von so vielen Dingen in unserer Wohnung umgeben, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Vielleicht tut es gut, mal wieder mit leichtem Gepäck…

Hej, ich bin Jasmin, frische Hamburgerin und Foodie aus Leidenschaft. Ich liebe es neue vegane und nachhaltige Cafés und Restaurants in Hamburg zu entdecken. Für re:BLOG begebe ich mich außerdem...

Zum Autor

Dienstag, 17. April 2018, 8:16 Uhr

Hal­lo Biggi,

schö­nen Dank für Deinen aus­führlichen Bericht aus Deinem Leben und dass Du so viel für Men­sch, Tier und Natur tust 🙂 Chapeau!

Viele Grüße

Christof

birthe saß
Montag, 16. April 2018, 9:55 Uhr

hal­lo
ich bin big­gi , 59 jahre jung,nicht ganz gesund und lebe seit einem jahr vegan.es war ein langer prozeß.
ange­fan­gen hat alles mit meinen hun­den aus dem aus­ländis­chen tier­schutz und deren elendi­ges dahin­ve­g­i­t­ieren in osteuropa,italien und und und ,eigentlich weltweit,leider.nundenn .durch die vie­len berichte im net bin ich unweiger­lich auf die bar­barischen hal­tungs­be­din­gun­gen in deutschen ( nicht nur ) mast­be­trieben und auch bio­höfen etc gestoßen und ich war trau­rig und beschämt darü­ber das ich an diesem tier­mord auch beteiligt bin,konsequenz : kein fleisch mehr ,hab eh nie viel fleisch gegessen,aber jedes schnitzel ist eins zuviel !
ich gebe zu ,ab und an bin ich schwach gewor­den , aber ich wollte mich nicht geisseln,aus angst davor zu kapitulieren.es war ja ein gewaltiger schritt von heute auf mor­gen die kom­plette palette nahrung umzustellen.alles flog raus was mit tieren in berührung kam.stunden im net wie ich mich jet­zt ernähren soll.lehrgeld,zurück aufs veg­e­tarische für ne woche und dann endgültig vegan.ich esse gerne und und es fiel mir nicht leicht , gar nicht leicht.aber ich habe gewon­nen , und zwar auf ganz­er linie.10 kg leichter und gewürze ken­nen­gel­ernt die ich son­st nie gekauft hätte.ich muß sagen das ich jet­zt bess­er esse ohne fleisch als mit,weil meine lebens­mit­telkent­nisse sich erhe­blich verbessert haben.die alten getrei­des­orten die jede oma ken­nt und die jet­zt wieder ‚ neu ent­deckt ‚ werden,kräuter,gemüsesorten die vorher nicht mal angeschaut wurden,rote beete usw..ich war eine sammlerin,alles was mir gefiel fand auch einen platz,das hat sich geändert.ich will nicht sagen das ich min­i­mal­istin bin,aber ich bin auf dem weg dahin.ich habe plas­tik aus meinem haushalt nach und nach verbannt.immer wieder finde ich alter­na­tiv­en zu plastik.auch die gute alte hand­seife liegt wieder im bad,vegan natürlich.waschpulver mache ich auch selber.selter kaufe ich auss­chließlich in glas­flaschen in der hoff­nung das die pet­flaschen bald vom erd­bo­den verschwinden,hab keinen bock darauf plas­tik zu trinken.stofftasdchen haben konjunktur.alles an led­er habe ich aus­sortiert und verkauft.ich lerne täglich dazu.mein dom­izil ist 130 jahre alt und genau­so ver­schroben wie ich ,alles schief und krumm,paßt wun­der­bar zu mir . im gsrten wird alles mögliche ange­baut in 2 hochbeeten mit 10x1m hochbeeten,weil ich rück­enkrank bin.ich kenne es aus kinderta­gen und prof­i­tiere jet­zt von dem was mir omi als kind gezeigt hat.ein gar­ten­te­ich war schon da und dazu kam ein bio­thop für die unzäh­li­gen frösche usw was sich in meinem garten tum­melt und ich tue alles dafür das es ihnen gut geht.meine klei­dung und auch meine möbel habe ich schon immer sec­ond hand gekauft,teils aus geld­man­gel aber auch weil ich nicht teil dieser his­therie wer­den wollte von dem was ger­ade ange­sagt ist.wenn nur jed­er 10te men­sch auf dieser erde ähn­lich agiert , wäre unsere welt eine bessere.ach ja , mein auto habe ich verschenkt,ich wohne ländlich ohne gute busverbindung zur näch­sten einkaufsmöglichkeit,aber ich schließe mich mit nach­barn zusam­men wenn ich ein-zweimal im monat einkaufen muß,der doc ist drei häuser weiter,apotheke nebenan,geht doch alles wenn man nur will,man muß es wollen,dann klappt es auch !!
so , mehr fällt mir jet­zt dazu nicht ein .lg biggi