Instagram: Nicht nur gucken, sondern auch kaufen
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Instagram: Nicht nur gucken, sondern auch kaufen

Social Shopping bei Instagram: Drei Fragen an Nadine Neubauer

12.7.2018 Von Nick Marten
Ein Icon verändert die Social-Media-Welt. Eine kleine Einkaufstasche ist das Symbol für "Social Shopping". Seit März weist sie Instagram-Nutzer in Deutschland auf die direkte Einkaufsmöglichkeit hin. Wir haben mit Nadine Neubauer gesprochen, Brand Development Lead Central Europe von Instagram:

Welche Funktionen beinhaltet das neue Tool?

Der Name sagt es ja schon: Mit "Shopping" kann man seine Lieblingsprodukte auf Instagram jetzt nicht mehr nur finden, sondern auch kaufen – ohne die App dafür verlassen zu müssen. Durch die neue Funktion können Unternehmen in ihren organischen Beiträgen bis zu fünf Produkte direkt mit ihrem Produktkatalog verknüpfen und dadurch auf Umwege wie den Link in der Beschreibung neben dem Bild verzichten – das Ganze wird also viel einfacher. Die Community erkennt einen Shopping-Beitrag anhand einer kleinen Einkaufstasche und den mit Preisschildern markierten Produkten direkt im Bild. Über diese gibt es dann mit einem Fingertipp alle wichtigen Informationen zum Produkt, das dann ganz unkompliziert dem Warenkorb im Online-Shop hinzugefügt werden kann. Derzeit testen wir die Shopping-Funktion auch für Instagram Stories – in Deutschland sind die Unternehmen Kapten & Son und HUGO BOSS mit dabei.

Welche Erwartungen hattet ihr für die Einführung von Instagram Shopping im deutschen Markt? Und wurden sie erfüllt?

In meiner täglichen Arbeit spreche ich viel mit Unternehmen über ihre Bedürfnisse bei der Nutzung von Instagram. Shopping ist eine wirklich sehnsüchtig erwartete Funktion und aus meiner Sicht auch der ganz logische nächste Schritt. Jetzt kann die komplette Customer Journey direkt auf der Plattform erfolgen: Von der Inspiration bis zum Kauf. Das ist ein riesiger Vorteil für alle Unternehmen. Organische Beiträge können so noch viel stärker den Verkauf von Produkten im Online-Shop anregen.

Das Feedback in den ersten Monaten nach der Einführung von Shopping bestätigt unsere Erwartungen. Viele deutsche Unternehmen aller Größen waren von Beginn an mit dabei, OTTO zum Beispiel. Die Funktion wird als besonders intuitiv bewertet und mit dem Unternehmen DefShop gibt es bereits ein deutsches Beispiel, das zeigt: Shopping hilft dabei, die Umsätze zu steigern. Der Streetstyle-Onlineshop konnte seine Umsätze bereits innerhalb der ersten Wochen um 64 Prozent steigern.

Hast du noch drei kurze Tipps für die Nutzung von Instagram Shopping?

  • Erstens: Die Community liebt es, auf Entdeckungsreise zu gehen. In einem Shopping Post sollten darum am besten immer gleich mehrere Produkte markiert sein.
  • Zweitens: Unternehmensinhalte finden auf Instagram zwischen denen von Freunden, Stars und Medien statt. Es ist daher auch bei Shopping Posts wichtig, spannende Geschichten rund um die Produkte zu erzählen. Besonders gut bieten sich hierzu Instagram Stories an - einer der Gründe, warum wir Shopping seit Kurzem auch für dieses Format testen.
  • Drittens: Eine Lifestyle-Bildsprache, bei der Elemente verschiedener Produktkategorien sinnvoll kombiniert werden, hat eine viel stärkere Inspirationskraft. Daher rate ich immer dazu, den Produkten einen Kontext zu verleihen - beispielsweise ein “Tag am Meer” oder “Städtetrip”.

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