5 Hobbys, die deine Achtsamkeit trainieren

| von 

„Im neun­zehn­ten Jahrhun­dert besaß man die Dampfkraft, heute haben wir die Dig­i­tal­tech­nik mit all ihren leeren Ver­sprechun­gen,“ schreibt Schrift­steller Tom Hodgkin­son in seinem Buch „Die Kun­st, frei zu sein“. Weit­er führt er aus, dass wir in unser­er mod­er­nen Zeit ständig von Smart­phones, PCs und anderen zeitrauben­den Maschi­nen umgeben sind und glauben, dass diese Maschi­nen unser Leben erle­ichtern wür­den.

„Die Dig­i­tal­isierung hat ohne Zweifel ihren Preis: sie sorgt für eine steigende Anzahl an Depres­sio­nen, Burnouts und Angstat­tack­en. ”

Für Hodgkin­son ist jenes tech­nis­che Utopia die größte Ent­täuschung der Indus­tri­al­isierung. Längst sind wir gefan­gen in ein­er Maschiner­ie, die den Men­schen einem Robot­er gle­ich­set­zt. Auf den Müßig­gang und die Zeit, etwas für uns zu tun, warten wir verge­blich. Durch die zunehmende Dig­i­tal­isierung nehmen wir unser Büro über­all mit hin: abends ver­fassen wir Emails, im Urlaub erledi­gen wir die anste­hende Präsen­ta­tion vor dem Chef. Für Hodgkin­son ist klar: „Die Maschi­nen sind nicht unsere Sklaven, son­dern im Gegen­teil, wir wer­den von ihnen ver­sklavt.“ Maschi­nen dienen am Arbeit­splatz als Vor­bilder für den Men­schen. Sie brauchen keine Pausen, reagieren niemals emo­tion­al und Depres­sio­nen sind ihnen fremd. Um sich dieser Falle zu entziehen, rät Hodgkin­son, Dinge mit den Hän­den zu tun, um mehr im Hier und Jet­zt zu sein und dadurch wieder einen klaren Blick für die wirk­lich wichti­gen Dinge zu bekom­men.

1. Meet ups

In vie­len Großstädten gibt es Meet ups zu bes­timmten The­menge­bi­eten. Jene Events brin­gen Men­schen mit gle­ichen Inter­essen zusam­men und stärken das Gemein­schafts­ge­fühl. Aus Begeg­nun­gen kön­nen so Bewe­gun­gen, Fre­und­schaften und Kar­ri­eren entste­hen.

2. Yoga, Pilates und andere Sportarten

Sport Yoga Pilates

Sport ist ein wichtiger Fak­tor für unser Wohlge­fühl. Klet­tern, squaschen und Yoga dienen zur Entspan­nung, stärken die Acht­samkeit und lassen uns die Anspan­nung und den Stress des All­t­ags vergessen.

3. Töpfern

Tassen Selbst Getoepfert

Durch die Rück­kehr des tra­di­tionellen Handw­erks steigt auch das Inter­esse an Töpfer­ei und Keramik. Es ist die Schön­heit des Unvol­lkomme­nen, die mit handgemachter Keramik ein­herge­ht. Und es ist doch viel schön­er, den Kaf­fee aus dem selb­st­getöpfer­ten Bech­er zu trinken.

4. Gartenarbeit

Pflanzen Gaertnern

Garte­nar­beit hat vor allem einen sozialen Nutzen: In Gemein­schafts­gärten sind wir nicht nur im Ein­klang mit der Natur, son­dern verbinden uns auch mit der Com­mu­ni­ty. Urban-Gardening-Konzepte ver­wan­deln unsere Städte in grüne Oasen und haben eine pos­i­tive Wirkung auf die Umwelt.

5. Backen und kochen

Ravioli Selber Machen

Beim Zubere­it­en von Speisen kön­nen wir unser­er Kreativ­ität freien Lauf lassen und mit Zutat­en exper­i­men­tieren. Das führt nach­weis­lich zum Abbau von Stress, denn wir verbinden uns dabei mit dem Moment und lassen die Sor­gen des All­t­ags hin­ter uns. Kochen ist auch ein sozialer Akt: zusam­men macht es dop­pelt Spaß.

Pro­duk­te für einen acht­samen All­t­ag find­est du auch auf otto.de:

Fazit

Dinge wieder selb­st mit den Hän­den zu machen, ist nicht neu, bere­its die Arts-and-Crafts-Bewegung des neun­zehn­ten Jahrhun­derts hielt wenig von der indus­triellen Rev­o­lu­tion. Für diese Bewe­gung war es von Bedeu­tung, schöne und nüt­zliche Dinge so gut es ging, per Hand zu fer­ti­gen. Grün­der William Mor­ris lehnte die indus­trielle Fer­ti­gung ab und wollte mit seinen Mit­stre­it­ern Kun­st und Kun­sthandw­erk vere­inen. Mor­ris grün­dete jene Bewe­gung auch aus gesellschaftlichen Grün­den: Er erkan­nte die Wichtigkeit für den Men­schen, etwas per Hand zu schaf­fen, sei es das Brot zum Aben­dessen oder eine schöne Keramikschale. Hört man sich im Fre­un­deskreis um, kön­nte man sagen, die Arts-and-Crafts-Bewegung ist heute bedeu­ten­der denn je. Für viele ist es wichtig, neben der beru­flichen Tätigkeit, die oft­mals im Büro stat­tfind­et, einen Aus­gle­ich zu schaf­fen, der nichts mit Lap­tops und Handys zu tun hat. Etwas mit den Hän­den zu machen, bere­it­et Freude. Wir verbinden uns dabei mit dem wahren „Ich“ und schaf­fen ein Bewusst­sein für das Hier und Jet­zt.

Dinge Mit Den Haenden Machen

Dabei dienen Tätigkeit­en aus der Ver­gan­gen­heit als wahre Schatzkam­mern: Brot back­en, Schalen töpfern, Zeich­nen oder Gärt­nern sind nüt­zlich und machen Spaß. Die Ergeb­nisse sind in der Regel sofort sicht­bar und wir entwick­eln eine sen­ti­men­tale Beziehung zu den Din­gen, die wir selb­st hergestellt haben.

„Psy­cholo­gen haben her­aus­ge­fun­den, dass wir durch Tätigkeit­en mit den Hän­den unsere Acht­samkeit schär­fen, da wir gezwun­gen sind, uns auf den Moment zu konzen­tri­eren. ”

Wir ent­fal­ten unsere Kreativ­ität, machen etwas Pro­duk­tives und am Ende wer­den wir mit einem Ergeb­nis belohnt. Außer­dem find­en viele kreative Hob­bys in der Gemein­schaft statt: Beim Töpfern oder bei der Yoga-Praxis sind wir umgeben von Gle­ich­gesin­nten, kön­nen uns aus­tauschen und bera­tend zur Seite ste­hen. Das verbindet und stimmt uns glück­lich.

Lachende Maedchen

„Alles Pos­i­tive, was heute im Bere­ich von Arbeit, Kun­st und Leben geschieht, ist von Men­schen geschaf­fen wor­den. Wirf die Mas­chine weg und denk nicht, was will ich besitzen, son­dern worauf kann ich verzicht­en!“ Befol­gt man jenen Rat von Tom Hodgkin­son macht man sich frei für das Leben.

Warum uns Minimalismus glücklich(er) machen kann

| von 

Was brauchen wir, um wirklich glücklich zu sein? Machen eine große Wohnung, neue Klamotten, viel Besitz und Luxus wirklich zufrieden? Immer mehr Menschen beantworten diese Frage mit Nein und entscheiden sich dazu, minimalistisch zu leben. Warum – das erfährst du hier.

Höher, schneller, weiter! Doch sollte nicht irgendwann endlich Schluss damit sein? Denn nicht nur Wirtschaftswachstum kommt irgendwann an seine Grenzen, auch Rohstoffe und Umwelt werden zunehmend knapper. Alle erneuerbaren Rohstoffe unserer Erde gehen ihrem Fördermaximum entgegen. Sozusagen das Ende von allem, worauf wir gerade bauen. Das sind keine Neuigkeiten. Und es ist auch nichts Neues, dass Wachstum…

Hallo, mein Name ist Michael, ich komme aus dem wunderschönen Bayern und arbeite als freier Journalist, Blogger und DJ. Am liebsten schreibe ich über Reisen, Kultur, Lifestyle, Musik und Mode,...

Zum Autor