10 Tipps und Tricks für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

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Ich habe neun Blogger/-innen und mich selb­st gefragt, wie sie bzw. ich Ressourcen sparen und nach­haltig leben. Es sind ganz unter­schiedliche Gedanken und Anre­gun­gen zusam­mengekom­men. Sie zeigen, dass Nach­haltigkeit kein Hokus­pokus ist, son­dern ein­fach in den All­t­ag inte­gri­ert wer­den kann und sog­ar Spaß macht.

Christin

von Sim­ple Winke

„Gehen verbessert meine men­tale, physis­che und finanzielle Gesund­heit und meinen CO2-Fußabdruck.”
Mehr Nachhaltigkeit Blog

„Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewach­sen und so war für mich ‚das Haus ver­lassen‘ einen großen Teil meines Lebens gle­ichbe­deu­tend mit ‚ins Auto steigen‘. 2013 bin ich nach Berlin gezo­gen und habe zwei Tage später – aus Überzeu­gung, aber mit mul­migem Gefühl – mein Auto verkauft. Kein Auto zu besitzen, war für mich am Anfang eine gren­zw­er­tige Erfahrung, denn von meinem 18. Geburt­stag an stand ein Auto für Unab­hängigkeit und Frei­heit und war auch jahre­lang oblig­a­torisch für meine Arbeit. Seit ich kein Auto mehr besitze, gehe ich ein­fach alle Streck­en bis unge­fähr sechs Kilo­me­ter. Je nach Zeit und Stim­mung kann dies alles von entspan­ntem Schlen­dern bis zu Ren­nen bedeuten. Inter­es­san­ter­weise höre ich oft, dass den Leuten dafür die Zeit fehlen würde. Dies kann ich nicht nachvol­lziehen, denn wer z. B. die Zeit find­et, ins Fitness-Studio oder joggen zu gehen, kann doch, im entsprechend zeitlichen Aus­tausch, an gewün­schte Orte laufen. Durch das viele Gehen bin ich nicht nur fit­ter, son­dern auch viel öfter an der frischen Luft. Es kostet keinen Cent, ich kann in der Zeit her­rlich meine Gedanken schweifen lassen, Musik oder Hör­büch­er hören, Ein­drücke sam­meln oder auch sportlich ver­suchen, meine eigene Zeit zu unter­bi­eten. Ich erlebe durch diese Entschle­u­ni­gung immer wieder Schönes, was meinen All­t­ag bere­ichert. Manch­mal sind das Begeg­nun­gen mit Men­schen oder Tieren, inspiri­erende Ein­drücke oder ein faszinieren­des Licht… Übri­gens reichen – laut der Langzeit­studie des Nation­al Health Research Insti­tuts in Taipeh – schon 15 Minuten Bewe­gung täglich, um das Leben durch­schnit­tlich um 3 Jahre zu ver­längern. Allein diese kleinen Impulse sollen das Risiko für Kreb­serkrankun­gen um zehn Prozent und das ein­er Herz­erkrankung um 20 Prozent sinken lassen. Regelmäßige kleine Ein­heit­en seien hier­bei bess­er, als 90 Minuten an nur einem Tag der Woche abzuar­beit­en. Das Gehen verbessert nicht nur meine men­tale, physis­che und finanzielle Gesund­heit, son­dern auch meinen CO2-Fußabdruck.“

Christin mag alles, was das Leben unkom­pliziert­er, glück­lich­er und gesün­der macht. Ihre Fähigkeit­en und kreativ­en Tal­ente nutzt sie, um Lösun­gen für alltägliche Her­aus­forderun­gen zu find­en und diese Ideen mit Ihren Lesern zu teilen.

Marina

von Ve Lové

„Ich mache nicht jeden Trend mit.”
Tipps Mehr Nachhaltigkeit

„Nach­haltig sein, heißt für mich auch, sich Trends zu entsagen. Zwar läuft man Gefahr, schräg angeschaut zu wer­den. Aber das läuft man ja bei vie­len Din­gen, wenn man anfängt, bewusster zu leben bzw. bewusst anders zu leben. Ich finde es erfrischend, vom Zwang befre­it zu sein, ständig das zu besitzen, was uns von der Wer­bung ange­priesen wird. Dabei ist es egal, ob es sich um Klei­dung han­delt oder um die neueste Tech­nik. Ich besitze mein Smart­phone seit sechs Jahren und werde von Kol­le­gen oft belächelt, da es wed­er ein iPhone ist, noch irgen­det­was drauf hat, was die neuen Geräte heutzu­tage kön­nen. Aber es funk­tion­iert. Ich möchte eh nicht zu den­jeni­gen gehören, die in der S-Bahn ständig auf ihr Tele­fon star­ren oder sich beim gemein­samen Restau­rantbe­such nicht unter­hal­ten, son­dern schnell noch schauen, was der Rest der Welt gepostet hat. Im Durch­schnitt wird ein Smart­phone weniger als zwei Jahre lang genutzt. Meines ist sechs Jahre alt, mein Lap­top neun. Zudem gibt es noch immer das Prob­lem des ille­galen Exports von Elek­troschrott in soge­nan­nte Entwick­lungslän­der. Eigentlich ist es zwar ver­boten, Abfälle in diese Län­der zu exportieren. Doch manch­mal wird das, was wir als Müll beze­ich­nen, als Gebraucht­ware aus­geze­ich­net. Der Export ist gün­stiger als eine pro­fes­sionelle Wiederver­w­er­tung hierzu­lande. Meist sind dies Elek­trogeräte aus ille­galen Straßen­samm­lun­gen. Wer seinen Elek­troschrott zum Wert­stoffhof bringt, kann ziem­lich sich­er sein, dass dieser nicht ille­gal exportiert wird. Überdies sind unsere alten Handys und Com­put­er für Men­schen in den soge­nan­nten Entwick­lungslän­dern häu­fig kein Abfall. Sie machen das, was wir oft nicht tun: Sie repari­eren die Alt­geräte und verkaufen sie. Aber viele der Alt­geräte sind unbrauch­bar. Sie wer­den dort in aufwändi­ger Han­dar­beit zer­legt und die Met­alle daraus verkauft. Doch der Preis, den die Arbei­t­erin­nen und Arbeit­er dafür zahlen, ist hoch: Gefahr für Umwelt und Gesund­heit. Ich ver­suche, Pro­duk­te so lange zu nutzen, wie es geht. Und danach nach ein­er Lösung zu suchen, wie man das Pro­dukt sin­nvoll entsor­gen kann. Ich habe mein altes Handy dem NABU gespendet. In Zusam­me­nar­beit mit einem Tele­fo­nan­bi­eter sam­melt der Naturschutzbund alte Geräte, für jedes Handy erhält der Vere­in eine Spende von 1,60 Euro. Diese Gelder fließen in die Rena­turierung der Hav­el. Es gibt aber noch andere Pro­jek­te, die man mit alten Handys unter­stützen kann. Also schaut mal, was für Schätze noch in Euren Schubladen schlum­mern!“

Mari­na arbeit­et haupt­beru­flich als Fernse­hjour­nal­istin. Auf ve lové veröf­fentlicht sie Videos mit Ideen für ein nach­haltiges Leben rund um Food, Beau­ty, Fash­ion, Lifestyle und Trav­el.

Daniel und Katrin

von beVegt

„Pflanzen statt Tiere essen.”
Nachhaltigkeitsblogger

Je weniger tierische Lebens­mit­tel auf dem Teller lan­den, desto bess­er ist das für die Umwelt. Der Grund ist ganz ein­fach: Um ein­hun­dert Kalo­rien in Form von Fleisch, Eiern oder Milch herzustellen, muss man erst­mal ein Vielfach­es an pflan­zlichen Kalo­rien an Schweine, Hüh­n­er und Kühe ver­füt­tern. Man spricht dabei übri­gens auch von Vere­delung – aus vie­len pflan­zlichen Kalo­rien wer­den wenige tierische. Das ist ein Luxus, den wir uns mit inzwis­chen 7,5 Mil­liar­den Men­schen auf der Welt ein­fach nicht mehr leis­ten kön­nen. Bei ein­er min­i­mal­is­tis­chen Ernährung set­zt du stattdessen über­wiegend oder  sog­ar auss­chließlich auf pflan­zliche Lebens­mit­tel, die wir ohne den Umweg der Vere­delung nutzen kön­nen. Dadurch verklein­erst du deinen ökol­o­gis­chen Fußab­druck und set­zt gle­ichzeit­ig ein Zeichen gegen die indus­trielle Tier­aus­beu­tung. Das Beste ist aber, dass eine aus­ge­wo­gene pflan­zliche Küche nicht nur nach­haltig und gesund ist, son­dern auch richtig leck­er sein kann. Es gibt viele ein­fache Rezepte, mit denen du dich sofort auf eine veg­ane Ent­deck­ungsreise machen kannst. Auch auf unserem Blog find­est Du einiges zum Nachkochen. Pro­bier es ein­fach mal aus und lass dich über­raschen!“

Daniel und Katrin zeigen auf beVegt, wie eine stress­freie veg­ane Ernährung funk­tion­iert und wie man mit dem richti­gen Train­ing fit und gesund durchs Leben läuft.

„Seinen Müll reduzieren, kann jed­er.”
Nachhaltigkeitstipps

„Allein in mein­er Heimat­stadt Graz fall­en im Recy­cling­cen­ter pro Tag ca. 12.000 kg oder rund 40 Ballen an PET-Getränkeflaschen an. Ganz schön viel, wenn man bedenkt, dass eine Flasche zwis­chen 12 und 35 Gramm wiegt! Das ist aber nur ein klein­er Teil des Ver­pack­ungsmülls, der anfällt. Welche gigan­tis­chen Berge das wirk­lich auf unserem Plan­eten sind, liegt jen­seits unser­er Vorstel­lungskraft. Min­destens 150 Mil­lio­nen Ton­nen Plas­tik schwim­men in unseren Meeren und die Strände und viele Natur­land­schaften sind über­sät mit Plas­tik­müll. In den let­zten Jahren habe ich das Mül­laufkom­men in meinem Haushalt um über 80 % reduziert. Auf meinem Blog erk­läre ich, wie man mit nur gerin­gen Verän­derun­gen im Kon­sumver­hal­ten, den Müll reduzieren kann. Auch über die ver­schiede­nen Möglichkeit­en der Frau während ihrer Tage Müll zu ver­mei­den, habe ich eine mehrteilige Serie ver­fasst. Müll reduzieren, tut nicht weh und kann jed­er. Meine 5 wichtig­sten Tipps: 1. Nimm zum Einkaufen (egal ob Lebens­mit­tel oder anderes) einen Einkaufs­beu­tel mit. 2. Kaufe nichts, was per se für den Müll bes­timmt ist (Mülltüten, Ein­weg­bech­er, Stro­hhalme, Coffee-to-go etc.) 3. Ver­mei­de indus­triell ver­ar­beit­ete Nahrungsmit­tel und koche stattdessen selb­st. 4. Ver­wende eine Trink­flasche, wenn Du unter­wegs bist. 5. Trinke Leitungswass­er oder Tee statt Limon­ade (ist sowieso gesün­der).“

Maria blog­gt auf Wider­stand ist zweck­mäßig über grünes Leben, Mül­lver­mei­dung, Plas­tikre­duk­tion, DIY, Min­i­mal­is­mus und Acht­samkeit. Sie ist Mit­be­grün­derin eines Kost­nixladens in Öster­re­ich.

Lisa Nachhaltigkeits Tipp
„Nach­haltig kon­sum­ieren, bedeutet wenig kon­sum­ieren.”

„Je mehr ich mich mit dem The­ma Kon­sum beschäftige, umso mehr spüre ich, wie die vie­len (oft unnöti­gen) Dinge um mich herum auf mein Gemüt drück­en. Ich habe das Gefühl, dass ich mich um all diese Dinge küm­mern muss. Und das, obwohl ich meinen Kon­sum bere­its stark reduziert habe. Seit ich sehr bewusst kon­sum­iere, merke ich, dass ich kaum etwas benötige bzw. noch sehr viele Dinge im Haus habe, die einen Neukauf über­flüs­sig machen. Eben­so bekomme ich immer mehr Lust, selb­st etwas herzustellen. Ger­ade stricke ich Sock­en. Das hört sich vielle­icht alt­modisch an, aber wer mag schon kalte Füße haben. Statt neue Wolle zu kaufen, fand ich alte Wolle in ein­er Kiste. Die Wolle hätte ich früher weggeschmis­sen, da sie total ver­knotet war. Jet­zt habe ich sie gerettet und einen brauch­baren Faden für die Sock­en pro­duziert. Das ist eine kleine Sache, aber das Konzept kann man auf alles anwen­den. Es macht mir Spaß, meinen Haushalt soweit zu reduzieren und zu opti­mieren, bis ich nur noch hochw­er­tige und lan­glebige Dinge besitze. Es sollen nur Dinge sein, die ich in regelmäßi­gen Abstän­den brauche. Wenn mir tat­säch­lich etwas fehlt, greife ich am lieb­sten auf Sec­ond­hand zurück. Bei Neuware achte ich auf eine nach­haltige Pro­duk­tion.“

Lisa schreibt auf Ich lebe grün! über einen nach­halti­gen Lifestyle. Es ist ihr wichtig, Inspi­ra­tio­nen zu ver­schiede­nen Lebens­bere­ichen zu biete

Christof

von Ein­fach bewusst

„Wer zufrieden mit dem ist, was er hat, und mit dem, was er ist, kauft nur das Nötig­ste.”
NAchhaltigkeitstipps Christof

„Man macht uns Angst vor Man­gel­er­schei­n­un­gen und Krankheit­en, damit wir Medika­mente und Nahrungsergänzungsmit­tel kaufen. Man redet uns ein, dass wir nur dann so cool wie George Clooney sind, wenn wir Kaf­fee aus Kapseln trinken. Man erzählt uns von Risiken, auf die wir selb­st nie gekom­men wären, um uns eine Ver­sicherung nach der anderen anzu­drehen. Man tut so, als wür­den wir Welt­be­we­gen­des ver­passen, wenn wir die neue Sam­stagabend­show nicht schauen. Man warnt uns, dass wir unseren All­t­ag in Zukun­ft nur bewälti­gen kön­nen, wenn wir uns von Alexa fern­s­teuern lassen. Man macht uns ein X für ein U vor, damit wir ein Monats­ge­halt für das iPhone X hin­le­gen … Wirtschaft und Wer­bung sind darauf aus­gerichtet, uns unzufrieden zu machen und uns Angst einzu­ja­gen, damit wir für irgendwelchen Kram und die damit ver­bun­de­nen Ver­sprechun­gen den Geld­beu­tel zück­en. Sind wir wach­sam, kön­nen wir erken­nen, dass diese Unzufrieden­heit und Angst gar nicht die unseren sind. Ein klar­er Kopf und etwas Recherche führen viele Kau­fim­pulse ad absur­dum. Die meis­ten Man­gel­er­schei­n­un­gen und Krankheit­en kön­nen ver­hin­dert und sog­ar behan­delt wer­den, indem man sich gesund ernährt und aus­re­ichend bewegt. Wer Kaf­fee aus Kapseln trinkt, ist nicht cool, son­dern doof, weil er Berge an Müll pro­duziert und für das Kilo­gramm Kaf­feep­ul­ver umgerech­net 80 Euro bezahlt. Ver­sicherun­gen müssen lediglich die exis­tenzbedro­hen­den Risiken absich­ern. Die neue Sam­stagabend­show ist nichts anderes als Unter­hal­tung – mit viel Glück gute Unter­hal­tung, wahrschein­lich aber hanebüch­ene. Und zu Alexa, iPhone & Co: Vielle­icht sind ger­ade all die Gad­gets und Helfer­lein dafür ver­ant­wortlich, dass es uns immer schw­er­er fällt, den All­t­ag zu bewälti­gen. Jed­er Gegen­stand giert schließlich nach unser­er Aufmerk­samkeit und Zeit. All der Kram macht uns nicht glück­lich. Wer zu viel besitzt, wird besessen. Glück find­en wir in den Momenten, in denen wir wirk­lich leben. Etwa wenn wir Qual­ität­szeit mit Fre­un­den und Fam­i­lie ver­brin­gen, wenn wir unseren Lei­den­schaften nachge­hen, wenn wir uns akzep­tiert und zugle­ich frei fühlen.“

Christof blog­gt auf Ein­fach bewusst über Min­i­mal­is­mus, Nach­haltigkeit, veg­ane Ernährung und Wan­dern.

„Kinder lieben und ler­nen Nach­haltigkeit.”
Nachhaltigkeit

Tra­gen ist Liebe. Im ersten Jahr habe ich meine Tochter gestillt und ins Leben getra­gen. Wir haben bewusst nichts gekauft, son­dern alles gebraucht und neuw­er­tig geschenkt bekom­men. Spielzeug, Musikin­stru­mente, die Kinderküche, ein The­ater, eine Saloon­tür und das ganze Kau­fladenequip­ment mod­el­lierten kleine und große Hände aus Papp­maschee und Spiel­teig. Ich habe einen Sand­kas­ten gez­im­mert für die Matschküche. Es gab einen großen Garten mit Klet­ter­wand aus alten Fahrrad­schläuchen, Bal­ancieren auf aus­rang­ierten Spann­seilen von LKWs. ‚Muss ich diese schöne Welt wieder ver­lassen‘, seufzte eine Sech­sjährige, als sie abge­holt wurde. Denn: Im Som­mer chill­ten die Kids in der Hänge­mat­te, saßen am Lager­feuer oder baut­en ein zweistöck­iges Baumhaus am Fluss. Sie befre­it­en das Ufer von Müll, fis­cht­en geklaute Hand­taschen aus der Sieg und tauscht­en sie gegen Find­er­lohn. Im Herb­st baut­en sie sich Blät­ter­bu­den und im Win­ter Iglus. Sie schmirgel­ten Palet­ten und Bohlen für ihre Hochbet­ten oder dacht­en sich Freestyleein­la­gen fürs Ein­rad aus. Ein­mal nah­men zwei Polizis­ten ihr selb­st gebautes Boot, einen hal­bierten Kanis­ter, aus dem Schiffsverkehr. ‚Dafür braucht man einen Boots­führerschein‘, sagte der eine. ‚Ich finde das Ding geil‘, meinte der zweite amüsiert. Danach gab es aus­ge­di­ente Kanus für die Kinder. ‚Was war Glück in dein­er Kind­heit?‘, frage ich heute meine 20-jährige Tochter. Ihr Antwort: ‚Wir waren die Wilden Hüh­n­er und du hast uns ein Ban­den­buch geschrieben für unsere geheimen Tre­f­fen.‘

Tan­ja liebt Frei­sein und Fairän­derung. Sie ist freie Wer­be­tex­terin und schreibt auf zahlre­ichen Blogs und in ihren E-Books über Sim­ple Liv­ing.

„Am lieb­sten region­al und saison­al.”
Nachhaktigkeitstipps Leena

Ich koche gern region­al und saison­al. Region­al, weil es lange Trans­portwege ver­mei­det und damit CO2, Schwe­fel­diox­id und Energie. Aber auch deutsche Ware wird mitunter in heimis­chen Lager­häusern kühl unterge­bracht und belastet damit die Umwelt. Nicht so, wenn das Obst und Gemüse ger­ade Sai­son hat. Außer­dem enthält es dann den höch­sten Vit­a­minge­halt, denn es hat­te genug Zeit, am Ack­er voll­ständig auszureifen. Zugegeben, es ist nicht immer ein­fach, saison­al und region­al zu kochen. Früher habe ich dafür oft die Saisonkalen­der gewälzt und anschließend nach passenden Rezepten gesucht. Heute habe ich Rezepte, die nach Monat­en gegliedert sind, sodass ich nur bei ‚Jan­u­ar‘ nach­schla­gen muss und ver­schiedene Gerichte finde. Die Auswahl im Win­ter ist natür­lich geringer und ich kaufe mehr Lager­ware wie Karot­ten oder Kartof­feln. Aber sog­ar jet­zt gibt es Win­ter­salate, die Sai­son haben. Zum Beispiel Feld­salat, Por­tu­lak oder Ruco­la.“

Leena Vol­land ist Co-Gründerin von Nach­haltig sein. Der Blog dreht sich um Nach­haltigkeit im All­t­ag und liefert prak­tis­che Lösungsan­sätze, die oft sofort umset­zbar sind.

Andrea

von Indi­go Blau

„Fliegen ist Luxus – und sollte es auch bleiben.”
Andrea Nachhaltigkeits Tipps

Man muss nicht immer weit weg reisen, um etwas zu erleben. Man kann auch beim Klet­tern im Harz oder Kan­u­fahren auf der Leine Her­aus­forderun­gen und Aben­teuer beste­hen. Eine Woche Waldzeit kann erhol­samer sein als eine Woche am Mit­telmeer. Ich muss keine Stem­pel im Pass sam­meln, brauche Reisen nicht als Sta­tussym­bol. Und wenn es weit weg sein muss, kann die Anreise mit der Bahn viel schön­er sein, als in den Flieger zu steigen, um schnell anzukom­men. Das Reisen an sich gehört doch auch zur Reise dazu. Ich finde, Fliegen ist Luxus, auch wenn es heute bere­its zum Tax­ipreis ange­boten wird. Eine Tax­i­fahrt von meinem Wohnort zum Bahn­hof ist genau­so teuer wie manch­es Flugtick­et nach Madrid oder Paris – das ist eine riesige Ver­lock­ung. Aber den Preis zahlen wir woan­ders, näm­lich mit den Abgasen und den Kli­maschä­den. Klar kann man kom­pen­sieren und Bäume pflanzen oder andere kli­mafre­undliche Organ­i­sa­tio­nen unter­stützen. Doch das ist für mich wie ein mod­ern­er Ablasshan­del. Denn es repari­ert die Schä­den nicht, macht nur ein gutes Gefühl, so dass man weit­er guten Gewis­sens Flüge bucht. Ich prüfe sehr genau, ob ein Flug sein muss oder ob es auch anders geht. Als Reise­jour­nal­istin gehört Fliegen zu meinem Beruf – eigentlich. Doch inzwis­chen ver­suche ich, so viele Orte wie möglich per Bahn anzus­teuern und das geht her­vor­ra­gend. Es hat auch Qual­ität, ein­fach mal im Zug zu sitzen und sich treiben zu lassen.“

Andrea ist Reise­buchau­torin und schreibt auf Indigob­lau über nach­haltiges Reisen. Ihr Beruf treibt sie auch in andere Län­der. Die Fer­n­reisen reduziert sie aber auf ein Min­i­mum.

„Wenn schon kaufen, dann Sec­ond­hand.”
Nachhaltigkeitblogger Tipps

„Sec­ond­hand spielt in meinem Ver­ständ­nis von Min­i­mal­is­mus eine große Rolle. Ich glaube, dass (fast) alles schon pro­duziert wurde, was wir brauchen oder wollen. Allein im Tex­til­bere­ich wer­den in Deutsch­land pro Jahr schätzungsweise über eine Mil­lion Ton­nen aus­sortiert, die aber keineswegs für die Tonne sind. Eine unvorstell­bare Menge, die zudem durch einen immensen Energie- und Ressourcenver­brauch bei der Her­stel­lung ins Gewicht fällt. In Zahlen liest sich das nach Angaben des bvse-Fachverbands Son­der­ab­fall­wirtschaft dann beispiel­sweise so: ‚Die Wiederver­wen­dung von Altk­lei­dern spart im Ver­gle­ich zur Pro­duk­tion von neuer Klei­dung Ressourcen ein. Der Anbau von Baum­wolle als Rohstoff für die Tex­tilin­dus­trie ist sehr wasser­in­ten­siv. Nach Berech­nun­gen des Sta­tis­tis­chen Bun­de­samts beläuft sich der Wasserbe­darf von ein­er Tonne Rohbaum­wolle auf durch­schnit­tlich rund 3.600 Kubik­me­ter. Eine Studie aus Großbri­tan­nien hat außer­dem gezeigt, dass durch den Wiedere­in­satz eines T-Shirts drei Kilo­gramm CO2 einges­part wer­den kön­nen.‘ Und dieser Wiedere­in­satz spiegelt sich bere­its seit län­ger­er Zeit in mein­er Garder­obe wider. Egal, welche Outfit-Kombination ich wäh­le: Fast immer ist min­destens ein Teil aus zweit­er Hand dabei. Ten­denz steigend. Denn rund 80 bis 90 Prozent mein­er Neuan­schaf­fun­gen haben mit­tler­weile ein Vor­leben im Gepäck; nicht nur bei Klei­dung. Am lieb­sten stöbere ich auf den zahlre­ichen Flohmärk­ten rund um München, die ein­er riesi­gen Open-Air-Shopping-Mall gle­ichen. Was mich dort allerd­ings immer wieder von Neuem erschreckt: Der kurze Leben­szyk­lus der ange­bote­nen Waren. Omas Lieblinge und Design­klas­sik­er ste­hen in Reih und Glied mit kaum bis über­haupt nicht getra­ge­nen bzw. benutzten Pro­duk­ten, an denen Preiss­childer und Etiket­ten hän­gen. Ein Einzelfall ist das nicht. Wer Neuware sucht, muss angesichts unser­er Wegwerf- und Über­flussge­sellschaft nicht mehr zwangsweise ein klas­sis­ches Kaufhaus auf­suchen.“

Petra und Michael geben auf Minimalismus21 Tipps rund ums Reduzieren und gehen der Frage nach, warum, wann und wie wir kon­sum­ieren.

Gartenarbeit mit Kindern: 5 Ideen und Tipps!

| von 
„Darum liebe ich die Kinder, weil sie die Welt und sich selbst noch im schönen Zauberspiegel ihrer Fantasie sehen.”
Theodor Storm
Das Tolle an Kindern ist, dass sie von Grund auf mit einer ausgeprägten Neugier ausgestattet sind. Diese, kombiniert mit ihrer Vorliebe für schmierige Dinge, ist perfekt zum Erkunden, Bepflanzen, Beobachten und insbesondere Abernten eines Gartens. Mit den Pflanzen erleben sie hautnah den Zyklus des Lebens und der Jahreszeiten, näher dran geht nicht. Vor allem für Städter ist dies allerdings nicht so einfach, da Garten oder ausreichend Fläche oft fehlen. Wir haben zum Beispiel einen kleinen Reihenhausgarten, in dem…

Hallo, ich heiße Christof und schreibe auf meinem Blog über Minimalismus und Nachhaltigkeit. Ohne materiellen Überfluss, negative Beziehungen und unnötige Verpflichtungen zu leben, führt zu persönlichem Glück und gesellschaftlichem Gewinn....

Zum Autor

Dienstag, 17. April 2018, 8:16 Uhr

Hal­lo Big­gi,

schö­nen Dank für Deinen aus­führlichen Bericht aus Deinem Leben und dass Du so viel für Men­sch, Tier und Natur tust 🙂 Cha­peau!

Viele Grüße

Christof

birthe saß
Montag, 16. April 2018, 9:55 Uhr

hal­lo
ich bin big­gi , 59 jahre jung,nicht ganz gesund und lebe seit einem jahr vegan.es war ein langer prozeß.
ange­fan­gen hat alles mit meinen hun­den aus dem aus­ländis­chen tier­schutz und deren elendi­ges dahin­ve­g­i­t­ieren in osteuropa,italien und und und ,eigentlich weltweit,leider.nundenn .durch die vie­len berichte im net bin ich unweiger­lich auf die bar­barischen hal­tungs­be­din­gun­gen in deutschen ( nicht nur ) mast­be­trieben und auch bio­höfen etc gestoßen und ich war trau­rig und beschämt darü­ber das ich an diesem tier­mord auch beteiligt bin,konsequenz : kein fleisch mehr ,hab eh nie viel fleisch gegessen,aber jedes schnitzel ist eins zuviel !
ich gebe zu ,ab und an bin ich schwach gewor­den , aber ich wollte mich nicht geisseln,aus angst davor zu kapitulieren.es war ja ein gewaltiger schritt von heute auf mor­gen die kom­plette palette nahrung umzustellen.alles flog raus was mit tieren in berührung kam.stunden im net wie ich mich jet­zt ernähren soll.lehrgeld,zurück aufs veg­e­tarische für ne woche und dann endgültig vegan.ich esse gerne und und es fiel mir nicht leicht , gar nicht leicht.aber ich habe gewon­nen , und zwar auf ganz­er linie.10 kg leichter und gewürze ken­nen­gel­ernt die ich son­st nie gekauft hätte.ich muß sagen das ich jet­zt bess­er esse ohne fleisch als mit,weil meine lebens­mit­telkent­nisse sich erhe­blich verbessert haben.die alten getrei­des­orten die jede oma ken­nt und die jet­zt wieder ‚ neu ent­deckt ‚ werden,kräuter,gemüsesorten die vorher nicht mal angeschaut wurden,rote beete usw..ich war eine sammlerin,alles was mir gefiel fand auch einen platz,das hat sich geändert.ich will nicht sagen das ich min­i­mal­istin bin,aber ich bin auf dem weg dahin.ich habe plas­tik aus meinem haushalt nach und nach verbannt.immer wieder finde ich alter­na­tiv­en zu plastik.auch die gute alte hand­seife liegt wieder im bad,vegan natürlich.waschpulver mache ich auch selber.selter kaufe ich auss­chließlich in glas­flaschen in der hoff­nung das die pet­flaschen bald vom erd­bo­den verschwinden,hab keinen bock darauf plas­tik zu trinken.stofftasdchen haben konjunktur.alles an led­er habe ich aus­sortiert und verkauft.ich lerne täglich dazu.mein dom­izil ist 130 jahre alt und genau­so ver­schroben wie ich ,alles schief und krumm,paßt wun­der­bar zu mir . im gsrten wird alles mögliche ange­baut in 2 hochbeeten mit 10x1m hochbeeten,weil ich rück­enkrank bin.ich kenne es aus kinderta­gen und prof­i­tiere jet­zt von dem was mir omi als kind gezeigt hat.ein gar­ten­te­ich war schon da und dazu kam ein bio­thop für die unzäh­li­gen frösche usw was sich in meinem garten tum­melt und ich tue alles dafür das es ihnen gut geht.meine klei­dung und auch meine möbel habe ich schon immer sec­ond hand gekauft,teils aus geld­man­gel aber auch weil ich nicht teil dieser his­therie wer­den wollte von dem was ger­ade ange­sagt ist.wenn nur jed­er 10te men­sch auf dieser erde ähn­lich agiert , wäre unsere welt eine bessere.ach ja , mein auto habe ich verschenkt,ich wohne ländlich ohne gute busverbindung zur näch­sten einkaufsmöglichkeit,aber ich schließe mich mit nach­barn zusam­men wenn ich ein-zweimal im monat einkaufen muß,der doc ist drei häuser weiter,apotheke nebenan,geht doch alles wenn man nur will,man muß es wollen,dann klappt es auch !!
so , mehr fällt mir jet­zt dazu nicht ein .lg big­gi