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Tech-Jobs bei OTTO: Von der Ingenieurin zur Teamleiterin
Technologie

Tech-Jobs bei OTTO: Von der Ingenieurin zur Teamleiterin

Aktiv bei der freiwilligen Feuerwehr, Ingenieurin, Teamleiterin und Techie: Das ist Johanna Hinz

8.10.2019 Von Linda Gondorf Lesedauer: 5 Minuten
Schon als Kind wollte sie verstehen, warum der Zeiger der Uhr sich dreht, warum Autos fahren und wie der technische Prozess dahinter ist. Johanna Hinz, Teamleiterin technische Produktentwicklung bei OTTO und Techie. Im Porträt stellen wir ihr Leben, ihren Beruf und ihre Liebe zu Nerds vor

„Solange ich denken kann, habe ich mir überlegt, wie die Mechanik hinter verschiedenen Dingen funktioniert. Ich habe dann getüftelt, bis ich eine Lösung hatte – ganz für mich allein”, erzählt Johanna beim Café im Bistro auf dem OTTO-Campus. Sie ist groß, schlank, mit wachem Blick und einer äußerst angenehmen Stimmlage. Wenn sie erzählt und lacht, sieht man ihre Grübchen aufblitzen und bemerkt schnell: Hier sitzt eine Frau, die weiß, was sie kann und will. Johanna lebt mit ihrem Mann in Wohltorf hinter Bergedorf. Das ist östlich von Hamburg. Der Liebe und des Studiums wegen kam sie 2006 nach Hamburg. Sie ist Ingenieurin für Medizintechnik, Teamleiterin bei OTTO und Gruppenführerin in der Freiwilligen Feuerwehr.

Von Tech-Männern und freien Frauen

„Ich bin es durch die Feuerwehr schon länger gewohnt, Männern mal zu sagen, was zu tun ist”, so die 32-Jährige lachend. Was sie damit meint? Dass es immer noch sehr wenig Frauen in ihrem Arbeitsumfeld gibt. Sie selbst kennt nur eine Handvoll Entwicklerinnen, findet das schade aber auch herausfordernd: „Wir können manchmal freier arbeiten, denken und handeln, weil von uns weniger erwartet wird. Bei Männern wird ein Technikverständnis vorausgesetzt. Wenn sie es nicht haben, dann ist schon irgendwas komisch.”

Aller Anfang ist … einfach?

Schon in ihrer Schulzeit bemerkt sie, dass ihr technisches Interesse weit über kurzzeitiges Tüfteln hinausgeht. Ihre Leistungskurse: Bio und Mathe – natürlich sitzen auch in diesen Kursen mehr Jungen als Mädchen. Im Praktikum interessiert sie sich für den Bereich der Datenverarbeitung, weil ihr auch Informatik Spaß macht. Nach der Schule die Entscheidung: Automobilbranche oder doch Medizintechnik? „Ich entschied mich für Medizintechnik, weil es in Hamburg dafür einen großen Arbeitsmarkt gibt. Nun bin ich Ingenieurin für Medizintechnik.“

Johanna Hinz Durch das Vorstellungsgespräch bei OTTO, war für mich wenigstens eines ganz klar: ich wollte unbedingt hier arbeiten

Johanna Hinz, Teamleiterin technische Produktentwicklung Search

Wie kam sie zu OTTO?

Nach dem Studium folgten drei Jahre in der Medizintechnik, hauptsächlich im Bereich Dienstplanungssoftware und Produkt- und Projektmanagement. „Es war eine kleine Firma und da habe ich quasi fünf Rollen gleichzeitig gemacht. Danach konnte ich entscheiden, welche Richtung ich nun wirklich machen will. Manche Firmen fanden aber, dass ich mich nicht spezialisiert und mein Augenmerk nirgends konkret draufgelegt habe”, berichtet sie. In ihrem alten Job taten sich keine Aufstiegschancen, keine Perspektiven auf. Und zack, sah Johanna die Stellenausschreibung von OTTO zum/zur Produktmanager*in im Team Quality. Aber: Sie wurde abgelehnt. Grund: Zu wenig Berufserfahrung im Bereich Produktmanagement. Innerlich wusste sie aber, dass ihr Herz für das Thema Qualität und Testing schlägt. „Durch das Vorstellungsgespräch bei OTTO, war für mich wenigstens eines ganz klar: ich wollte unbedingt hier arbeiten,” sagt Johanna und nimmt einen Schluck vom Kaffee.

Wenig später wird eine Stelle als Junior-Testmanager*in ausgeschrieben, auf die sie sich bewirbt. „Im Gespräch saß mein damaliger Chef mit Shorts, Sneaker und Festivalbändern am Arm. Da fiel sofort die Anspannung ab“, Johanna lacht. „Gerade Nerds wie ich fühlen sich dann direkt wohl. Vor allem ist mir in all den Gesprächen aber eines aufgefallen: OTTO war der einzige Arbeitgeber, der mich nicht gefragt hat, ob ich demnächst Kinder bekommen möchte. Und da war mir klar: Es kann nur OTTO sein.” Die Führungsposition steht schnell auf ihrem Plan: „Nach drei Monaten hat mein Chef gemerkt, dass ich deutlich mehr auf dem Kasten habe und kein Junior mehr bin.” Diesen Titel ist sie schnell los und wird zum Professional. Dann die Frage, ihrer nächsten Karriereschritte? Will Sie führen, Kolleg*innen bei der Entwicklung helfen? Im Seminar „Potenzial der eigenen Stärke” findet die ehrgeizige Ingenieurin heraus: „Ich kann eine gute Führungskraft werden“. Heute führt sie die Entwickler*innen und Technical Designer dreier crossfunktionaler Teams, arbeitet eng mit anderen Bereichen wie dem Produktmanagement und Projektmanagement und der Organsiationsentwicklung zusammen.

Tägliche Herausforderungen

Die Aufgaben von Johanna und ihren Teams sind vielfältig: „Wir betreuen den Login, die Sendungsauskunft, Konto- und Rechnungsdaten, persönliche Daten und Einstellungen, Kund*innenkontakte und sichern die APIs auf otto.de ab. Mein Team testet zum Beispiel, dass Nutzer*innen die richtigen Produkte finden, sich ohne Probleme einloggen oder ihren persönlichen Kontobereich nutzen können“. Als Führungskraft hat sie die Verantwortung, zu wissen, was gemacht wird, muss einen technischen Einblick haben und die strategische Ausrichtung unter Berücksichtung der Unternehmensziele mitgestalten. Redet sie von „ihrem Team“, bemerkt man ihre Zuneigung zu jedem einzelnen und ihre ganz eigene Art und Weise zu führen – subtil und mit einer gewissen Leichtigkeit.

Du willst bei Johanna im Team arbeiten?

In ihrem Team ist noch eine Stelle frei. Sie haben hin und wieder nach der Arbeit Spaß an einer Session „Werwölfe von Düsterwald“. Wer will da nicht arbeiten? Für alle Infos zum Job und den direkten Weg zur Bewerbung, schaue bei unseren Kolleg*innen aus dem Recruiting vorbei.

Eine Führungskraft 4.0

„Man muss als Führungskraft kein/e Expert*in sein. Ich bin halt keine Informatikerin und ich bin nicht auf die Position gekommen, weil ich zu gut für meinen Job war, sondern aus anderen Beweggründen. Weil ich führen, ein Team in Prozessen begleiten kann, weil ich Wissen teile und meinem Team den Rücken freihalte. Ich beziehe meine Expert*innen immer mit ein” und das lebt Johanna auch.

Was hat sich für sie an der heutigen Arbeitsweise geändert?

„Mitarbeiter*innen müssen heute selbst entscheiden, ob Infos relevant sind oder nicht und auch Aufgaben eigenständig initiieren. Das war früher anders. Die neue Ausrichtung ist aus meiner Sicht eine riesen Chance, sich auch an anderen Themen zu beteiligen. Deshalb erwarte ich von Bewerber*innen vor allem Offenheit und Neugierde. Sie sollten Bock auf lernen haben.“

Mich reizen nur noch internationale Unternehmen wie die NASA oder auch Tesla

Johanna Hinz, Teamleiterin technische Produktentwicklung Search

Vor knapp einem Jahr stellte sie sich mal die Frage, ob es eine/n Arbeitgeber*in oder einen Job gäbe, der sie noch mehr ausfüllen und reizen würde? „Mich reizen nur noch internationale Unternehmen wie die NASA oder auch Tesla", sie lacht. Am Silicon Valley hat sie kein Interesse.

Veränderungen annehmen

Eines wünscht sich Johanna besonders für OTTO: „Ich wäre stolz darauf, wenn wir unsere Kund*innen in Zukunft deutlich glücklicher machen würden. Der aller wichtigste Wert ist für mich Ehrlichkeit und Transparenz. Wir sind ziemlich gut im Thema Nachhaltigkeit und wollen noch fairer und transparenter werden. Da sind wir auf einem sehr guten Weg. In meiner Traumvorstellung sind wir in 10 Jahren nicht mehr profitorientiert, sondern überwiegend kundenorientiert.“

Kontakt

Ingo Bertram
Corporate Spokesman Tech & IT

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